Emotionen, Entschlossenheit und eine späte Belohnung prägten das Duell in der 2. Klasse Ost zwischen SC Au/Leithagebirge und SC Edelstal. Jürgen Ethofer ordnete das 3:3 als leistungsgerecht ein, hob jedoch vor allem den Charakter seiner Mannschaft hervor, die nach einem 1:3-Rückstand zurückkam. Seine Analyse: mehr Ballbesitz bei Edelstal, ständige Kontergefahr bei Au – Kleinigkeiten hätten die Partie in beide Richtungen kippen lassen.

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Die Partie nahm früh Fahrt auf – mit Chancen auf beiden Seiten. Au kam mit Tempo ins Spiel und stellte durch Bosko Marinkovic in der 5. Minute auf 0:1. Edelstal fand die passende Antwort: Martin Polnis glich in Minute 26 zum 1:1 aus – ein Spielstand, der bis zur Pause Bestand hatte. Ethofers Zwischenfazit fiel ausgewogen aus: Beide Teams hatten genügend Möglichkeiten, im Prinzip hätte jeder das Spiel für sich entscheiden können. Au blieb im Umschalten stets gefährlich, Edelstal hatte mehr vom Ball.
Direkt nach Wiederbeginn geriet Edelstal erneut in Rückstand. Zum 1:2 sagte Ethofer sinngemäß: Man habe es am Sechzehner nicht geschafft, den Ball zu erobern – dann ein präziser Schuss ins Eck. Dieses Bild passt zum Treffer von Aleksandar Stankovic in Minute 48. Als Milos Stankovic in der 61. Minute auf 1:3 stellte, schien die Partie zu entgleiten – begünstigt durch das, was der Coach als größte Stärke des Gegners identifizierte: Au spielte die Konter immer wieder konsequent aus. Über die Spielkontrolle sagte er indes: Edelstal habe über weite Strecken mehr vom Spiel gehabt, doch die Umschaltsituationen der Gastgeber blieben stets brandgefährlich.
Edelstal schüttelte sich – und kam entschlossen zurück. In der Schlussphase verkürzte Lukas Garaj in der 80. Minute auf 2:3, ehe Imre Lesko sechs Minuten später den Ausgleich zum 3:3 herstellte. Einen Einzelnnen wollte Ethofer nicht hervorheben: „Also im Prinzip kein spezieller Spieler, sondern die Mannschaft. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt und nicht aufgegeben.“ Taktisch blieb man zugleich Selbstkritik: Man habe sich mehr vorgenommen und das nicht konsequent genug umgesetzt.