Spielberichte

Nach dem 1:0 verlor Lanzendorf den Faden – zwei unglückliche Szenen vor der Pause

SC Au/Leithagebirge
SC Lanzendorf

In der 2. Klasse Ost nahm das Spiel zwischen SC Au/Leithagebirge und SC Lanzendorf nach frühem Vorteil für die Gäste eine klare Wende. Lanzendorf führte zunächst, musste sich am Ende aber 1:4 geschlagen geben. Trainer Peter Reinsperger sprach von einem guten Beginn seiner Mannschaft, sah den Knackpunkt aber in zwei für ihn sehr unglücklichen Szenen vor der Pause, nach denen Au das Spiel auf seine Seite zog.

Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Start, dann dreht sich die erste Hälfte

Für Lanzendorf begann die Partie genau so, wie man sich ein Auswärtsspiel wünscht. Schon in der 5. Minute brachte Görkem Acar die Gäste mit 1:0 in Führung, und Reinsperger hatte auch danach zunächst einen guten Eindruck. "Der Beginn war ganz gut von unserer Seite", sagte der Trainer, der seine Mannschaft über weite Strecken der ersten Hälfte auf einem ordentlichen Weg sah. Noch deutlicher wurde er bei der Einordnung dieser Phase: "Über die ganze erste Halbzeit waren wir wirklich sehr, sehr gut. Da hätten wir vielleicht sogar mit 2:0 in Führung gehen können." Statt eines möglichen zweiten Lanzendorfer Treffers kam es aber anders. In der 20. Minute glich Stefan Milenkovic für Au aus, ehe Blakaj Argezon die Gastgeber in der 32. Minute mit 2:1 nach vorne brachte. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.

Reinsperger erklärt den Wendepunkt

Gerade diese beiden Gegentore blieben dem Lanzendorf-Trainer nach dem Spiel besonders im Kopf. Reinsperger schilderte beide Situationen ausführlich und machte keinen Hehl daraus, dass sie seine Mannschaft aus dem Rhythmus brachten. "Diese Fehlentscheidungen haben uns sicher nicht gutgetan. Da hadert man dann mit dem Spiel", sagte er. Beim ersten Treffer beschrieb er die Szene so, dass der Ball nach einem Eckball und dem folgenden Herausköpfen aus seiner Sicht bereits im Toraus gewesen sei, ehe er wieder zurück vor die Füße eines Au-Spielers kam und daraus das 1:1 entstand. Auch vor dem 2:1 sprach er von einer strittigen Situation an der Seitenlinie. Wichtig war Reinsperger dabei aber auch die Einordnung: "Der Schiedsrichter war ansonsten sehr gut." Aus seiner Sicht sei das Problem vielmehr gewesen, dass der Unparteiische in diesen Momenten schlecht gestanden sei.

Au nutzt die Führung, Lanzendorf kommt nicht mehr zurück

Nach dem Seitenwechsel sah Reinsperger Au verbessert. "In der zweiten Halbzeit waren sie ein bisschen besser als in der ersten", sagte er und verwies gleichzeitig darauf, dass die Führung den Gastgebern sichtbar half: "Da haben sie mit ein bisschen breiterer Brust gespielt." Auf dem Feld schlug sich das auch im Ergebnis nieder. Milos Stankovic erhöhte in der 68. Minute auf 3:1, Mustafa Sahin legte in der 79. Minute das 4:1 nach. Lanzendorf kam damit nicht mehr zurück, obwohl der eigene Trainer seiner Mannschaft die Einsatzbereitschaft ausdrücklich nicht absprach. "Die Burschen haben gekämpft. Sie haben auch spielerisch sehr gute Momente gehabt", betonte Reinsperger, der deshalb bewusst nicht alles schlechtreden wollte.

Klare Niederlage, aber kein Generalangriff auf die eigene Leistung

Trotz des deutlichen Endstands fiel das Fazit des Lanzendorfer Trainers gegenüber seiner Mannschaft bemerkenswert ruhig aus. "Es gibt eigentlich nichts Großartiges, was nicht funktioniert hätte", sagte Reinsperger und stellte damit weniger die eigene Leistung als vielmehr den Spielverlauf rund um die beiden Gegentore in den Mittelpunkt. Ebenso wichtig war ihm noch ein anderer Punkt: "Das war ein sehr faires Fußballspiel von beiden." Für Lanzendorf bleibt damit nach zwei Runden zwar weiterhin null Punkte auf dem Konto, aus den Aussagen des Trainers war aber klar herauszuhören, dass er dieser Partie auch Positives abgewinnen konnte. Der Start passte, die erste Halbzeit machte ihm Mut, nur die Wende vor der Pause ließ das Spiel aus seiner Sicht kippen.

2. Klasse Ost: SC Au : Lanzendorf - 4:1 (2:1)

  • 79
    Mustafa Sahin 4:1
  • 68
    Milos Stankovic 3:1
  • 32
    Blakaj Argezon 2:1
  • 20
    Stefan Milenkovic 1:1
  • 5
    Görkem Acar 0:1