In der 2. Klasse Ost hat der SC Edelstal am Freitagabend beim SC Lanzendorf einen klaren 4:0-Auswärtssieg eingefahren. Trainer Jürgen Ethofer sprach danach von einem „guten Aufschwung“ seiner Mannschaft und machte den Erfolg vor allem daran fest, dass sich seine Elf immer wieder aus dem Druck lösen konnte, in den Zweikämpfen stabil blieb und die eigenen Chancen diesmal konsequent nutzte. Gerade nach dem Führungstor habe sich das Spiel mehr in Edelstals Richtung gedreht.

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Über weite Strecken war es nach Einschätzung des Trainers keine Partie, in der sich seine Mannschaft einfach durchspielen konnte. Ethofer schilderte ein intensives Spiel mit einem Gegner, der „sehr druckvoll“ auftrat und ein hohes Tempo auf den Platz brachte. Umso wichtiger war aus seiner Sicht der erste Treffer in der 12. Minute. „Nach dem 1:0 hat es sich in unsere Richtung gedreht“, sagte der Edelstal-Coach. Dieses Tor gefiel ihm auch in der Entstehung besonders gut: Lukas Garaj steckte den Ball durch auf Sebastian Manev, der den Abschluss unter die Latte setzte. Lanzendorf blieb zwar in der Partie, doch Edelstal brachte den eigenen Plan laut Ethofer „gut über die Runden“ und legte in der 28. Minute nach. Nach einem abgefangenen Ball kam Nico Glock von der Seite und stellte auf 2:0, womit die Gäste mit einer klaren Führung in die Pause gingen.
Dass Edelstal nach dem Seitenwechsel nicht nachließ, zeigte sich früh. In der 49. Minute erhöhte Nico Glock auf 3:0, und auch dieses Tor hob Ethofer in seiner Analyse heraus. „Das dritte Tor war aus einem Elfmeter, nachdem Sebastian Manev gefoult wurde, und Nico Glock hat den Elfmeter gut verwertet“, erklärte er. Damit war die Partie zwar deutlich in Richtung der Gäste gekippt, erledigt war die Arbeit aus Sicht des Trainers aber trotzdem noch nicht. Ethofer betonte, dass Lanzendorf bis zum Ende nie aufgab und sich ebenfalls Möglichkeiten erarbeitete. Edelstal habe diese Phasen aber gut wegverteidigt, dazu habe auch der Tormann im Eins-gegen-Eins stark gehalten. Den Schlusspunkt setzte schließlich wieder das Zusammenspiel der beiden auffälligsten Offensivspieler: In der 88. Minute vollendete Sebastian Manev einen Konter zum 4:0, nachdem Nico Glock aufgelegt hatte. Manev und Glock trafen damit jeweils doppelt und standen ganz wesentlich für die Effizienz, die der Trainer bei seiner Mannschaft gesehen hatte.
Besonders zufrieden war Ethofer mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft die intensiven Phasen annahm. „Wir waren in den Zweikämpfen stabil und haben gut dagegengehalten“, sagte er. Dazu kam ein Punkt, den er als Schlüssel für den klaren Sieg nannte: „Wenn der Gegner Pressing gespielt hat, konnten wir uns gut befreien, der Ball ist gut gelaufen und wir haben unsere Chancen genutzt.“ Genau diese Mischung aus Standfestigkeit und Konsequenz vor dem Tor machte für ihn den Unterschied aus. Ganz ohne Kritik fiel seine Einordnung aber nicht aus. Trotz des 4:0 sieht der Trainer weiter Verbesserungsmöglichkeiten, vor allem im Verhalten gegen den Ball. „Wir könnten noch enger und näher am Gegner stehen. Wir haben ihm stellenweise ein bisschen zu viel Raum gelassen“, erklärte Ethofer. Lanzendorf beschrieb er als temporeichen Gegner mit gutem Pressing, der bis zum Schluss dranblieb. Nennenswerte strittige Szenen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden. Für Edelstal war der Abend damit mehr als nur ein klarer Sieg: Es war ein Auftritt, der dem Trainer das Gefühl gab, dass seine Mannschaft auf dem richtigen Weg ist, auch wenn noch nicht alles sitzt.