In der 2. Klasse Mostviertel hat sich Wieselburg II am Samstag gegen SCU Wallsee mit 2:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste legten mit einer 2:0-Pausenführung den Grundstein, machten es nach dem Seitenwechsel aber noch einmal unnötig spannend. Trainer Florian Palme brachte den Verlauf nach dem Abpfiff treffend auf den Punkt: „Es war bis zum Schluss eigentlich eine Zitterpartie.“

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Palme sah zunächst eine Partie, in der beide Mannschaften ordentlich hineinfanden. „Es war ein guter Beginn für beide Mannschaften“, sagte der Trainer der Gäste, der in der Anfangsphase auf beiden Seiten einen offenen Start erlebte. Danach verlor das Spiel aus seiner Sicht ein wenig den Schwung. „Dann ist das Spiel nach den ersten zehn Minuten ein bisschen eingeschlafen“, erklärte er. Wallsee fand in dieser Phase aber wieder besser zu sich und nutzte das auch. In der 20. Minute brachte Thomas Fehringer die Gäste nach einem Angriff über die rechte Seite mit 1:0 in Führung. Nur eine Minute später legte Wallsee nach, als ein Ballverlust im Wieselburger Aufbauspiel zum Eigentor von Florian Vorlaufer und damit zum 0:2 führte. Für Palme war das eine Phase, in der seine Mannschaft vieles richtig machte: „Dann haben wir das Spiel bis zur Pause eigentlich kontrolliert.“
Mit dem Doppelschlag schien Wallsee auf einem sehr guten Weg zu sein, doch entschieden war die Partie damit noch nicht. Palme hatte seine Mannschaft in der Halbzeit noch einmal ausdrücklich gewarnt. „Ich habe gesagt, wir müssen aufpassen, wir müssen von der ersten Minute an da sein“, berichtete er. Genau das gelang seinem Team nach Wiederbeginn aber nicht. „Wir haben die ersten fünf, zehn Minuten zur zweiten Halbzeit komplett verschlafen“, sagte der Coach offen. Wieselburg II nutzte diese Phase konsequent und kam in der 48. Minute durch Roman Wurzer auf 1:2 heran. Dass Wallsee danach nicht länger ins Wanken geriet, war für Palme besonders wichtig. Nur vier Minuten später stellte Lukas Daurer auf 3:1. Gerade diese Tore hatten für ihn großes Gewicht: „Wenn man in Führung geht, spielt es sich leichter. Das 2:0 war wichtig, und das schnelle 3:1 auch. Die Tore waren alle zu dem Zeitpunkt entscheidend, wo wir sie geschossen haben.“
Auch nach dem dritten Wallseer Treffer wurde es kein ruhiger Nachmittag mehr. Zwar meinte Palme, dass er nach dem 2:0 schon davon ausgegangen sei, „dass wir das Spiel gewinnen“, gleichzeitig machte er aber klar, dass sich seine Mannschaft nie wirklich absetzen konnte. Genau deshalb passte für ihn auch die Einordnung nach dem Schlusspfiff: „Es war bis zum Schluss eigentlich eine Zitterpartie.“ Wieselburg II blieb dran und belohnte sich in der 88. Minute mit dem 2:3 durch Luca Biber noch einmal für die späte Offensive. Damit wurde die Schlussphase noch einmal eng, und Wallsee musste die letzten Minuten mit voller Konzentration herunterspielen. Dass der Auswärtssieg am Ende trotzdem stand, war aus Sicht des Trainers vor allem eine Frage der Haltung und des Einsatzes seiner Mannschaft.
Gerade bei diesem Punkt wurde Palme nach dem Spiel sehr deutlich. Auf die Frage nach der größten Stärke seiner Mannschaft antwortete er knapp, aber aussagekräftig: „Kämpfen, neunzig Minuten kämpfen. Wir haben voll mit Leidenschaft gespielt und bis zum Schluss gekämpft.“ Gleichzeitig wollte er den Erfolg nicht schöner reden, als er war. Sein größtes Ziel sei gewesen, ohne Gegentor zu bleiben. „Mein größtes Ziel war, zu null zu spielen. Das haben wir nicht geschafft“, sagte er ehrlich. Dazu kam, dass er den Gegner ausdrücklich aufwertete. „Wieselburg ist eine fußballerisch sehr gute Mannschaft, eine junge Mannschaft mit Entwicklungspotenzial. Es war ein sehr schwieriges Spiel für uns.“ Für Wallsee bleibt damit ein Auswärtssieg, der zählt, aber auch eine klare Erinnerung daran, dass eine gute erste Halbzeit allein noch nicht reicht.