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„Das Ziel Mittelfeld haben wir klar verfehlt“ – ASV Hinterbrühl zieht eine ehrliche Saisonbilanz

ASV Hinterbrühl

Der ASV Hinterbrühl hat die Saison in der 2. Klasse Ost-Mitte auf Rang elf mit 14 Punkten beendet, und Trainer Clemens Maurer spricht im Rückblick offen an, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Nach einer aus seiner Sicht noch ordentlichen Hinrunde fiel die Rückserie klar schwächer aus, das angepeilte Mittelfeld blieb außer Reichweite. Entsprechend deutlich fällt die Analyse aus, verbunden mit dem Blick nach vorne: mehr Verlässlichkeit, mehr junge Spieler und ein klarer Fokus auf die Vorbereitung.

Fußball mit Sternen-Design auf Rasen

Foto von Daniel Norin auf Unsplash

Hinrunde noch ordentlich, Rückrunde klar unter den Erwartungen

Maurer redet die vergangene Saison nicht schön, ordnet sie aber sauber ein. „Wir sind sicher hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, sagt der Trainer von ASV Hinterbrühl und macht damit gleich zu Beginn klar, dass der elfte Platz für ihn kein Ergebnis ist, mit dem man zufrieden sein kann. Dabei sei der Start in die Saison noch von viel Motivation getragen gewesen. Auch die erste Phase bewertet er nicht durchwegs negativ. „Die Hinrunde war prinzipiell okay. Auch von den Punkten war es okay, obwohl wir da mehr hätten machen können“, sagt Maurer. Gerade deshalb sei die Enttäuschung nach dem weiteren Verlauf noch größer gewesen. „Wir haben uns dann eigentlich vorgenommen, eine bessere Rückrunde zu spielen. Aufgrund von einigen Faktoren haben wir es leider nicht geschafft.“ Für ihn steht deshalb unterm Strich fest: „Das Ziel, dass wir in der Mitte mitspielen, haben wir klar verfehlt.“

Im Kader ist noch vieles offen, Mihael Nikic soll doppelt helfen

Während die sportliche Aufarbeitung also schon sehr klar klingt, ist die Personalsituation bei ASV Hinterbrühl noch nicht in allen Punkten abgeschlossen. Maurer betont, dass es bis jetzt noch keinen fixen Abgang gibt. „Fix verlassen hat uns bis jetzt eigentlich kein Spieler“, sagt er. Gleichzeitig stellt er aber auch klar, dass sich im Hintergrund schon etwas bewegt. Es gebe Gespräche in beiden Richtungen, also bei möglichen Abgängen ebenso wie bei möglichen Zugängen, konkrete Namen will der Trainer zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht nennen. „Da jetzt Namen zu nennen, ist noch zu früh“, sagt Maurer. Fix ist dagegen eine Veränderung im Trainerteam rund um die zweite Mannschaft. „Mihael Nikic wird im Sommer neu zu uns kommen“, erklärt Maurer. Er soll neuer Trainer der Reserve werden und gleichzeitig auch als Co-Trainer bei der Kampfmannschaft mithelfen. Damit verbindet der Verein nicht nur mehr Unterstützung im Alltag, sondern auch eine engere Verbindung zwischen Reserve und Kampfmannschaft.

Mehr Trainingsbeteiligung, mehr Commitment, mehr junge Spieler

Genau dort liegt auch einer der zentralen Punkte, die Maurer für die nächsten Monate anspricht. Für ihn geht es nicht darum, einzelne Spieler herauszuheben oder einen Namen in den Vordergrund zu stellen. „Es geht eigentlich immer um die Mannschaft“, sagt der Trainer. Das Mannschaftsgefüge habe phasenweise funktioniert, trotzdem sieht er klare Bereiche, in denen ASV Hinterbrühl zulegen muss. „Wo man auf jeden Fall ansetzen kann, ist in gewissen Bereichen von Trainingsbeteiligung, Commitment und Bereitschaft dabei zu sein“, sagt Maurer. Das ist eine recht offene Beschreibung jener Themen, die aus seiner Sicht verbessert werden müssen, wenn der Verein wieder stabiler werden will. Dazu passt auch die Linie, die er für die kommende Saison vorgibt. „Wir wollen wieder mehr auf junge Spieler setzen“, sagt er. Dieser Weg soll nicht nur die Reserve stärken, sondern dem gesamten Verein neuen Schwung geben. Maurer formuliert damit keinen radikalen Umbruch, aber eine klare Richtung, wie ASV Hinterbrühl den nächsten Anlauf angehen will.

Auch bei den Verletzten gibt es Hoffnung, der Blick geht schon in die Vorbereitung

Ein weiterer Punkt, den Maurer im Rückblick anspricht, betrifft die personelle Belastung während der Saison. „Angeschlagene Spieler gab es einige“, sagt er. Für die kommenden Wochen klingt das aber deutlich positiver. „Die sind aber alle wieder am Weg zurück“, erklärt der Trainer. Seine Hoffnung ist, dass die Spieler „im Laufe der Vorbereitung wieder ins Training einsteigen können“. Auch der Blick auf die Liga fällt nüchtern aus. Maurer sagt, dass ihn „die letzten Runden von SC Achau“ beeindruckt haben und der Meistertitel seiner Meinung nach verdient war. Außerdem hebt er SC Brunn/Geb. II hervor, dessen Weg für ihn so nicht unbedingt zu erwarten war und umso bedauerlicher, dass es für diese Mannschaft nicht weitergeht. Für ASV Hinterbrühl ist damit die Richtung klar: Die Saison ist sauber eingeordnet, die Schwächen sind benannt, und vor dem Sommer soll nun die Basis für einen besseren nächsten Anlauf gelegt werden.