Spielberichte

„Die Kampfmannschaft kostet nur Geld“ – Polacsek freut sich über Münchendorfs 1:0, mahnt aber mehr Unterstützung

SC Münchendorf

In der 2. Klasse Ost-Mitte hat der SC Münchendorf die Saison mit einem 1:0 gegen SV Mitterndorf beschlossen – ein enger Abschluss, der Rang vier absichert. Obmann Andreas Polacsek sprach danach offen über das Auf und Ab der vergangenen Wochen, die starke Team-Mentalität und die finanziellen Hürden im Unterhaus. „Aktuell ist die Stimmung sehr gut – wir haben gerade 1:0 gewonnen“, sagte er, betonte aber zugleich: Der Klub trägt viel für die Jugend, wünscht sich dafür mehr Rückhalt und will den eingeschlagenen Weg gemeinsam weitergehen.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Arbeitssieg zum Ausklang – Platz vier bestätigt

Sportlich war der Schlusspunkt klar: Münchendorf setzte sich mit 1:0 gegen den Tabellendritten SV Mitterndorf durch und hielt damit Platz vier. Laut Tabelle stehen am Ende 38 Zähler zu Buche, punktgleich mit der SVg Guntramsdorf – ein ordentliches Finish nach intensiven Wochen. Die Erleichterung war im Klub spürbar. „Aktuell sehr gut, weil wir gerade 1:0 gegen Mitterndorf gewonnen haben. Sehr gut im Moment“, schilderte Obmann Andreas Polacsek kurz nach Abpfiff. Dass der Sieg nicht aus dem Nichts kam, zeigte sich über weite Strecken der Saison: Münchendorf blieb stabil und belohnte sich diesmal. Gerade gegen einen Top-3-Gegner zeigte die Mannschaft den nötigen Zusammenhalt, den Polacsek immer wieder hervorhebt, und holte sich den knappen, aber verdienten Dreier zum Abschluss.

„Ständiges Auf und Ab“ – ein spätes 1:3 als schmerzhafte Lehrstunde

Die Rückschau des Obmanns fällt ehrlich aus. „Es war ein ständiges Auf und Ab“, sagt Polacsek – und nennt ein Beispiel, das intern noch nachhallte: „Wir haben gegen Brunn in der 86. Minute noch 1:0 geführt und dann 3:1 verloren.“ Solche Partien fressen an der Substanz, vor allem wenn vorher alles in der Spur wirkt. Gleichzeitig zeigen sie, wie schmal der Grat in dieser Liga ist. Münchendorf bewegte sich im Saisonverlauf regelmäßig im Vorderfeld, war zwischenzeitlich sogar auf Platz eins, und blieb dennoch gefordert, Rückschläge schnell abzuschütteln. Der 1:0-Sieg jetzt steht auch für diese Reaktion: ruhig bleiben, kompakt arbeiten, das Spiel kontrollieren, wenn’s nötig ist – und die Punkte festhalten. „Man lernt nie aus“, sagt Polacsek, „auch nach so vielen Jahren.“

„Die Kampfmannschaft kostet nur Geld“ – Polacsek über Finanzen und Jugendarbeit

Abseits des Rasens wählt der Obmann deutliche Worte. „Grundsätzlich haben wir – wie viele – ein Problem, das Ganze zu finanzieren“, erklärt Polacsek. „Die Kampfmannschaft kostet nur Geld. In der zweiten Klasse wird für Spieler so viel ausgegeben – jeder, der ein bissl was kann, bekommt schon etwas.“ Er betont, dass es Münchendorf nicht bloß um die Kampfmannschaft geht: „Wir machen das, damit wir Kinder von der Straße an den Fußballplatz holen. Wir haben Schüler- und Jugendmannschaften, wir betreuen sogar Kindergartenkinder am Platz – und das wird viel zu wenig honoriert.“ Aus seiner Sicht braucht es mehr Unterstützung der Gemeinde, damit diese Arbeit nachhaltig abgesichert ist. „Für jeden Verein sollte ein bissl mehr kommen“, sagt Polacsek.

Zusammenhalt statt Umbruch – kleiner Kader, klare Haltung, Blick auf den Winter

Sportlich will der Verein den eingeschlagenen Kurs halten. „Es wird keine großen Veränderungen geben – wir schauen, dass wir das zusammenhalten, weil der Zusammenhalt nicht schlecht ist“, so Polacsek. Verletzte? „Nein, eigentlich nicht.“ Einzelne herausheben will er nicht: „Ich kann nur der ganzen Mannschaft ein Lob aussprechen. Die Kameradschaft passt, sonst spielst du nicht vorne mit.“ Für den Winter kündigt er behutsam an: „Es wird irgendwas passieren, aber erst wahrscheinlich im Winter. Momentan lassen wir alles beisammen.“ Und ein Liga-Thema spricht er klar an: die Unberechenbarkeit mancher Gegner mit zweiter Mannschaft. „Die sind schwer einzuschätzen – wenn von der Ersten zwei, drei runterkommen, schaut das Spiel ganz anders aus.“ Münchendorf hält dagegen mit einfacher Formel: geschlossen bleiben, weiterarbeiten – und Erfolge wie das 1:0 mitnehmen.