Spielberichte

Peter Reinsperger (Trainer SC Lanzendorf): "Wir waren noch schlechter"

SC Lanzendorf
ASV Petronell

In der 2. Klasse Ost setzte es für den SC Lanzendorf in Runde 21 eine klare 1:7-Heimniederlage gegen den ASV Petronell. Nach einem frühen Rückstand und kurzen besseren Minuten nach dem Anschlusstreffer brach die Partie für die Hausherren weg. Trainer Peter Reinsperger sprach offen über die Gründe: zahlreiche Ausfälle, zu viele Fehler und ein Gegner, der aus diesen Geschenken Profit schlug. „Wir waren noch schlechter“, sagte der Coach, der den Unparteiischen dennoch als unauffällig und solide wahrnahm.

Jugendliche Spieler mit Bällen

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Früher Rückschlag, kurzer Aufschwung – dann der Dämpfer

Lanzendorf erwischte keinen glücklichen Start. Trainer Peter Reinsperger schilderte eine strittige Anfangsszene aus seiner Sicht: „Der Beginn war unglücklich. Ein Angreifer von uns wurde wegen Abseits zurückgepfiffen. Im Gegenstoß war es meiner Ansicht nach Abseits des Gegners, aber es wurde nicht zurückgepfiffen – so sind wir 0:1 in Rückstand geraten.“ Dieses 0:1 fiel in Minute 15 durch Mario Sowa. Danach legten die Gäste durch Mathias Herl (24.) nach, ehe Amir Sabri kurz darauf für den Anschluss zum 1:2 (25.) sorgte. „Nach dem Anschlusstreffer war es einige Minuten ganz okay von uns“, so Reinsperger. Doch noch vor der Pause stellte Sowa mit seinem zweiten Treffer auf 1:3 (33.), mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.

Trainer-Analyse: Elf Ausfälle und zu wenig Qualität

Nach dem Spiel suchte der Lanzendorf-Trainer nicht nach Ausreden, sondern benannte die Baustellen deutlich. „Der Knackpunkt war einfach, dass wir wieder elf Ausfälle gehabt haben und dass wir das über einige Wochen nicht kompensieren können“, erklärte Peter Reinsperger. Dazu kam seine offene Kritik am eigenen Auftritt: „Bei einigen Spielern ist die Qualität nicht vorhanden. Das ist einfach so.“ Den Unparteiischen nahm er dagegen ausdrücklich aus der Diskussion: „Er hat das ganz gut geleitet, das war kein Problem.“ Warum Petronell am Ende so hoch gewann, beantwortete Reinsperger ebenso unumwunden: „Unser fehlerhaftes Spiel hat den Gegner stark gemacht. Es tut mir leid, aber der Gegner war nicht stark – wir waren noch schlechter.“ Diese Sätze fügen sich zu einer klaren Diagnose: zu viele Ausfälle, zu viele Fehler, zu wenig Ertrag.

Nach der Pause macht Petronell alles klar

Die zweite Hälfte begann mit einem schnellen Nackenschlag für die Hausherren: Direkt nach Wiederbeginn traf Mario Suchanovsky zum 1:4 (46.). Lanzendorf kam offensiv nicht mehr in Serie, während Petronell weiter effektiv blieb. Matus Slehofer erhöhte nach gut einer Stunde auf 1:5 (61.), ehe Mario Sowa seinen starken Tag mit dem 1:6 (72.) krönte. In der Schlussminute stellte Mario Walisky den 1:7-Endstand her (90.). Aus ihren Chancen machten die Gäste sehr viel, Lanzendorf dagegen zu wenig aus den eigenen Phasen. Das passt zur Einschätzung des Trainers, der die Fehlerquote als Hauptursache sah und betonte, dass seine Mannschaft die Dauer der Ausfälle aktuell kaum wegstecken kann.

Blick auf die Tabelle und was jetzt zählt

In der Tabelle der 2. Klasse Ost steht Lanzendorf weiterhin ganz unten: Laut aktuellem Stand hält der Klub bei 5 Zählern und Rang 13, während Petronell mit 22 Punkten auf Platz 9 liegt. Ein Ergebnis wie dieses 1:7 tut weh, ändert aber nichts an der einfachen Rechnung für die restlichen Runden: wieder Stabilität finden, Punkte sammeln. Reinsperger wollte nichts beschönigen, aber auch nicht die Verantwortung wegschieben. „Wir können das über Wochen nicht kompensieren“, sagte er und skizzierte damit die Herausforderung für die kommenden Wochen.

Aus den kurzen, ordentlichen Minuten nach dem Anschlusstreffer soll seine Mannschaft Konstanz machen – das ist der Auftrag, der nach diesem Abend bleibt.

2. Klasse Ost: Lanzendorf : Petronell - 1:7 (1:3)

  • 90
    Mario Walisky 1:7
  • 72
    Mario Sowa 1:6
  • 61
    Matus Slehofer 1:5
  • 46
    Mario Suchanovsky 1:4
  • 33
    Mario Sowa 1:3
  • 25
    Amir Sabri 1:2
  • 24
    Mathias Herl 0:2
  • 15
    Mario Sowa 0:1