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„Es war ein glücklicher 1:0-Sieg“ – Gaderer nimmt Ebergassing trotz Auswärtserfolg hart in die Pflicht

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FC Laxenburg
SC Ebergassing

In der 2. Klasse Ost-Mitte hat der FC Laxenburg dem SC Ebergassing über weite Strecken das Leben schwer gemacht und sich beim 0:1 lange alle Chancen auf Zählbares offengehalten. Die Gäste nahmen die drei Punkte zwar mit, zufrieden war Trainer Michael Gaderer aber überhaupt nicht. Für ihn stand nach dem Schlusspfiff weniger der Sieg als vielmehr ein eigener Auftritt im Mittelpunkt, der ihn deutlich enttäuschte.

Nahaufnahme auf die beine zweier Spieler

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Entscheidung erst nach 70 Minuten

Bis zur Pause blieb die Partie torlos, nach 45 Minuten stand in Laxenburg ein 0:0 auf der Anzeigetafel. Schon das passte zu einem Spiel, in dem Ebergassing zwar am Ende als Sieger vom Platz ging, laut Trainer Michael Gaderer aber nie wirklich zu seiner Linie fand. Die Entscheidung fiel erst in der 70. Minute, als Manuel König das 1:0 für die Gäste erzielte. Viel Glanz wollte Gaderer dieser Szene nicht geben. „Das war nichts Besonderes“, sagte er über den Treffer, der am Ende trotzdem den Unterschied zwischen einem Punktgewinn für Laxenburg und drei Zählern für Ebergassing ausmachte.

Gaderer rechnet mit der eigenen Leistung ab

Deutlicher als beim Blick auf das Ergebnis fiel Gaderers Analyse der eigenen Mannschaft aus. Der Ebergassing-Coach machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl und begann seine Einordnung sehr klar: „Von Anfang an haben wir eigentlich ein schlechtes Auftreten gehabt.“ Für ihn fehlte vom Anpfiff weg genau das, was in solchen Spielen nötig ist. „Der Wille war nicht da, der Biss war nicht da“, sagte er, und er legte nach: „Manche Spieler haben einfach die falsche Einstellung zu dem Ganzen gehabt.“ Gaderer sprach sogar von „mitunter sicher einem der schlechtesten Auftritte meiner Mannschaft“. Dass trotzdem ein 1:0 herausschaute, änderte an seiner Bewertung nichts. „Zum Schluss nehmen wir diese drei Punkte natürlich gerne mit, aber ehrlicherweise muss ich gestehen: Es war ein glücklicher 1:0-Sieg.“

Lob für Laxenburg, kaum Licht bei Ebergassing

Bemerkenswert war auch, woran sich Gaderer nach dem Schlusspfiff zuerst festhielt. Nicht das Tor von König, nicht ein einzelner Zweikampf und auch keine bestimmte Szene waren für ihn das prägende Thema dieses Nachmittags. „Was für mich sehr prägend war, war das Auftreten meiner Mannschaft“, sagte er. Gerade das habe ihn „wirklich enttäuscht“. Entsprechend knapp fiel auch seine Antwort auf die Frage aus, was bei Ebergassing trotz des Sieges funktioniert habe: „Nicht viel.“ Auf der anderen Seite fand der Trainer für Laxenburg anerkennende Worte. Die Gastgeber hätten die Sache „relativ gut gemacht“ und „alles reingehauen, was geht“. Vor allem die Kampfleistung hob Gaderer hervor, weil Laxenburg 90 Minuten lang dagegenhielt und bis zum Ende versuchte, selbst zum Torerfolg zu kommen.

Drei Punkte ja, Zufriedenheit nein

Deshalb erklärt sich dieser Auswärtssieg aus Ebergassinger Sicht weniger über schöne Angriffe oder einen souveränen Auftritt, sondern vor allem über eine einzige gelungene Aktion in der 70. Minute und ein Ergebnis, das am Ende standhielt. An einer einzelnen Szene wollte Gaderer den Nachmittag jedenfalls nicht aufhängen. Unter dem Strich bleiben für Ebergassing drei wichtige Punkte und nun vier Zähler auf dem Konto. Gleichzeitig bleibt aber auch ein klarer Befund des Trainers stehen: Das Resultat passte, die Vorstellung seiner Mannschaft überhaupt nicht. Genau deshalb klang dieser 1:0-Erfolg am Ende eher nach Mahnung als nach einem rundum gelungenen Auswärtstag.

2. Klasse Ost-Mitte: Laxenburg : Ebergassing - 0:1 (0:0)

  • 70
    Manuel König 0:1