In der 2. Klasse Ost-Mitte hat FSV Velm gegen FC Laxenburg mit 3:2 gewonnen, obwohl die Gastgeber nach einer Viertelstunde in Rückstand geraten waren. Trainer Alexander Stiglitz sah den Knackpunkt in jener Phase, in der seine Mannschaft nach dem 0:1 plötzlich Tempo, Tiefe und Abschluss fand. Velm drehte die Partie vor der Pause, ließ den Gegner durch Standards aber bis zuletzt im Spiel.

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Der Beginn lief für Velm so, wie Stiglitz es beschrieben hat: zäh, gegen einen Gegner, der die Räume eng machte. „Laxenburg hat die Räume sehr eng gemacht und gut verschoben. Wir waren im Spiel ein bisschen zu langsam und zu behäbig“, sagte der Velm-Trainer. Dazu kam in der 15. Minute der Rückstand, als Lukas Krippner für die Gäste zum 0:1 traf. Stiglitz sprach dabei von einem Standard „von der Mittellinie“, bei dem seine Mannschaft „ein bisschen schlafmützig“ gewesen sei. Genau dieser Rückstand änderte aber den Ton der Partie. Ab der 28. Minute glich Serkan Ciftci aus, Andreas Riedl legte in der 33. Minute das 2:1 nach und stellte nur vier Minuten später auch auf 3:1. Kurz vor der Pause brachte ein Eigentor von Christoph Schiller Laxenburg noch einmal auf 3:2 heran, damit stand schon zur Halbzeit der Endstand fest.
Entscheidend war für Stiglitz nicht nur die Zahl der Tore, sondern vor allem die Art, wie sie zustande kamen. „Es waren die Momente zwischen dem 0:1 und dem 3:1, wo wir zehn bis 15 Minuten das abgerufen haben, was wir können und sehr kaltschnäuzig waren“, sagte er. Velm kam laut seinem Trainer immer wieder über Ballgewinne oder gute Kombinationen in diese starke Phase hinein. „Wir haben dann schnell in die Tiefe gespielt, den direkten Weg zum Tor und den Abschluss gesucht“, erklärte Stiglitz. Dazu kam aus seiner Sicht ein Vorteil, der am Ende den Ausschlag gab: „Die entscheidende Qualität war sicher die individuelle Klasse der einzelnen Spieler.“ Gleichzeitig wollte er den Sieg nicht zu glatt lesen. Velm habe noch Chancen auf „drei, vier weitere Tore“ gehabt, und genau darin steckt für ihn auch die Aufgabe für die nächsten Wochen, weil die guten Minuten zwar klar da waren, aber nicht durchgehend über die ganze Partie.
Dass es trotzdem bis zum Schlusspfiff eng blieb, erklärte Stiglitz vor allem mit der Arbeit des Gegners. „Sie haben defensiv sehr gut verschoben, haben es uns nicht leicht gemacht und die Räume sehr eng gemacht“, sagte er über Laxenburg. Besonders bei ruhenden Bällen sah er die Gäste stark: „Bei Offensivstandards waren sie sehr stark und eigentlich immer gefährlich.“ Aus seiner Sicht fielen auch beide Gegentreffer nach solchen Situationen. Nach dem Seitenwechsel kam kein weiteres Tor mehr dazu, Velm brachte das 3:2 also ins Ziel. Stiglitz verband den Heimsieg deshalb gleich mit einem klaren Auftrag an seine Mannschaft: „Besonders gut war, dass wir zwischen der 20. und 40. Minute sehr aktiv waren. Daran arbeiten müssen wir, dass wir diese Schwächephasen im Spiel abstellen.“ Deutlich fiel auch seine Kritik an der Leistung des Schiedsrichters aus, die er als „wirklich nicht gut“ bezeichnete. In der 90. Minute gab es dann noch eine Rote Karte gegen Trainer Alexander Stiglitz, am Ergebnis änderte das aber nichts mehr.