In der 2. Klasse Ost-Mitte hat FSV Velm gegen Perchtoldsdorf II einen 0:1-Pausenrückstand noch in einen 2:1-Heimsieg gedreht. Trainer Alexander Stiglitz sah zunächst eine starke Anfangsphase seiner Mannschaft, dann aber einen klaren Bruch im Spiel. Ausschlaggebend war für ihn der Ausgleich, weil damit "der Glaube wieder mehr da war", ehe Velm die Partie spät noch auf seine Seite zog.

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Velm hatte die Partie nach den Worten von Alexander Stiglitz zunächst klar im Griff. "Wir waren die ersten zwanzig Minuten sehr dominant und haben gute Chancen vorgefunden, wo wir eigentlich das 1:0 machen müssen", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Genau in dieser Phase verabsäumten es die Gastgeber also, ihren guten Start auch im Ergebnis festzuhalten. Danach änderte sich das Bild. Stiglitz sprach davon, dass seine Mannschaft nach etwa 25 bis 30 Minuten nicht mehr so dominant gewesen sei und eine Zeit lang "so gespielt hat, wie wir eigentlich nicht wollten". Perchtoldsdorf II kam aber schon davor besser hinein und ging in der 23. Minute durch Philipp Elger mit 1:0 in Führung. Mit diesem Rückstand musste Velm dann auch in die Pause.
Dass Velm nach dem Wechsel wieder zurückkam, erklärte Stiglitz vor allem mit Mentalität und damit, dass seine Mannschaft wieder näher an ihr eigenes Spiel fand. "Nach der Pause haben wir wieder zu unserem Spiel gefunden, zurückgekämpft und auch verdient gewonnen, wenn auch ein bisschen glücklich", sagte er. Der Ausgleich durch Kevin Grubmüller in der 59. Minute war für den Trainer der wichtigste Moment des Abends. "Dann war der Glaube einfach wieder mehr da, dass wir das noch gewinnen können", meinte Stiglitz. Genau dieses 1:1 veränderte aus seiner Sicht die Stimmung in der Partie. Velm blieb am Drücker, investierte weiter und konnte sich in dieser Phase vor allem auf das verlassen, was laut dem Trainer "besonders gut funktioniert" hat: "das Kämpferische, die Moral, der Wille".
Stiglitz stellte nach dem Spiel aber auch klar, dass dieser Sieg nicht gegen einen schwachen Gegner zustande kam. Perchtoldsdorf II habe eine "gute Leistung" gezeigt, sei "sehr aggressiv, sehr willig, sehr laufstark" gewesen, und vor allem der Tormann der Gäste habe einen starken Eindruck hinterlassen. Umso wichtiger war für Velm deshalb die Szene vor dem entscheidenden Treffer. Das 2:1 durch Sebastian Spanel in der 86. Minute entstand nach einem schnell abgespielten Freistoß. "Der Gegner war noch mit dem Schiedsrichter am Diskutieren, wir haben gut schnell geschaltet und das ausgenutzt, dass er kurz nicht aufgepasst hat", schilderte Stiglitz die Situation. Für Velm war das genau jener Moment, in dem Aufmerksamkeit und Reaktionstempo den Unterschied machten.
An seinem grundsätzlichen Fazit änderte der späte Sieg nichts mehr. Für ihn lag die wichtigste Erkenntnis dieser Partie darin, dass seine Mannschaft dann Probleme bekommt, wenn sie von ihrer Linie abweicht. "Wir haben gesehen, dass wir uns schwer tun, wenn wir nicht das Spiel spielen, das wir können. Wenn wir unser Spiel durchziehen, haben wir gute Chancen gegen jeden zu gewinnen", sagte Stiglitz. Der 2:1-Erfolg war damit nicht nur eine erfolgreiche Aufholjagd, sondern auch eine klare Bestätigung dafür, worauf es für Velm in den nächsten Wochen ankommen wird.