In der 15. Runde der 2. Klasse Ost blickt Mustafa Eser, Sportlicher Leiter des SC Margarethen/M., nach einem intensiven Auswärtsspiel beim ASK Schwadorf 1936 auf eine kampfbetonte Partie mit vielen Aktionen zurück. Früh führte sein Team mit 2:0, doch vergebene Großchancen, ein psychologischer Knick und ein taktischer Kniff der Gastgeber ließen die Begegnung kippen. Trotz der 2:6-Niederlage überwiegt bei Eser der Glaube an den Zusammenhalt.

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„Es war kampfbetont und offen, mit vielen Aktionen. Wir waren tapfer und überraschend 2:0 vorne. Was wir trainiert haben, haben wir in den ersten 30 Minuten gezeigt – am Ende hat es aber nicht gereicht“, fasste Eser den Auftakt zusammen. Ibrahim Adalar traf in der 19. Minute zum 1:0 und legte in der 30. Minute das 2:0 nach. Zwischen der 30. und 35. Minute bot sich sogar die große Chance auf das 3:0, doch sie blieb ungenutzt – und danach verlor Margarethen/M. den Zugriff. „Wir gingen leider mit 2:2 in die Pause“, so Eser.
Aus Margarethener Sicht brachte eine ruhende Szene den Gegner zurück: „Bei Standards waren wir diese Woche nicht gut. Das 2:1 haben wir nach einem Eckball kassiert.“ Thomas Kostic verkürzte in der 41. Minute auf 2:1, Pedro Lucas Pinheiro Teixeira glich in der 45. Minute zum 2:2 aus. Eser ordnete diese Phase so ein: „Bis etwa zur 40. Minute waren wir das spielbestimmende Team. Mit dem 2:1 haben wir – psychologisch betrachtet – die Kontrolle verloren.“
Nach dem Seitenwechsel übernahm Schwadorf das Kommando. Aus Esers Sicht wirkte ein Flügelwechsel beim Gegner wie ein Hebel: diagonale Zuspiele, weniger Zugriff für seine Mannschaft. Der Verlauf bestätigte das: Martin Bauer stellte in der 50. Minute auf 2:3, Dominic Hiller erhöhte in der 68. Minute auf 2:4, Kostic legte in der 70. Minute das 2:5 nach, und Goran Jevremovic setzte in der 82. Minute mit dem 2:6 den Schlusspunkt – Endstand 2:6 aus Sicht des SC Margarethen/M. Zur Spielleitung meinte Eser: „Den Schiedsrichter kann man nur loben. Er war solide, auch wenn aus meiner Sicht zwei Gegentore im Abseits waren – in dieser Spielklasse kann man nicht alles sehen.“ Für die kommenden Einheiten setzt er klare Akzente: „Wir werden weiter hart arbeiten. Wichtig ist, dass wir die mentale Stabilität verbessern und unsere Fitness sowie körperliche Stabilität weiterentwickeln.“ Seine Grundhaltung bleibt positiv: „Ich glaube an diese Mannschaft. Einer für alle, alle für einen. Wir haben eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft – wir sind wie eine Familie. Ich sehe nur helles Licht am Ende des Tunnels.“