In der 2. Klasse Mostviertel hat SV CEMIX Pöchlarn-Golling das Derby beim SV Erlauf klar mit 5:1 gewonnen. Für Trainer Wolfgang Reissner war vor allem die Antwort auf den Erlaufer Anschlusstreffer der Knackpunkt. Die frühe Führung half den Gästen, doch so geradlinig, wie das Endergebnis wirkt, war die Partie aus seiner Sicht über weite Strecken nicht.

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Die Weichen stellte Pöchlarn-Golling schon früh. In der 3. Minute steckte Richard Frank auf Benjamin Schlöglhofer durch, der zur Führung traf und damit gleich zu Beginn für Ruhe auf Seiten der Gäste sorgte. Reissner sagte danach: „Das frühe Führungstor hat uns natürlich in die Karten gespielt.“ Seine Mannschaft hatte in dieser Phase mehr vom Spiel, diktierte die Partie und kam laut Trainer vor der Pause noch zur einen oder anderen Möglichkeit. Ganz zufrieden war Reissner mit dieser Phase aber trotzdem nicht. „Da haben wir ein bisschen den Faden verloren“, meinte er, weshalb die erste Halbzeit nach seiner Einschätzung danach ohne weitere nennenswerte Chancen auslief.
Nach Seitenwechsel meldete sich zunächst wieder Richard Frank an, dessen Drehschuss der Erlaufer Tormann hielt. Kurz darauf fiel aber das 0:2: Mahmut Harmanci spielte den Pass auf Andre Zauchinger, der in der 57. Minute vollendete. Ganz erledigt war die Partie damit noch nicht, weil Erlauf nicht losließ und in der 73. Minute durch einen von Jan Losonsky verwandelten Elfmeter auf 1:2 verkürzte. Reissner gab offen zu, dass seine Mannschaft in diesem Moment kurz gewankt habe. Umso wichtiger war für ihn die direkte Reaktion. Nur zwei Minuten später schlug Michal Suran einen langen Ball auf Zauchinger, der davon zog und das 1:3 nachlegte. „Nach dem 3:1 war es eigentlich entschieden“, sagte der Trainer, weil seine Mannschaft damit sofort die richtige Antwort gegeben habe.
Dass das Ergebnis am Ende so deutlich wurde, lag für Reissner nicht nur an den Toren vorne, sondern auch an der Arbeit gegen den Ball. „Hinten sind wir gut gestanden“, sagte er und hob vor allem das Innenverteidigerduo Patrick Brandstetter und Michal Suran hervor. Besonders Brandstetter habe „hinten alles hergehalten“, so der Coach, der seiner Mannschaft insgesamt attestierte, nur wenig zugelassen zu haben. Gleichzeitig ordnete er die Umstände ein. Auf dem engen Platz in Erlauf, wo die Gastgeber laut Reissner daheim normalerweise stark auftreten, habe sich das nicht so stark ausgewirkt, wie man vielleicht erwarten würde. Reissner sprach trotz Derby-Charakters von einer fairen Partie. Vor allem die letzte Viertelstunde gefiel ihm dann aber richtig gut: Benjamin Schlöglhofer erhöhte in der 83. Minute mit einem Distanzschuss auf 1:4, ehe Mahmut Harmanci in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 1:5 setzte.
Trotz des klaren Auswärtssiegs wollte Reissner nicht alles schönreden. Gerade jene rund 25 Minuten, in denen Pöchlarn-Golling etwas zurückschaltete, blieben ihm hängen. „Da müssen wir ein bisschen mehr nachsetzen und vielleicht die Entscheidung schon früher herbeiführen“, forderte er. Nach seiner Sicht brachte sich seine Mannschaft durch diese Phase selbst noch einmal in Schwierigkeiten und ließ Erlauf mit dem Anschlusstreffer noch einmal hoffen. Dass danach sofort wieder auf das Spielerische gesetzt und der Gegenschlag geliefert wurde, gefiel ihm umso mehr. Unterm Strich sprach der Trainer von einem „verdienten Sieg, auch in der Höhe“, weil seine Elf weitere Möglichkeiten hatte und der Heimtormann mehrmals parierte. Mit dem 5:1 wahrt Pöchlarn-Golling aus seiner Sicht den Anschluss nach vorne, am Freitag soll im Heimspiel gegen SKV St. Oswald gleich nachgelegt werden.