In der 2. Klasse Ost-Mitte hat 1. SVG Gumpoldskirchen am Freitagabend gegen FC Laxenburg mit 1:3 verloren. Für die Gäste war es nach schwierigen Wochen ein wichtiger Befreiungsschlag. Trainer Christian Gruber führte den Auswärtssieg vor allem auf den großen Zusammenhalt zurück und sah eine Partie, in der seine Mannschaft von Beginn an präsent war, den Ausgleich wegsteckte und sich am Ende doch noch klar belohnte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Christian Gruber hatte das Gefühl, dass seine Mannschaft vom Anpfiff weg gut im Spiel war, und der Verlauf der ersten Hälfte stützte diese Einschätzung. „Wir waren von Anfang an gut in der Partie drin, waren präsent, haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt und uns den Sieg über 90 Minuten erzwungen“, sagte der Laxenburg-Trainer. Schon in der 16. Minute gingen die Gäste in Führung, als Karanezi Besnik das 0:1 erzielte. Gruber hob dabei ausdrücklich die Entstehung hervor: „Das erste Tor war super ausgespielt, durch Christian Gruber, Patrick Freis und dann mit dem Abschluss von Besnik.“ Dass es mit diesem Vorsprung auch in die Pause ging, war aus Sicht der Gäste wichtig. Laxenburg hatte damit nicht nur die bessere Ausgangsposition, sondern auch den passenden Beleg dafür, dass der Start in dieses Auswärtsspiel gelungen war.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann jenen Knick, der sie aus Laxenburger Sicht noch einmal unangenehm machte. In der 62. Minute stellte Julius Leger auf 1:1, und Gruber sprach in dieser Phase von einer kurzen nervösen Stimmung. Dazu kam, dass der Trainer mit der Entstehung des Ausgleichs nicht einverstanden war. „Der Elfmeterpfiff zum 1:1 für die Heimmannschaft war aus meiner Sicht kein Elfmeter, der war zu leicht gepfiffen“, sagte er. Auch bei der Linie des Unparteiischen hätte er sich ein früheres Durchgreifen gewünscht: „Die Kartenverteilung hätte früher beginnen müssen, dann wäre das Spiel, glaube ich, auch ruhiger verlaufen.“ Entscheidend war für ihn aber, dass seine Mannschaft nach diesem Rückschlag nicht auseinanderfiel. In der 90. Minute traf Michael Slavik zum 1:2, und genau dieses Tor war für Gruber der Moment, in dem das Spiel endgültig auf die Seite der Gäste kippte: „Mit dem 2:1 durch Michael Slavik hat sich das Ganze wirklich gewendet.“ In der Nachspielzeit legte Amsel Sahtijari noch das 1:3 nach und machte den Auswärtssieg damit auch am Ergebnis klar fest.
Für Gruber lag der Schlüssel zum Auswärtssieg nicht nur in den Toren, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft als Einheit auftrat. „Der Zusammenhalt und der Kampf gegen den Ball“ seien die größte Stärke gewesen, sagte er, und führte das weiter aus: „Jeder hat alles gegeben, jeder hat gemeinsam Fußball gespielt, und es war einfach eine Teamleistung heute.“ Den Gegner erlebte er dabei „prinzipiell fair“, auch wenn es in Gumpoldskirchen wie so oft hitzig gewesen sei und die nötige Härte zu so einem Spiel dazugehöre. Gerade nach einer längeren Durststrecke hatte dieser Abend für Laxenburg daher zusätzliches Gewicht. „Ich bin einfach stolz auf die Jungs, dass sie die drei Punkte jetzt eingefahren haben“, sagte der Trainer. Ganz ohne Kritik wollte er den Sieg aber nicht stehen lassen. Vor allem nach vorne sieht er noch Luft nach oben: „Wir müssen konsequenter werden, was das Spiel Richtung gegnerisches Tor betrifft. Der letzte Ball ist einfach noch zu unkonsequent.“ Auch im Verbund müsse seine Mannschaft noch sauberer verteidigen, damit man gegen andere Gegner ähnlich anschreiben könne. Der Auftritt in Gumpoldskirchen soll deshalb nicht Endpunkt, sondern Anschub sein. Gruber formulierte den Wunsch für die nächsten Wochen klar: „Ich wünsche mir, dass die Jungs jetzt eine gewisse Motivation haben, auch die nächsten Partien positiv zu bestreiten.“