In der 2. Klasse Mostviertel musste sich der USV Viehdorf am Samstag beim SV Krummnußbaum klar mit 1:5 geschlagen geben. Trainer Matthias Temper sah dabei eine Partie, in der seine Mannschaft nach ordentlicher erster Halbzeit den Faden verlor. Zwei Fehler vor der Pause, fehlende Überzeugung und die individuelle Klasse der Gastgeber gaben aus seiner Sicht den Ausschlag. Nach dem 1:2 zur Pause hoffte er noch auf eine offene zweite Hälfte, stattdessen zog der SV Krummnußbaum davon.

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Ganz so deutlich, wie es das Endergebnis vermuten lässt, hatte die Partie für den USV Viehdorf zunächst nicht begonnen. Zwar brachte Pawel Radoslaw Matuszak den SV Krummnußbaum schon in der 6. Minute in Führung, doch der USV Viehdorf blieb laut Matthias Temper in der ersten Halbzeit ordentlich im Spiel. „Die erste Halbzeit war ganz in Ordnung. Wir waren gut im Spiel drinnen“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. In der 35. Minute gelang Max Königshofer dann auch der Ausgleich zum 1:1, womit der USV Viehdorf wieder auf Augenhöhe war. Lange hielt dieser Zwischenstand aber nicht, denn nur zwei Minuten später stellte Petr Kurtin auf 2:1 für den SV Krummnußbaum. Genau hier setzte Temper mit seiner Analyse an: „Wir haben zwei große Eigenfehler gemacht, die zu den Toren geführt haben.“ Trotz des Rückstands zur Pause war seine Einschätzung zunächst noch nicht durchwegs negativ. „Mit 2:1 war das meiner Meinung nach ganz okay“, sagte Temper, der zu diesem Zeitpunkt noch davon ausging, dass seine Mannschaft im zweiten Durchgang weiter im Spiel bleiben würde.
Diese Hoffnung bekam allerdings kurz nach dem Seitenwechsel einen deutlichen Dämpfer. In der 49. Minute erhöhte Jakob Schönbichler für den SV Krummnußbaum auf 3:1, und genau dieses Tor hob Matthias Temper im Rückblick als einen entscheidenden Moment hervor. „Das 3:1 in der zweiten Halbzeit sowie der Platzverweis war sicher der Knackpunkt“, sagte der Trainer. Danach bekam der USV Viehdorf kaum mehr Zugriff auf die Partie. „Wir haben leicht Umgestellt um mehr Zugriff und bessere Zuteilung in der Abwehr zu bekommen, das Gegenteil war der Fall“, meinte Temper. Der SV Krummnußbaum nutzte diese Phase, um das Ergebnis in der Schlussphase noch klarer zu gestalten. Pawel Radoslaw Matuszak traf in der 77. Minute zum 4:1, ehe Helmut Schmidinger in der 82. Minute den Endstand von 5:1 herstellte. Temper brachte die Entwicklung sehr knapp auf den Punkt: „Ich hätte gedacht, dass das in der zweiten Halbzeit so weitergeht, aber dem war nicht der Fall.“
Für Matthias Temper lag der Hauptgrund für die deutliche Niederlage aber nicht nur in einzelnen Gegentoren, sondern vor allem im gesamten Auftreten seiner Mannschaft. „Die Überzeugung, dass wir Krummnußbaum schlagen können, hat gefehlt“, sagte der Trainer. Der Gegner habe aus seiner Sicht genau so gespielt, wie man es erwartet habe, trotzdem habe der USV Viehdorf den eigenen Plan nicht auf den Platz gebracht. „Die letzte Konsequenz war nicht vorhanden, wir waren teilweise nicht mutig genug und in der Offensive zu harmlos“, fasste Temper zusammen. Dazu kam für ihn die Klasse des Gegners in vielen Situationen. „Jeder hohe Ball von ihnen war gefährlich“, sagte er über den SV Krummnußbaum, der laut Temper von Spielern lebt, „die genau wissen, was sie machen müssen“. Positiv blieb für ihn vor allem die erste Hälfte, in der der USV Viehdorf noch gut mithielt. Gleichzeitig sah er in dem Spiel auch eine wichtige Lehre für seine junge Mannschaft. „Wenn wir nicht hundert Prozent Leistung abrufen können, dann reicht es gegen so einen Gegner nicht. Das muss unsere junge Mannschaft noch lernen“, sagte Temper. Nach zwei Runden hält der USV Viehdorf damit bei drei Punkten, während der SV Krummnußbaum mit dem zweiten Sieg in Folge weiter vorne dabei bleibt.