In der 2. Klasse Ost-Mitte hat die 1. SVg Guntramsdorf beim SC Münchendorf mit 6:1 gewonnen, auch wenn es lange nicht nach einem so klaren Abend aussah. Trainer Alexander Jank sah seine Mannschaft nach schwierigem Beginn erst geduldig anlaufen, ehe sie ab der 30. Minute das Kommando übernahm, die Partie noch vor der Pause drehte und danach konsequent nachlegte.

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Der Start verlief für Guntramsdorf genau so zäh, wie es Jank erwartet hatte. „Zu Beginn hat es uns Münchendorf wirklich schwer gemacht. Sie sind gut in der Defensive gestanden, wir wussten aber, dass wir Geduld brauchen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Die Gastgeber hielten in der ersten halben Stunde gut dagegen und setzten vor allem auf Umschaltmomente. Laut Jank wurde Münchendorf zunächst durch einen eher zufälligen Distanzschuss an die Latte gefährlich, während auf der anderen Seite Maximilian Loibnegger die erste große Möglichkeit für die Gäste hatte, vor dem Tor aber einen Moment zu lange zögerte. Kurz darauf wurde ein Ball von Guntramsdorf abgefangen, Münchendorf lief den Konter sauber aus und ging in der 22. Minute durch Valentin Hengst mit 1:0 in Führung. Trotz dieses Rückschlags blieb Guntramsdorf ruhig und hielt am eigenen Plan fest.
Genau in dieser Phase sah Jank die Partie kippen. „Ab der 30. Minute haben wir dann wirklich das Kommando übernommen“, erklärte er, und mit dem 1:1 „war dann Gott sei Dank der Bann gebrochen“. In der 31. Minute traf David Zimmermann zum Ausgleich, nachdem Guntramsdorf in dieser Phase immer mehr Druck aufgebaut hatte. Damit war das Spiel endgültig in eine andere Richtung gekippt. Noch vor der Pause legten die Gäste zweimal nach: Zunächst machte Valentin Feher in der 40. Minute das 2:1, danach erhöhte Michael Pegac in der 45. Minute auf 3:1. Jank sprach später von einem ganz wichtigen Abschnitt: „Ausschlaggebend waren sicher die drei Tore in der ersten Halbzeit. Damit war der Sieg geebnet.“ Nach dem Seitenwechsel musste Guntramsdorf wieder etwas warten, blieb aber am Drücker. In der 65. Minute stellte Maximilian Loibnegger auf 4:1, ehe Thomas Csobadi nach einem Zusammenspiel mit Loibnegger in der 75. Minute das 5:1 folgen ließ. Den Schlusspunkt setzte Mark Orgelmeister in der 80. Minute nach einer Aktion über die linke Seite und einem Zuspiel von Mahmut Güllü zum 6:1-Endstand.
Jank hob nach dem klaren Auswärtssieg vor allem die Ruhe seiner Mannschaft hervor. „Das größte Lob muss man meiner Mannschaft aussprechen, weil sie geduldig geblieben ist und dann eiskalt zugeschlagen hat“, sagte der Guntramsdorf-Coach. Auch die Defensive bekam von ihm ein Sonderlob, weil sie trotz des Gegentors nur wenig zugelassen habe. Dazu kam ein Mittelfeld, das für seinen Trainer „Ballbesitzfußball gespielt hat, wie man sich’s einfach wünscht“. Besonders strich Jank Thomas Csobadi heraus, der an diesem Abend mit drei Assists und einem Tor maßgeblich am Sieg beteiligt war. Auch Fatih Demir, der im Mittelfeld die Fäden zog, sowie Michael Pegac, der sich laut Jank „als Innenverteidiger endlich einmal mit einem Tor belohnt hat“, nannte er ausdrücklich. Ganz ohne Ansatzpunkte für die nächsten Wochen wollte Jank den Abend aber nicht stehen lassen. „Wir müssen den Ball noch schneller zirkulieren lassen, den Gegner mehr laufen lassen und die Spielverlagerungen schneller machen“, forderte er. Der klare Sieg war für ihn deshalb nicht nur Bestätigung, sondern auch ein Hinweis darauf, woran Guntramsdorf trotz sechs erzielter Tore weiter arbeiten will.