In der 2. Klasse Ost-Mitte hat ASV Hinterbrühl am Sonntag zu Hause gegen SC Moosbrunn mit 1:2 verloren. Für Trainer Clemens Maurer war es eine Niederlage, die weniger mit fehlendem Ballbesitz als mit fehlender Durchschlagskraft zu tun hatte. Hinterbrühl bestimmte nach seiner Einschätzung vieles, wurde im letzten Drittel aber kaum zwingend und ließ den Gästen mit zwei Treffern von Adam Polaneczky alle drei Punkte.

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Die Niederlage war aus Hinterbrühler Sicht vor allem deshalb bitter, weil Maurer seine Mannschaft lange am Ball sah. „Wir hatten sicher mehr Ballbesitz als der Gegner und haben das Spiel prinzipiell bestimmt, aber in Räumen, in denen es nicht gefährlich wurde“, sagte der Trainer. Genau dort lag für ihn das Grundproblem dieser Partie. Hinterbrühl kam nach vorne zu selten sauber durch, im letzten Drittel fehlten „die Genauigkeit“ und „die Ideen“. Moosbrunn stand nach Maurers Einschätzung kompakt in der eigenen Hälfte, machte die Räume eng und wartete auf seine Momente. Einer davon kam noch vor der Pause: In der 42. Minute verlor der ASV im Zentrum den Ball, die Gäste setzten über die Seite nach, spielten dann durch die Mitte und Adam Polaneczky brachte Moosbrunn mit dem 0:1 in Führung.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Hinterbrühl laut Maurer, „einfach noch einmal was zu ändern, noch einmal mehr zu machen“. Der Ausgleich fiel dann tatsächlich in einer Phase, in der die Gastgeber noch einmal Hoffnung schöpften. Fabio Zaunstöck traf in der 68. Minute nach einem direkten Freistoß, der noch abgefälscht wurde, zum 1:1. „Da war kurz die Phase, wo ich dachte: Da können wir das Spiel vielleicht drehen“, sagte Maurer. Diese Wende blieb aber aus. Auch wenn der Trainer keinen einzelnen Knackpunkt über die gesamte Partie stellen wollte, wurde das späte 1:2 in der 89. Minute natürlich zum entscheidenden Treffer. Wieder war es eine Standardsituation für Moosbrunn, diesmal ein Freistoß von der Seite. Der Ball rollte durch den Strafraum, Polaneczky stand am Fünfmeterraum frei und traf zum zweiten Mal an diesem Nachmittag.
Nach dem Abpfiff machte Maurer keinen großen Bogen um die Ursachen der Niederlage. „Das Spiel nach vorne hat nicht funktioniert. Zu wenig Kombinationsfußball, zu wenig Laufbereitschaft, zu wenig Einsatz“, hielt der Hinterbrühl-Coach fest. Damit beschrieb er nicht nur die fehlende Durchschlagskraft, sondern auch die Punkte, in denen er Moosbrunn vorne sah. „Sie sind kompakt in ihrer Hälfte gestanden, haben das Spielfeld eng gemacht, waren in den Zweikämpfen stärker und viel näher an den Gegenspielern“, sagte Maurer. Dass der Schiedsrichter bei der Niederlage keine Rolle spielte, stellte er ebenfalls klar: „Die Schiedsrichterleistung war solide. Es gab keine strittige Szene.“ Für Hinterbrühl bleibt damit vor allem die Aufgabe, aus viel Ballbesitz wieder mehr Wucht zu machen. Denn aus Sicht des Trainers ist genau das der bittere Kern dieses Nachmittags: „Aus unserer Sicht hätten wir das Spiel nie verlieren dürfen.“