In der 2. Klasse Mostviertel hat SV Erlauf gegen SU Bischofstetten trotz zweier Führungen mit 2:4 verloren. Christoph Groissböck sah dennoch vieles wie geplant laufen: Seine Mannschaft hielt lange dagegen, bekam den Gegner im Zentrum gut in den Griff und stand bis in die Schlussphase auf Augenhöhe. Erst zwei Standardtore in den letzten Minuten brachten Erlauf am Ende um einen möglichen Punktgewinn.

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Groissböck begann seine Einordnung bei einer ersten Halbzeit, die aus seiner Sicht genau so verlief, wie Erlauf sie haben wollte. "Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen. Bischofstetten hatte keine nennenswerte Torchance. Sie wurden nur durch Standards etwas gefährlich", sagte der Trainer. Erlauf hielt also nicht nur ordentlich dagegen, sondern ging in der 37. Minute auch verdient in Führung, als Fabian De Monte das 1:0 erzielte. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht. Nur vier Minuten später traf Artur Minin zum 1:1, und gerade dieses Gegentor wurmte den Erlauf-Coach. "Dann haben wir durch einen Tausend-Gulden-Schuss das 1:1 bekommen, was dem Spielverlauf bis dahin nicht ganz gerecht war", meinte Groissböck. So ging es trotz der zwischenzeitlichen Führung nur mit einem 1:1 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel hatte Bischofstetten laut Groissböck zwar mehr Spielanteile, doch auch in dieser Phase sah er seine Mannschaft nicht klar unterlegen. "Sie sind besser ins Spiel gekommen, hatten mehr Spielanteile, aber nicht wirklich herausgespielte Chancen", sagte er und verwies erneut darauf, dass die Gäste vor allem bei ruhenden Bällen Gefahr ausstrahlten. Trotzdem gelang Erlauf in der 75. Minute noch einmal die Führung: Murtaza Khanjeri nutzte einen Fehler von Gästetormann Peter Blauensteiner zum 2:1. Die Hoffnung auf Zählbares hielt allerdings nur ganz kurz. Schon in der 76. Minute stellte Michal Sojka auf 2:2. Groissböck sprach dabei von einem Stellungsfehler in der Abwehr und von mehreren unglücklichen Szenen im Strafraum. In der Schlussphase kippte die Partie dann endgültig. Wieder Sojka traf in der 85. Minute zum 2:3, ehe Artur Minin in der Nachspielzeit mit dem 2:4 alles entschied.
Gerade weil Erlauf bis tief in die Partie hinein voll im Spiel war, fiel die Analyse des Trainers trotz der Niederlage nicht grundsätzlich negativ aus. "Unser Matchplan ist sehr gut aufgegangen. Wir hatten ihre Mitte gut im Griff", sagte Groissböck. Auch nach vorne habe Bischofstetten aus dem Spiel heraus wenig Durchschlagskraft entwickelt, entscheidend seien am Ende die Standards gewesen. "Wir haben gewusst, dass das ihre große Stärke ist, und haben das leider zum Schluss nicht verteidigen können", brachte es der Erlauf-Coach auf den Punkt. Einen einzelnen Knackpunkt wollte er nicht ausmachen. Für ihn wäre "durchaus ein gerechtes Unentschieden" möglich gewesen. Vor dem 2:3 sah er zwar einen Abstoß statt eines Eckballs, machte daraus aber kein großes Thema. Bemerkenswert klar fiel außerdem sein Urteil über den Unparteiischen aus: "Der Schiedsrichter war sehr gut. Er hat super gepfiffen." So bleibt für Erlauf vor allem die Erkenntnis, dass gegen Bischofstetten vieles gepasst hat, die entscheidenden Bälle bei Standards aber nicht verteidigt wurden.