Deutlicher Auswärtssieg in der 2. Klasse Ost-Mitte: Perchtoldsdorf II gewann beim FC Laxenburg mit 4:1. Nach einer zähen ersten Hälfte sorgten die Gäste nach dem Seitenwechsel über die Flügel für klare Verhältnisse. Trainer Thomas Fink brachte es auf den Punkt: "Wir haben nach der Pause mehr fürs Spiel getan." Entscheidend war für ihn auch, dass Laxenburg seine Grundordnung beibehielt: "Der Gegner hat die Taktik nicht geändert, und das spielte uns in die Karten."

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Start hatte es in sich – allerdings aus Sicht der Hausherren unglücklich. Bereits in Minute 3 lag Perchtoldsdorf II vorne, ein Eigentor von Leon Constantin Ciepelinski stellte auf 0:1. Danach flachte die Partie deutlich ab. Beiden Teams gelang es kaum, Tempo und Genauigkeit zusammenzubringen, viele Ansätze versandeten früh. Trainer Thomas Fink schilderte die ersten 45 Minuten schnörkellos: "In der ersten Halbzeit war das ein eher langweiliges Spiel." Laxenburg fand trotz des frühen Rückstands nicht wirklich in die Tiefe, Perchtoldsdorf kontrollierte ohne großes Risiko und wartete auf Räume. Folgerichtig blieb es beim knappen 0:1 zur Pause – ein Spielstand, der den Verlauf gut abbildete, weil Chancen auf beiden Seiten Mangelware blieben und sich die Gäste auf Stabilität konzentrierten.
Nach dem Wechsel trat Perchtoldsdorf II ganz anders auf: höher, wacher, mit klarerem Plan über außen. "Wir haben mehr Dynamik ins Spiel gebracht. Wir haben mehr über die Seiten gespielt", erklärte Fink – und genau daraus fielen die Treffer. In Minute 50 erhöhte Kevin Schuhmacher auf 0:2 und gab damit die Richtung vor. Laxenburg musste öffnen, die Gäste blieben am Drücker. In der 70. Minute legte Nicolas Dietz das 0:3 nach, fünf Minuten später schnürte Schuhmacher mit dem 0:4 seinen Doppelpack. Der FC Laxenburg stemmte sich gegen die Niederlage und kam in der 81. Minute durch Luca Krankl noch zum 1:4, mehr ließen die Gäste aber nicht zu. Perchtoldsdorf II nutzte die Räume konsequent und brachte den Auswärtssieg souverän ins Ziel.
Warum kippte die Partie nach der Pause so klar in Richtung der Gäste? Für Thomas Fink lag der Schlüssel in einer Mischung aus eigener Anpassung und gegnerischer Starrheit: "Der Gegner hat seine Taktik nicht geändert und weiterhin gegen den Ball mit einer Dreierkette gespielt, obwohl wir nur über die Seiten gekommen sind." Seine Mannschaft zog den Plan konsequent durch und wuchs dabei auch als Kollektiv. Den Teamgeist in der zweiten Halbzeit lobte Fink kurz und prägnant – die Einheit auf dem Platz sei spürbar gewesen. Ganz zufrieden war er aber nicht: "Luft nach oben in der Chancenverwertung." Kritisch sah Fink den Auftritt des Gegners ("spielerisch schwach und taktisch schlecht eingestellt").
Mit dem 4:1 in Runde 17 nimmt Perchtoldsdorf II drei wichtige Zähler mit und festigt laut aktueller Tabelle mit 26 Punkten Rang sechs – dicht vor Laxenburg, das bei 23 Punkten auf Platz acht hält. Der Auswärtsauftritt passte zum Bild der zweiten Hälfte: aktiv, zielstrebig und mit klarer Idee über die Flügel. Für die kommenden Wochen liegt der Auftrag auf der Hand: die verbesserte Spielanlage nach dem Wechsel mit besserer Effizienz zu verbinden. Fink brachte den Unterschied des Tages noch einmal auf den Punkt: "Wir haben nach der Pause mehr fürs Spiel getan – das war der Schlüssel." Für Laxenburg bleibt der Ehrentreffer ein kleiner Trost nach einem gebrauchten Sonntag.