In der 2. Klasse Ost musste sich SC Haslau/Ma. E. vor eigenem Publikum ASK Schwadorf 1936 mit 0:2 geschlagen geben. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Martin Duska vor allem der Start in die Partie: Denis Pecho traf schon in der 3. Minute zum 0:1, nach der Pause erhöhte Michal Skarupa auf 0:2. Haslau steigerte sich im zweiten Durchgang, kam aber nicht mehr entscheidend heran.

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Für Duska begann die Niederlage praktisch mit dem ersten Nackenschlag des Abends. „Dass wir gleich nach drei Minuten in Rückstand geraten sind, war ganz klar der entscheidende Moment“, sagte der Haslau-Coach nach dem Spiel. Gerade diesen Anfangsdruck der Gäste habe seine Mannschaft eigentlich vermeiden wollen. Statt selbst mutig und aggressiv nach vorne zu spielen, lief Haslau von Beginn an hinterher. Schwadorf war nach Duskas Eindruck sofort präsent, spielte gradlinig nach vorne und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Haslau hingegen brachte das, was man sich vorgenommen hatte, in dieser Phase nicht auf den Platz. „Wir waren da nicht am Platz und haben nicht umgesetzt, was wir uns ausgemacht haben“, meinte Duska. So bekam die Partie rasch eine Richtung, die Haslau vermeiden wollte. Zur Pause stand es 0:1, und der Trainer machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten zu wenig Fokus und zu wenig Geschlossenheit gezeigt hatte.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Haslau deutlich verbessert. Duska sprach von mehr Mut und mehr Selbstvertrauen, und tatsächlich gelang es den Gastgebern nun besser, Ballgewinne zu erzwingen und Szenen in die Hälfte der Gäste zu tragen. „Wir sind in der zweiten Halbzeit ganz gut rausgekommen“, sagte er, schränkte aber auch ein, dass seine Mannschaft trotzdem noch zu selten wirklich zwingend wurde. Zwei Möglichkeiten nannte der Trainer ausdrücklich: einen Kopfball von Nikola Brzic und einen Abschluss von Manuel Hanyka, bei denen der Schwadorfer Tormann stark reagierte. Damit blieb Haslau zwar im Spiel, doch der Ausgleich fiel nicht. Gleichzeitig blieb Schwadorf mit Tempo im Umschalten gefährlich. In der 71. Minute war es dann soweit, als Michal Skarupa für die Gäste traf. „Beim 0:2 hätten wir besser verteidigen müssen“, sagte Duska, der die Szene über außen als vermeidbar bezeichnete. Auch deshalb blieb unterm Strich das Gefühl, dass Haslau zwar zurückkam, aber nicht genug Druck entwickelte, um das Spiel wirklich noch zu drehen.
In seiner Analyse wurde Duska sehr deutlich. Vor allem das mannschaftliche Auftreten habe diesmal nicht zu den Wochen davor gepasst. „Das Mannschaftsgefüge war nicht so geschlossen wie in den Spielen zuvor“, sagte der Trainer. Gerade im Zentrum habe seine Elf zu viele Aktionen zugelassen, dazu sei man bei den ersten Bällen und in den Zweikämpfen nicht so konsequent gewesen, wie es notwendig gewesen wäre. Duska sprach von „wenig zusammenhängenden Aktionen“ und nannte die erste Hälfte sogar einen „Totalausfall“ seiner Mannschaft. Schwadorf habe es in diesen Bereichen klar besser gemacht: aggressiver im Start, gradliniger nach vorne, temporeicher und vor allem wacher in den entscheidenden Duellen. Auch deshalb sei Haslau lange nicht richtig in die Partie gekommen. „Wir haben viel zu wenig investiert in den ersten 45 Minuten, um Schwadorf mehr zu fordern“, sagte Duska. Dass es keine großen Diskussionen um strittige Szenen gab, passte ins Bild dieses Abends. Für ihn lag der Unterschied nicht bei einzelnen Entscheidungen, sondern klar in der Art, wie beide Teams in dieses Spiel hineingegangen sind. Und so fiel sein Fazit trotz der Steigerung nach der Pause nüchtern aus: „Unter dem Strich hat Schwadorf verdient gewonnen.“
Trotz der klaren Kritik an Auftritt und erster Halbzeit wollte Duska die Niederlage nicht größer machen, als sie ist. Er erinnerte daran, dass Haslau insgesamt eine gute Anfangsphase der Saison gespielt habe und dass diese Mannschaft deutlich mehr könne, als sie an diesem Abend gezeigt hat. „Die Burschen können das“, sagte der Trainer und kündigte an, im Training genau an den Punkten zu arbeiten, die gegen Schwadorf gefehlt haben. Neben spielerischen Themen geht es ihm vor allem darum, wieder mehr Mut, mehr Sicherheit und mehr Präsenz in die Aktionen zu bekommen. Körperlich sieht Duska seine Mannschaft ohnehin auf einem guten Weg, jetzt müsse man diese Voraussetzungen auch wieder besser in Zweikämpfe, Druckphasen und Torchancen ummünzen. „Wir werden daran arbeiten und schauen, dass wir in den nächsten Wochen wieder viel besser auftreten und viel fokussierter sind“, sagte der Haslau-Coach. Nach diesem 0:2 soll es also keine lange Fehlersuche geben, sondern möglichst rasch eine Reaktion auf dem Platz.