In der 2. Klasse Ost-Mitte treibt Patrik Böhm als Obmann des SC Ebergassing die sportliche und strukturelle Weiterentwicklung mit großer Energie voran. Nach einer durchwachsenen Hinrunde, in der seine Mannschaft gegen ASV Hinterbrühl ein Remis holte und sich unter anderem FC Laxenburg, SC Münchendorf, Perchtoldsdorf II sowie SC Achau geschlagen geben musste, bleibt Böhm dennoch zuversichtlich. Die Rückrunde soll mit neuen Kräften, gefestigten Strukturen und einem klaren Fokus auf die Jugendarbeit Aufwind bringen. Im Umfeld und in der Nachwuchsarbeit sieht er großes Potenzial – auch wenn Verletzungen wie jene von Stürmer Stefan Böhm die Mannschaft zuletzt geschwächt haben.

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Die Bilanz des SC Ebergassing aus den letzten fünf Ligaspielen spiegelt den schwierigen Herbst wider: ein Unentschieden gegen ASV Hinterbrühl sowie vier Niederlagen gegen Laxenburg, Münchendorf, Perchtoldsdorf II und Achau. Dennoch betont Patrik Böhm: „Wir sind im Großen und Ganzen mit der Vereinsentwicklung sehr zufrieden.“
Trotz Rückschlägen habe das Team über weite Phasen großen Ehrgeiz gezeigt, sei jedoch von Verletzungsproblemen und Personalengpässen gebremst worden. Das langwierige Fehlen von Routinier Stefan Böhm, der sich in der Partie gegen Laxenburg verletzte, stellte eine klare Schwächung dar. Böhm sprach von einer „schmerzhaften Verletzung durch Fremdverschulden“, die das Team sportlich wie emotional getroffen habe.
Um den Kader in der Winterpause zu verbreitern, setzte die Vereinsführung gezielte Schritte: Mehrere Neuzugänge wie Manuel König, Paul Bruckner, Dominik Hutter, Marcel Bily, Jakob Stampfer und Wilhelm Zillinger sorgen für frische Konkurrenz und zusätzliche Optionen. Den Verein verlassen hat hingegen Kevin Steiner-Kafka, der sich für ein halbes Jahr einem anderen Klub anschloss. „Wir haben gute Verpflichtungen in der Wintertransferzeit absolvieren können“, erklärte Böhm zufrieden.
Seit Montag steht die Mannschaft wieder im Trainingsbetrieb und bereitet sich mit hoher Beteiligung auf das erste Testspiel am Wochenende vor. Besonders erfreulich: „Im Verein ist gute Stimmung – in Kampfmannschaft und Reserve“, fasste Böhm die positive Atmosphäre zusammen.
Ein zentraler Punkt in Böhms Aussagen ist der außergewöhnliche Zusammenhalt im Verein. Besonders hebt er Obmann-Stellvertreter Sebastian Schulak hervor, der sich „mit vollem Herz und Seele“ in allen Bereichen engagiere – auf dem Spielfeld, im Vorstand, im Marketing und in den sozialen Medien. Unterstützt wird er dabei von seinem Bruder Dominik Schulak und Marcel Teuschl. Auch sportlich lobt Böhm das Trainer-Team Michael Gaderer und Stefan Böhm, die sich laut ihm „Woche für Woche Gedanken machen und das Beste rausholen“.
Unter der Leitung des engagierten Jugendtrainers Alexander Frey läuft zudem die Nachwuchsarbeit hervorragend: „Wir haben immer wieder neue Kinderanmeldungen, sind bei Turnieren dabei“, berichtete Böhm stolz. Für die kommenden Jahre setzt er auf nachhaltige Entwicklung – sportlich wie infrastrukturell. Dringend angegangen werden muss die Sanierung des Flutlichts, das derzeit Probleme bereitet.
Unterstützung kommt dabei von der Gemeinde Ebergassing. „Mein Ziel ist, den Verein auf finanziell gesunde Beine zu stellen und viel Fokus in die Jugend zu legen“, sagte Böhm mit Blick auf die Zukunft. Trotz aller Baustellen überwiegt im Klub der Optimismus – getragen von Engagement, lokaler Verbundenheit und einer Mannschaft, die in die Rückrunde voller Zuversicht startet.