In der 2. Klasse Ost hat der ASV Petronell am Sonntag gegen SC Rohrau/Gerhaus mit 3:1 gewonnen. Lange sprach aus Sicht der Gäste viel für einen Punkt, weil Rohrau nach einer kompakten ersten Hälfte auch nach dem 0:2 noch einmal herankam. Trainer Mario Kopsa machte nach seinem ersten Spiel aber vor allem einen Unterschied aus: „An der körperlichen Verfassung werden wir arbeiten.“

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Dass es zur Halbzeit noch 0:0 stand, kam aus Sicht von Mario Kopsa nicht überraschend. Der neue Rohrau-Trainer sah in den ersten 45 Minuten genau das, was er von seiner Mannschaft sehen wollte. „In der ersten Hälfte haben wir super verteidigt, nichts zugelassen. Wir sind kompakt gestanden“, sagte Kopsa nach dem Spiel. Petronell hatte zwar aus seiner Sicht die individuell besseren Spieler, doch Rohrau nahm den Gastgebern vor der Pause viel von dem, was sie auszeichnet. Der Trainer formulierte es knapp, aber deutlich: „Wir haben ihnen eigentlich den Schneid abgekauft.“ So entwickelte sich zunächst eine Partie, in der die Gäste über Ordnung, Einsatz und Disziplin im Spiel blieben.
Direkt nach dem Seitenwechsel kippte die Partie dann aber in eine andere Richtung. In der 47. Minute brachte Matus Slehofer Petronell mit 1:0 in Führung, und Kopsa beschrieb diese Szene als unglücklich aus Sicht seiner Mannschaft. „Slehofer ist vom Elferpunkt verkehrt an den Kopf gekommen, der Ball ist an die Stange und ins Tor. Das war unglücklich, aber auch schlecht verteidigt. Da war keiner bei ihm“, meinte der Rohrau-Coach. Nur acht Minuten später legte Petronell nach, erneut war Slehofer zur Stelle und stellte auf 2:0. Für Rohrau war das eine heikle Phase, weil die gute erste Hälfte plötzlich wenig wert war. Die Gastgeber nutzten diesen Abschnitt eiskalt, während die Gäste den Faden für einige Minuten verloren.
Ganz weg war Rohrau aber auch nach dem Doppelschlag nicht. In der 64. Minute verkürzte Patrik Brieska per Elfmeter auf 2:1, und damit war die Partie wieder offen. Kopsa hatte danach sogar das Gefühl, dass sein Team auf den Ausgleich drängte. „Dann sind wir eigentlich zurückgekommen ins Spiel. Danach haben wir auf das 2:2 gedrückt“, sagte er. Die beste Möglichkeit auf diesen Ausgleich war laut dem Trainer auch da: Elias Schekulin kam einen Schritt zu spät, der Tormann von Petronell wehrte ab, der Abpraller sprang zu Halil Sert, dessen Abschluss über das Tor ging. „Sonst hätte es gepasst mit dem 2:2“, meinte Kopsa. Weil Rohrau in dieser Phase alles nach vorne warf, wurde es hinten naturgemäß offener. In der 88. Minute nutzte Petronell genau das aus, Mario Sowa traf zum 3:1, und damit war die Partie entschieden.
Trotz der Niederlage fand Mario Kopsa nach seinem ersten Spiel mit der Mannschaft einige aufmunternde Worte. Der Trainer betonte, dass er seine Spieler erst kennenlernen müsse, sprach aber gleichzeitig von einem ordentlichen Auftritt. „Die Mannschaft hat mich positiv überrascht. Sie hat fast alles umgesetzt, was ich von ihr wollte“, sagte er. Den Hauptgrund dafür, dass am Ende doch keine Punkte mitgenommen wurden, sah er weniger im spielerischen Bereich als in den Grundlagen. „An der körperlichen Verfassung würde ich sagen. Daran werden wir arbeiten.“ Auch deshalb fiel seine Bilanz trotz des 1:3 nicht nur negativ aus. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie aufgetreten ist und gekämpft hat, obwohl wir verloren haben.“ Diskussionen über den Unparteiischen gab es für ihn nicht, „die Schiedsrichterleistung war okay“. Und für die nächsten Wochen schob Kopsa noch eine klare Ansage nach: „Die Entwicklung der Mannschaft wird von Woche zu Woche hoffentlich besser werden. Unsere Punkte werden wir schon noch holen. Unsere Mannschaft ist sicher nicht tot. Wir werden wieder aufstehen.“