In der 2. Klasse Ost feierte der ATSV Fischamend beim SC Au/Leithagebirge einen klaren 0:4-Auswärtssieg. Der Spitzenreiter ließ von Beginn an wenig Zweifel aufkommen und legte mit dem 0:1 durch ein Eigentor von Cosmin-Stefan Turcanu (22.) den Grundstein. Nach der Pause sorgten Hisham El Khouli (56., 87.) und Lukas Kastner (62.) für klare Verhältnisse. Trainer Günther Kastner fasste die Partie so zusammen: "Wir hatten über 90 Minuten die völlige Kontrolle." Mit dem Dreier festigt Fischamend die Tabellenspitze.

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Fischamend hatte von Beginn an mehr vom Spiel, ließ den Ball laufen und zwang Au tief in die eigene Hälfte. Günther Kastner sprach von "rund 70 Prozent Ballbesitz" vor der Pause und erklärte: "Der Gegner ist in der ersten Halbzeit zu keiner einzigen Torchance gekommen." Seine Elf arbeitete sich zwei, drei gute Möglichkeiten heraus, scheiterte aber zunächst am Abschluss oder am Heimkeeper. In Minute 22 fiel dann das hochverdiente 0:1, als Au-Verteidiger Cosmin-Stefan Turcanu den Ball ins eigene Tor lenkte. Dieses Eigentor gab dem Favoriten zusätzlichen Halt. "Wir haben den Ball sehr gut laufen lassen", sagte Kastner zufrieden. Au fand weiterhin kaum Entlastung, Fischamend kontrollierte Tempo und Räume. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:1 – ein Spielstand, der das Kräfteverhältnis durchaus abbildete.
Nach Wiederbeginn meldete sich Au kurz mit einem Weitschuss aus etwa 25 Metern, der an die Außenstange klatschte – es blieb die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gastgeber. Kurz darauf kippte die Partie endgültig in Richtung Fischamend. "Wir bekommen einen klaren Elfer an Buba Conteh, den Hisham El Khouli souverän verwandelt hat – das war die Vorentscheidung", erklärte Kastner zum 0:2 in der 56. Minute. Der Trainer setzte noch nach: "Ab diesem Zeitpunkt hat nur mehr eine Mannschaft gespielt." Fischamend blieb am Drücker und legte schnell nach: Lukas Kastner erhöhte in der 62. Minute auf 0:3, ehe Hisham El Khouli kurz vor Schluss mit seinem zweiten Treffer den 0:4-Endstand besorgte (87.). Defensiv ließ der Tabellenführer weiter wenig zu, offensiv nutzte er die Räume konsequent.
Der klare Auswärtssieg war für Günther Kastner vor allem das Ergebnis einer disziplinierten Vorstellung. "Wir haben uns ganz klar an den taktischen Plan gehalten, unsere Positionen gut gehalten und die Schlüsselspieler des Gegners komplett aus dem Spiel genommen", betonte der Coach. Ganz ohne Ansatzpunkte blieb es aber nicht: "In der Offensive können wir die Bewegungsabläufe noch besser einstudieren, sonst kann man sehr zufrieden sein." Kastner sprach zudem von "zwei Elfmetern, beide mehr als berechtigt – zuerst an Buba Conteh, später an Noah Toth". Auch der Unparteiische bekam ein Extra-Lob: "Der Schiedsrichter hat sehr gut geleitet, souverän und mit Humor." Mit dem 0:4 in Au untermauert Fischamend seine Rolle an der Spitze – und will die gezeigte Kontrolle in den nächsten Wochen weiter auf den Platz bringen.