In der 2. Klasse Ost hat SC Lanzendorf zum Auftakt gegen SG Stixneusiedl/Sarasdorf eine 1:5-Heimniederlage kassiert. Trainer Peter Reinsperger sah die Gründe klar in den eigenen Fehlern. „Wir haben den Gegner eingeladen zum Toreschießen“, sagte er nach dem Spiel und traf damit den Kern eines Abends, an dem seine Mannschaft zwar nicht aufgab, sich mit Unsicherheiten in der Defensive aber früh selbst unter Druck setzte.

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Schon die Anfangsphase beschrieb Peter Reinsperger als hektisch. Beide Mannschaften fanden aus seiner Sicht nur schwer zur Ruhe, bei SC Lanzendorf kam dazu aber früh Unsicherheit in der Abwehr. Genau daraus entstand für den Trainer die Richtung dieses Abends. Nach zehn Minuten brachte Niklas Jilek die SG Stixneusiedl/Sarasdorf mit 1:0 in Führung, acht Minuten später legte Jakub Hoffmann das 0:2 nach. Reinsperger machte aus seiner Sicht keinen Hehl daraus, warum es so schnell in diese Richtung ging: „Die ersten drei Tore, die wir uns gefangen haben, haben wir uns buchstäblich selbst gemacht. Wir haben den Gegner eingeladen zum Toreschießen.“ Dass Richard Hnelozub in der 30. Minute auf 1:2 verkürzte, gab SC Lanzendorf zwar kurz ein Ergebnis, mit dem man wieder arbeiten konnte. Noch vor dem Seitenwechsel stellte Dominik Pajducak aber auf 1:3, und genau dieser Treffer wog schwer.
Mit dem dritten Gegentor war für Peter Reinsperger viel von dem verloren, was sich SC Lanzendorf für den Auftakt vorgenommen hatte. „Nach den drei Fehlern in der Abwehr war die Partie mehr oder weniger gelaufen“, sagte der Trainer und meinte damit vor allem den Schaden, den sich seine Mannschaft schon vor der Pause selbst zugefügt hatte. Zur Halbzeit stand es 1:3, und trotzdem sah er noch einen Punkt, an dem sich das Spiel vielleicht anders hätte entwickeln können. „Nach der Pause hätten wir noch mehr Druck ausüben müssen. Da hätten wir noch die Möglichkeit gehabt, heranzukommen“, erklärte Reinsperger. Genau diesen Druck bekam SC Lanzendorf aber nicht mehr auf den Platz. Stattdessen erhöhte Dominik Pajducak in der 60. Minute auf 1:4. Damit wurde die Aufgabe gegen eine Mannschaft, die die Geschenke dankbar annahm, endgültig noch schwerer. In der Schlussminute traf Pajducak auch noch zum 1:5 und stellte damit zugleich seinen dritten Treffer an diesem Abend sicher.
So deutlich das Ergebnis am Ende auch ausfiel, Peter Reinsperger wollte seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff nicht nur auf die Fehler reduzieren. Vor allem die Einstellung der Spieler hob der Trainer ausdrücklich hervor. „Die Einstellung der Spieler war sehr gut. Sie haben nie aufgegeben, weitergekämpft und alles versucht“, sagte er. Den Anteil der SG Stixneusiedl/Sarasdorf ordnete er dabei sehr nüchtern ein und blieb bei seiner Linie: „Unsere Fehler in der Verteidigung haben den Gegner stark gemacht.“ In der Schlussphase kam mit der Roten Karte gegen Niklas Bauer in der 89. Minute noch ein weiterer Rückschlag dazu, am grundsätzlichen Befund änderte das aber nichts mehr. Positiv bewertete Reinsperger auch die Leistung des Unparteiischen. „Der Schiedsrichter hat das Spiel sehr gut geleitet“, sagte er. Für SC Lanzendorf geht es nun darum, die Niederlage sauber aufzuarbeiten. „Wir müssen daraus unsere Lehren ziehen und weiter dran arbeiten, damit das nächste Spiel sich positiver gestaltet“, gab der Trainer als klare Richtung vor.