Nach einem intensiven Derby ordnete Günther Kastner die Lage ein: Seine Mannschaft trat nach der Pause abgeklärter auf, das 2:0 empfand er als verdient und dennoch blieb eine strittige Szene haften. In der 2. Klasse Ost begegnete SC Haslau/Ma. E. dem Gast zunächst auf Augenhöhe, ehe ATSV Fischamend die Kontrolle übernahm. Kastner sprach von hoher Intensität mit vielen Zweikämpfen und richtete den Blick trotz Zufriedenheit klar auf Verbesserungen.

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Kastners Bilanz spiegelte den Rhythmus des Abends: Zunächst ausgeglichen, danach mit klaren Vorteilen für Fischamend. Zur Pause stand es 0:0, ehe die Partie nach dem Seitenwechsel kippte. „Die erste Halbzeit war noch ausgeglichen, aber in der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft.“ Die Tore fielen entsprechend: In der 66. Minute brachte Florin Pop den ATSV mit einem Elfmeter in Führung, fünf Minuten später legte Michael Burdis zum 2:0 nach.
Die Partie startete mit wechselseitigen Warnschüssen. Haslau hatte in der 15 Minuten ein Kopfballchance, die knapp am langen Eck vorbeistrich. Nur drei Minuten später vergab auf der anderen Seite Florin Pop die große Möglichkeit für Fischamend, als sein Abschluss knapp über die Latte ging. Kurz vor der Pause zog Hisham El Khouli vom Sechzehner ab und verfehlte ebenso knapp. Bei ruhenden Bällen blieb Fischamend laut Kastner ohne Ertrag, während Haslau bei jeweils einem Corner pro Hälfte per Kopf gefährlich wurde – zweimal fehlten nur Zentimeter.
Besonders präsent blieb Kastner eine Szene gleich zu Beginn: Nach drei Minuten sei ein Spieler des ATSV allein aufs Tor zugelaufen, der Schiedsrichter habe jedoch auf Abseits entschieden – aus Kastners Sicht zu Unrecht, eine hundertprozentige Chance sei so verpufft. Stattdessen habe es Gelb gegeben, weil der Spieler nach dem Pfiff abschloss. Trotz der Aufregung rückte für ihn die Weiterentwicklung seiner Mannschaft in den Vordergrund: Die kämpferische Leistung stimme, an der Chancenverwertung wolle man weiter arbeiten, und defensiv gelte es stabiler zu werden. Der Gegner komme nach Kastners Empfinden in jedem Spiel zu zwei, drei klaren Möglichkeiten und das sei zu viel.