In der 2. Klasse Ost-Mitte feierte der SC Achau gegen den SC Moosbrunn einen späten, aber klaren 4:0-Heimsieg. Nach torloser erster Hälfte lösten Geduld, eine Umstellung auf zwei Stürmer und frische Kräfte den Knoten. Trainer Helmut Vogel sprach von einer zähen Anfangsphase, lobte danach die Mannschaft – und die Joker. „Wir haben ab der 70. umgestellt – das war entscheidend“, bilanzierte der Achauser Coach nach dem Dreier.

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Die Partie begann aus Achauser Sicht schleppend. Helmut Vogel nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir haben uns in der ersten Halbzeit vom Gegner irritieren lassen und wenig Tempo gemacht. Über lange Zeit haben wir uns dem Gegner angepasst.“ Moosbrunn stand sehr tief, Achau fand kaum Lücken – folgerichtig ging es mit 0:0 in die Pause. Auch nach Wiederbeginn blieb Geduld gefragt, ehe die Hausherren in Minute 70 den Dosenöffner fanden: Jonas Notbauer brach das Bollwerk und stellte auf 1:0. Mit der Führung im Rücken legte der Leader gnadenlos nach: Fabian Stangl erhöhte in der 78., nur zwei Minuten später traf Chinagorom Daniel Orji zum 3:0, und praktisch im nächsten Angriff (81.) fixierte Notbauer mit seinem zweiten Treffer den 4:0-Endstand. Aus einem zähen Geduldsspiel wurde binnen elf Minuten ein deutlicher Heimsieg.
Als Wendepunkt nannte Vogel ohne Zögern die taktische Korrektur: „Wir wussten, dass wir Geduld brauchen. Wir haben es zu Beginn nicht geschafft, den Gegner unter Druck zu setzen und haben dann ab der 70. Minute von zwei Sechsern auf zwei Stürmer umgestellt. Das war für uns entscheidend.“ Mit mehr Personal vorne erhöhte Achau spürbar den Druck – und die Einwechselspieler taten ihr Übriges. „Ab der 60., 65. Minute war es eine sehr gute Mannschaftsleistung. Ein großes Kompliment an die Wechselspieler, die wirklich noch einmal für frischen Wind gesorgt haben“, so der Coach. Auch zum Gegner fand er klare Worte: „Moosbrunn ist sehr tief gestanden. Das hatten wir erwartet, und anfangs hatten wir Probleme, da durchzukommen.“ Ein Nebenthema blieb die Leitung: „Dem Schiedsrichter kann man keinen Vorwurf machen. Er hatte das Spiel gut im Griff.“
Mit dem 4:0 behauptet Achau nach 14 Runden Platz eins und nimmt das nächste Highlight im Titelrennen ins Visier. In der Tabelle liegt Brunn/Geb. II nur einen Zähler dahinter, daraus wird – wie Vogel es formuliert – „erster gegen zweiten“. Der Trainer blickt realistisch auf die Aufgabe: „Jetzt kommt Brunn, das wird ohnehin schwer genug zu bestehen.“ Gleichzeitig weiß er, woran weiter gearbeitet wird: „Wir müssen offensiv mehr Druck ausüben – gegen tief stehende Gegner ist es schwer.“ Erschwerend kommt laut Vogel die Personallage dazu: „Mir fehlen wieder vier wichtige Spieler.“ Umso größer war die Erleichterung über den Pflichtsieg gegen Moosbrunn: „Für uns war wichtig, drei Punkte einzufahren – das war das Wichtigste an diesem Abend.“