Spielberichte

Schnell 2:0, dann bis zuletzt standhaft: "Wir haben mit Kampf, Willen und Leidenschaft gespielt"

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SV Yspertal
SV Erlauf

In der 2. Klasse Mostviertel hat SV Yspertal am Samstag daheim gegen SV Erlauf mit 1:2 verloren. Die Gäste legten mit einem Doppelpack von Ondrej Gabor den Grundstein, mussten nach dem Anschlusstreffer von Rene Schaumüller aber bis zur letzten Minute zittern. Trainer Christoph Groissböck führte den Auswärtssieg vor allem auf "Kampf, Willen und Leidenschaft" zurück.

Schiedsrichter blickt auf die Uhr

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Doppelpack bringt Erlauf früh auf Kurs

Aus Sicht von Christoph Groissböck war die Partie zunächst durchaus offen, mit leichten Vorteilen für seine Mannschaft. "Die erste Halbzeit war ein ausgeglichenes Spiel mit ein bisschen mehr Spielanteilen für uns. Wir haben die besseren Chancen gehabt", sagte der Erlauf-Trainer nach dem Schlusspfiff. Entscheidend war für ihn, dass seine Mannschaft diese Phase auch für Tore nutzte. Schon in der 4. Minute brachte Ondrej Gabor die Gäste in Führung, in der 26. Minute legte derselbe Spieler zum 0:2 nach. Damit war früh klar, in welche Richtung der Nachmittag aus Erlaufer Sicht gehen sollte. Groissböck sah den Grundstein für den Sieg genau in dieser Anfangsphase gelegt. "Entscheidend war, dass wir schnell 2:0 in Führung gegangen sind", sagte er. Ebenso wichtig war für ihn, was seine Mannschaft vor der Pause gegen den Ball machte. "Yspertal hat in der ersten Halbzeit eigentlich keine nennenswerte Torchance gehabt", hielt Groissböck fest und unterstrich damit, dass Erlauf nicht nur vorne effektiv war, sondern den Gegner vorerst auch gut vom eigenen Tor weghielt.

Nach dem Anschlusstreffer bleibt es bis zum Ende eng

Nach der Pause veränderte sich das Bild, ohne dass Erlauf die Kontrolle über das Ergebnis völlig verlor. "In der zweiten Hälfte hatte Yspertal leichte Feldüberlegenheit. Wir haben aber sehr gut dagegengehalten", beschrieb Groissböck die Entwicklung. Der Druck der Gastgeber nahm also zu, wirklich ruhig wurde die Schlussphase für die Gäste aber auch deshalb nicht, weil Rene Schaumüller in der 62. Minute per Elfmeter auf 1:2 verkürzte. Dass der Strafstoß berechtigt war, stellte der Erlauf-Coach selbst gar nicht in Frage. Vielmehr hob er hervor, wie seine Mannschaft auf diese Phase reagierte. "Wir haben gewusst, dass Yspertal eine sehr spielstarke Mannschaft ist. Das haben wir sehr gut unterbunden", sagte Groissböck. Er führte die vielen Fehlpässe der Heimischen auch auf die Arbeit seines Teams zurück: "Sie hatten viele Fehlpässe in ihrem Spiel, aber auch dadurch, dass wir gut in die Zweikämpfe gekommen sind." Ganz ohne Chancen auf die Vorentscheidung blieb Erlauf ebenfalls nicht. Groissböck sprach von zwei Situationen, in denen seine Mannschaft das 3:1 liegen ließ: einmal durch Ondrej Gabor, einmal durch Murtaza Khanjeri. "So ist es halt noch einmal spannend geblieben bis zum Schluss", sagte er. In der Schlussphase kam dazu noch eine gute Möglichkeit der Yspertaler rund um die 80. Minute, ehe in der letzten Minute eine starke Parade des Erlauf-Torhüters die drei Punkte festhielt.

Groissböck hebt Haltung hervor und sieht trotzdem noch Luft nach oben

Dass Erlauf diesen Auswärtssieg mitnahm, war für Groissböck in erster Linie eine Frage der Einstellung. "Wir haben mit Kampf, Willen und Leidenschaft gespielt. Das fordere ich immer wieder von meiner Mannschaft", sagte der Trainer. Genau das habe seine Mannschaft diesmal geliefert. "Sie haben alles gegeben und alles auf dem Platz gelassen. Das war top von meiner Mannschaft." Gleichzeitig machte Groissböck klar, dass der Sieg für ihn kein Anlass ist, sich zurückzulehnen. "Im spielerischen Bereich gibt es immer Luft nach oben, obwohl das diese Woche auch schon sehr gut war", erklärte er. Gerade deshalb ordnete er den Erfolg auch mit Blick auf den Gegner hoch ein. Er habe Yspertal schon zweimal beobachtet und halte die Mannschaft für "sehr, sehr gut". Dass die Gastgeber diesmal nicht ihren besten Tag erwischten, sprach er offen an, genauso aber auch ihren Charakter: "Sie geben nie auf und sind eine kampfstarke Mannschaft." Selbst rund um den Elfmeter oder die Leitung des Schiedsrichters gab es für ihn keinen Grund zur Diskussion. "Der Elfmeter war ein klarer Elfmeter", sagte Groissböck, der dem Unparteiischen insgesamt eine klare Linie bescheinigte. Für Erlauf bleibt damit ein Auswärtssieg stehen, der nicht durch Leichtigkeit, sondern durch konsequente erste 45 Minuten, viel Arbeit gegen den Ball und eine nervenstarke Schlussphase zustande kam.

2. Klasse Mostviertel: SV Yspertal : SV Erlauf - 1:2 (0:2)

  • 62
    Rene Schaumüller 1:2
  • 26
    Ondrej Gabor 0:2
  • 4
    Ondrej Gabor 0:1