In der 2. Klasse Ost hat SC Haslau/Ma. E. beim SC Hof am Leithaberge nach einer 2:0-Pausenführung nur ein 3:3 mitgenommen. Die Gäste lagen sogar in der 88. Minute noch 3:1 vorne, ehe Hof in der langen Nachspielzeit zurückkam. Trainer Martin Duska sprach danach von einem "glücklichen Punkt für Hof" und davon, dass seine Mannschaft die Partie schon viel früher hätte zumachen müssen.

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Duska beschrieb den Start in die Partie als vorsichtig und ohne großes Risiko. "Am Anfang war ein gewisses Abtasten da. Das Tempo war nicht sehr hoch", sagte der Haslau-Trainer, der in den ersten Minuten ein relativ ausgeglichenes Spiel gesehen hatte. Mit Fortdauer der Partie wurden die Gäste aber zielstrebiger. In der 23. Minute traf Uros Ilic zur Führung. Das gab dem Auswärtsteam Sicherheit. Kurz vor der Pause kam dann auch noch das 0:2 dazu, als ein Eigentor von Raffael Neißl in der 44. Minute Haslau weiter in die Karten spielte. Mit diesem Vorsprung gingen die Gäste in die Kabine und hatten die Partie aus Sicht ihres Trainers bis dahin gut unter Kontrolle.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Duska seine Mannschaft zunächst auf einem guten Weg. "Es war eigentlich ein taktisches Spiel von unserer Seite. Hof hat da auch nicht viel zusetzen können", sagte er. Ganz ruhig blieb die Partie aber nicht. Robert Caljkusic brachte Hof in der 67. Minute auf 1:2 heran. Als Manuel Hanyka in der 88. Minute auf 1:3 stellte, sprach vieles für einen Auswärtssieg. Doch die Partie war noch nicht vorbei. Tobias Kolacek verkürzte in der 90.+5 Minute auf 2:3 und schlug in der 90.+8 Minute noch einmal zu. Damit kippte eine Begegnung, die Haslau lange im Griff gehabt hatte, in der langen Nachspielzeit noch zum 3:3.
Dass Haslau nach diesem Verlauf nur einen Punkt mitnahm, ärgerte Duska vor allem wegen der verpassten Möglichkeiten zur Entscheidung. "Ich glaube schon, dass wir näher am Sieg waren. Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff", sagte er. Fußballerisch sei seine Mannschaft "ein Tick besser" gewesen, zugleich räumte er aber klar ein, dass genau in den wichtigen Momenten die letzte Konsequenz fehlte. Besonders deutlich wurde er beim Blick auf die Schlussphase: "Wir hätten das vierte Tor machen müssen." Für ihn lag der Knackpunkt nicht darin, dass Hof noch einmal alles nach vorne warf, sondern darin, dass Haslau mehrere Angriffe nicht sauber zu Ende spielte. "Wir waren 2:0, 3:1 vorne und hätten in vielen Situationen besser und klüger agieren müssen", meinte Duska. Deshalb sprach er im Rückblick sogar von einem "Selbstfaller" seiner Mannschaft.
Trotz des späten Ausgleichs wollte Duska dem Gegner die Qualität nicht absprechen. Er hatte Hof genau so erwartet: heimstark, körperlich robust und mit genug Qualität, um in dieser Liga jeder Mannschaft Probleme zu bereiten. Gerade deshalb ordnete er den Punktgewinn der Gastgeber auch nicht als völlig unverdient ein, selbst wenn er aus Haslauer Sicht bitter war. "Am Ende haben sie es sich auch verdient, weil sie den Ausgleich noch geschossen haben", sagte er. Gleichzeitig störte ihn die Länge der Nachspielzeit. Der Haslau-Coach sprach von sechs bis sieben angezeigten Minuten und konnte nicht nachvollziehen, warum am Ende bis in die 98. Minute gespielt wurde. Ganz aus der Verantwortung nahm er seine Mannschaft dabei aber nicht. "Da sind wir selber schuld", sagte Duska, machte aber ebenso klar, dass sich das 3:3 für seine Mannschaft "leider zu wenig" anfühlt.