Spielberichte

„Wir haben das Spiel über 90 Minuten kontrolliert“ – Wallsee liefert laut Palme die beste Herbstleistung ab

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SCU Wallsee
SV Pöchlarn-Golling

In der 2. Klasse Mostviertel hat SCU Wallsee am Samstag mit einem 3:1 gegen den Tabellenzweiten SV CEMIX Pöchlarn-Golling ein klares Zeichen gesetzt. Trainer Florian Palme sprach nach dem Schlusspfiff von einer „tadellosen Partie“ und sah seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit als klar tonangebend. Nach einer kurzen Abtastphase brachte sich Wallsee zur Pause in Front, legte nach dem Seitenwechsel nach und ließ den Gegner nur selten aufkommen.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Nach ruhigem Beginn übernimmt Wallsee das Kommando

„Wir haben das Spiel über 90 Minuten kontrolliert“, sagte Palme und begann seine Einordnung ganz bewusst bei den ersten Minuten. Zunächst sei es „die ersten zehn Minuten ein Abtasten beider Mannschaften“ gewesen, ehe Wallsee immer besser Zugriff bekam und sich die Partie mehr und mehr in die gewünschte Richtung entwickelte. Aus ersten Halbchancen wurde Druck, auch wenn der Trainer betonte, dass anfangs „nichts Gefährliches“ dabei gewesen sei. In der 34. Minute fiel dann aber doch die Führung, und auch deren Entstehung blieb dem Trainer positiv in Erinnerung. „Jan Javurek hebt den Ball über links hinein, Simon Falta geht in die Gasse und legt uneigennützig zurück“, schilderte Palme die Aktion, die Thomas Fehringer zum 1:0 abschloss. Für den Wallsee-Coach war genau dieses Tor der wichtigste Moment des Nachmittags, auch weil Pöchlarn danach durch Andre Zauchinger die große Chance auf das 1:1 vorfand, sie aber ungenutzt ließ. Gerade diese Szene passte für Palme ins Gesamtbild, weil seine Mannschaft hinten nur wenig zuließ und über weite Strecken sehr stabil stand.

Starker Wiederbeginn, vergebenes 3:0 und doch keine echte Wende

Nach der Pause machte Wallsee dort weiter, wo es vor dem Seitenwechsel aufgehört hatte. Palme sprach von einem „super Start“ in die zweite Halbzeit und meinte damit vor allem die Konsequenz, mit der seine Mannschaft wieder aus der Kabine kam. Zunächst scheiterte Thomas Fehringer nach einem Stanglpass von Kevin Huber noch am Torwart, doch wenig später saß der nächste Angriff. Johann Muttenthaler erkämpfte den Ball in der gegnerischen Hälfte, rund zwanzig Meter vor dem Tor, Huber bekam das Zuspiel und schob überlegt zum 2:0 ein. Dass Simon Falta beim Stand von 2:0 einen Elfmeter vergab, tat dem starken Auftritt aus Sicht des Trainers keinen Abbruch. „Er lässt den Kopf nicht hängen, symbolisch für die ganze Mannschaft“, sagte Palme und hob damit auch die Reaktion seines Offensivspielers hervor. Das 3:0 durch Simon Falta war für ihn schließlich eine „Weltklasse-Einzelleistung“, nachdem Wallsee erneut hoch den Ball gewonnen hatte und Falta konsequent abschloss. Erst das 3:1 durch Max Bauer in der 80. Minute brachte noch einen kleinen Makel in eine bis dahin sehr klare Vorstellung. Palme störte dabei weniger das Ergebnis als die Schlussphase selbst: „Ich wollte eigentlich noch Fußball spielen, weiter Chancen kreieren und Tore schießen. Die Mannschaft ist aber nicht mehr rausgekommen.“ Trotzdem, so sein Fazit, habe Wallsee die Partie danach „clever über die Zeit gespielt“.

Neuer Ansatz in der Aufstellung und ein Plan, der voll aufgeht

Der Wallsee-Trainer erklärte den Heimsieg nicht nur mit den drei Toren, sondern vor allem mit einem Plan, der aus seiner Sicht in fast allen Punkten aufging. „Ich habe genau gewusst, wie sie spielen und welche Position welcher Spieler einnimmt“, sagte Palme und machte damit klar, dass er sich auf den Gegner sehr konkret vorbereitet hatte. Er habe mit der Aufstellung etwas Neues probiert und sei überzeugt, den gegnerischen Trainer damit überrascht zu haben. Ebenso klar war für ihn aber auch, wo bei Pöchlarn die Stärken liegen. Andre Zauchinger, Mahmut Harmanci und Richard Frank nannte Palme ausdrücklich als jene Spieler, die man im Offensivspiel im Auge behalten musste. Dass Wallsee diese Gefahren weitgehend in den Griff bekam, wertete der Trainer deshalb besonders hoch. „Unsere Defensivarbeit und generell die Mannschaftsleistung waren überragend“, sagte er. Dazu kamen aus seiner Sicht auch gute Impulse von der Bank. Palme sprach von „Game Changern“, die hereinkamen, und lobte eine geschlossene Leistung „von vorne bis hinten“, mit der sich seine Mannschaft diesen Sieg verdient habe.

„Absolut zufriedenstellend“ – Wallsee will an diesen Auftritt anknüpfen

Entsprechend deutlich fiel am Ende auch das Gesamturteil des Trainers aus. Auf die Frage, was bei seiner Mannschaft besonders gut funktioniert habe, antwortete Palme knapp und eindeutig: „Alles. Der Matchplan ist aufgegangen.“ Wallsee habe viele Abläufe genau so auf den Platz gebracht, wie sie unter der Woche trainiert und in der Besprechung vorbereitet worden seien. Der einzige kleine Schönheitsfehler blieb aus seiner Sicht das Gegentor, weil man eigentlich „zu null spielen“ wollte. Am Gesamteindruck änderte das aber nichts mehr. Palme sprach von der „besten Leistung in dieser Herbstmeisterschaft bis jetzt“ und davon, dass es nun darum gehe, in den letzten beiden Runden genau dort weiterzumachen. Auch rund um die Partie selbst sah er keinen Anlass für Nebenthemen. Mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte sich der Wallsee-Coach ausdrücklich zufrieden und betonte, dass es „nichts zum Diskutieren gegeben“ habe. So blieb nach einem klaren 3:1 gegen eine Mannschaft aus der Spitzengruppe vor allem ein Eindruck hängen, den der Trainer mehrfach unterstrich: Es war für ihn ein rundum gelungener Nachmittag und ein Auftritt, auf den seine Mannschaft aufbauen kann. Heute wird gefeiert und ab morgen wird das nächste Spiel vorbereitet.

2. Klasse Mostviertel: Wallsee : Pöchlarn-Golling - 3:1 (1:0)

  • 80
    Max Bauer 3:1
  • 70
    Simon Falta 3:0
  • 50
    Kevin Huber 2:0
  • 34
    Thomas Fehringer 1:0