In der 2. Klasse Ost-Mitte setzte sich der SC Brunn/Geb. II beim SC Ebergassing mit 0:1 durch. Das Goldtor fiel in Minute 75, Torschütze: Maximilian Loibnegger. Brunn tat sich auf schwierigem Untergrund lange schwer, blieb aber dran. Trainer Armin Gutsch sprach von einem zerfahrenen Spiel, bei dem man "eigentlich nicht als Sieger vom Platz gehen darf" , lobte jedoch die Moral seiner Mannschaft und freute sich über die Reaktion: "Wir haben uns nicht aufgegeben und die drei Punkte mitgenommen."

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Es war von Beginn weg das erwartete Geduldspiel, in dem beide Teams mit den Bedingungen zu kämpfen hatten. "Es war ein sehr zerfahrenes Spiel von beiden Seiten", sagte Armin Gutsch und nannte die Ursache gleich beim Namen: "Der Platz war leider nicht sehr gut. Wir konnten unser Spiel nicht wirklich aufziehen." Vieles blieb Stückwerk, viele Ansätze versandeten. Ebergassing stand tief, Brunn suchte den Weg in die Tiefe, fand aber selten Tempo in die Aktionen. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Pause, auch weil beide Seiten kaum zwingende Momente herausarbeiteten. Gutsch blieb ehrlich in seiner Einordnung: "Eigentlich hätte sich das Spiel keinen Sieger verdient gehabt. In der Quantität war der SC Ebergassing hinsichtlich Torchancen zwingender. Nichtsdestotrotz haben wir unseren einen Lucky-Punch genutzt und nehmen die drei Punkte mit."
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nur langsam, doch mit der Zeit rückte die Zielstrebigkeit der Gäste stärker in den Vordergrund. In der 75. Minute nutzte Brunn einen dieser seltenen klaren Momente: Maximilian Loibnegger traf zum 0:1. Der Coach ordnete den Knackpunkt klar ein: "Geiles Gegenpressing, top Steckpass auf Maxi und der haut ihn rein. Freut mich persönlich sehr für ihn, dass er seine kleine Torsperre gebrochen. Er ist unfassbar wichtig für uns." Entscheidend war für ihn, dass seine Elf dranblieb: "Trotz aller Umstände haben wir uns erneut nicht aufgegeben, nicht verzagt und wieder Moral bewiesen"
Inhaltlich drehte sich bei Gutsch vieles um Haltung und darum, sie zu bewahren. "Die Moral ist herauszustreichen, wieder aufs Neue", sagte der Trainer und blieb bei seiner Linie: "Wir geben uns nicht auf. Gegen tiefstehende Gegner auf einem Untergrund, der uns nicht liegt, glauben wir immer daran, dass wir noch diese eine Chance bekommen." Den Beleg dafür sah er in den vergangenen Wochen: "Gegen Laxenburg sind wir auch einen Rückstand nachgelaufen, das war letzte Woche gegen Münchendorf sehr spät so, heute ein bisschen früher. Darauf könnt ich gerne verzichten, aber es funktioniert." Vor allem aber wollte er den Zusammenhalt betonen: "Der Teamspirit in der Truppe ist einzigartig. Jeder stellt sein persönliches Ego für die Gruppe in der Hintergrund".
Respekt gab es vom Brunner Trainer für den Gegner: "Wir haben gewusst, worauf wir uns einstellen müssen. Ebergassing ist ein guter Gegner, hat uns im Hinspiel sehr gefordert. Uns war bewusst, dass es ein hartes Stück Arbeit wird." Umso größer die Erleichterung nach der Nullnummer hinten und dem knappen Auswärtssieg: "Umso glücklicher sind wir, dass wir zu null gespielt haben und die drei Punkte mitgenommen haben." In der Tabelle nach Runde 14 bleibt Brunn mit 29 Punkten oben voll dabei, einen Zähler hinter Achau und punktgleich mit Mitterndorf. Nächsten Freitag kommt es zum direkten Duell mit Achau, die Woche drauf geht es für die Brunner dann gleich Mitterndorf. Wegweisende Wochen für das Überraschungsteam der Liga.