In der 2. Klasse Ost hat sich SV Prellenkirchen von SC Hof am Leithaberge mit 2:2 getrennt. Die Gastgeber lagen zweimal vorne, konnten den Vorsprung aber nicht ins Ziel bringen. Trainer Markus Miletich sah vor allem die Phase nach dem 2:1 als Knackpunkt: Prellenkirchen hatte die Möglichkeit zum dritten Treffer, ließ diese aber aus und musste sich am Ende mit einem insgesamt gerechten Remis begnügen.

Foto von Michael Wright auf Unsplash
Prellenkirchen kam nach den Worten von Trainer Markus Miletich so in die Partie, wie man es sich vorgenommen hatte. "Wir sind gut ins Spiel gestartet und haben unseren Matchplan gut umgesetzt", sagte er nach dem 2:2. Diese Anfangsphase brachte den Gastgebern auch die Führung ein: Francis Enguelle traf in der 17. Minute zum 1:0. Lange hielt der Vorteil aber nicht. Nur drei Minuten später stellte Robert Caljkusic auf 1:1, nachdem Miletich von einer "Unachtsamkeit" und einem "Eigenfehler" sprach. Gerade dieser rasche Ausgleich ärgerte den Trainer, weil er aus seiner Sicht eine bis dahin verdiente Führung wieder zunichtemachte. So blieb es bis zur Pause beim 1:1, obwohl Prellenkirchen den ersten Teil des Abends eigentlich ordentlich aufgezogen hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Prellenkirchen wieder den besseren Beginn. Miletich schilderte es fast deckungsgleich zur ersten Hälfte: "Wir sind wieder gut ins Spiel gekommen und wieder gut gestartet." Dieses Mal wurde der Aufwand in der 53. Minute belohnt. Nach einer Standardsituation, einem Corner von der rechten Seite, köpfte Lukas Patzschke zum 2:1 ein. Genau in dieser Phase sah der Trainer die große Möglichkeit, das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. "Wir haben dann leider vermissen lassen, dass wir den Druck erhöhen und auf das 3:1 gehen", sagte Miletich. Die Chancen seien da gewesen, nur genutzt wurden sie nicht. Statt die Führung auszubauen, blieb Prellenkirchen bei einem Tor Vorsprung und hielt Hof damit weiter in Reichweite.
Das nutzten die Gäste mit zunehmender Spielzeit besser. Miletich meinte, Hof habe "durch die Wechsel gut ins Spiel gefunden" und speziell gegen Ende spürbar zugelegt. In der 78. Minute fiel dann der Ausgleich, als Julian Kruckenfellner zum 2:2 traf. Danach blieb die Partie offen, ohne dass sich noch eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Der Prellenkirchner Trainer sagte klar, dass am Ende beide Seiten noch das 3:2 hätten machen können. Wer dem Sieg näher war, hing für ihn stark von der Phase ab: kurz nach der Pause eher Prellenkirchen, in der Nachspielzeit eher Hof, "weil die Hofer da guten Druck aufgebaut und das Momentum auf ihrer Seite hatten". Genau deshalb sprach Miletich in der Gesamtschau auch von einem gerechten Unentschieden.
Trotz des verpassten Heimsiegs hob Miletich auch einiges hervor, das seiner Mannschaft gut gelungen ist. "Der Zusammenhalt, das Auftreten, der geschlossene Wille, die Punkte bei uns zu behalten, und das Spiel nach vorne" seien positiv gewesen, sagte der Trainer. Gleichzeitig benannte er aber auch ohne Umschweife, was zum Sieg gefehlt hat: "Das 3:1 ist in der Luft gelegen. Wir müssen vorm Tor kaltschnäuziger werden und unsere Chancen effektiver nutzen." Den Gegner bezeichnete er als "sehr stark", sprach von einem Spiel "auf Augenhöhe" und von einem hohen, aber fairen Tempo. Am Unparteiischen lag es laut Miletich jedenfalls nicht, weil es "nichts Gravierendes" gegeben habe. Für Prellenkirchen bleibt damit ein Punkt, der wegen der zwei Führungen zwiespältig wirkt, aber auch zeigt, dass die Mannschaft in dieser Liga mit einem starken Gegner mithalten kann.