In der 2. Klasse Ost hat FK Hainburg am Freitagabend gegen den ASV Petronell mit 3:1 gewonnen und damit nach der Niederlage gegen Hof die passende Antwort geliefert. Trainer Stefan Owesny machte vor allem den schnellen Start seiner Mannschaft als Schlüssel aus. „Die frühe Führung hat uns sehr gut getan“, sagte er nach einer Partie, in der Hainburg früh die Weichen stellte, vor der Pause aber noch einmal aufmerksam bleiben musste.

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay
Owesny schilderte eine Partie, die von Beginn an Tempo hatte und gleich in der Anfangsphase in beide Richtungen offen war. „Das Spiel ist sehr flott losgegangen. Die erste Chance hatten sogar die Gäste gleich in der ersten Minute, da hat unser Tormann sehr gut gehalten“, sagte der Hainburg-Trainer. Dass seine Mannschaft kurz darauf selbst zuschlug, war aus seiner Sicht der erste entscheidende Schritt. In der 3. Minute brachte Martin Janecek die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Owesny beschrieb den Treffer so: „Das erste Tor war nach einer tollen Ballannahme von Janecek ein sehr scharfer Schuss ins Eck, wo der Tormann chancenlos war.“ Hainburg blieb danach aktiv, hatte laut Trainer noch die eine oder andere Möglichkeit und legte in der 15. Minute nach. Das 2:0 durch Simon Owesny entstand nach einem abgefälschten Freistoß, der den Weg ins Tor fand. Für den Hainburg-Coach war genau diese Phase wichtig: „Wir haben das Spiel sehr früh auf unsere Seite lenken können.“
Ganz erledigt war die Sache damit aber noch nicht, weil Petronell kurz vor dem Seitenwechsel wieder herankam. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf Matus Slehofer zum 2:1 und brachte den Gästen damit genau jenen Anschluss, den Hainburg vermeiden wollte. Owesny sprach von einem Gegentor, das aus seiner Sicht nicht hätte fallen müssen: „Wir haben kurz vor der Pause durch eine Standardsituation ein unnötiges Gegentor erhalten und so ist das Spiel für die zweite Halbzeit natürlich noch sehr interessant gewesen. Das hätte wir besser verteidigen können.“ Entscheidend war deshalb, wie Hainburg aus der Kabine kam. Die Antwort folgte schon in der 55. Minute, als Sebastian Rauscher nach einem Abwehrfehler auf 3:1 stellte. Für Owesny war das „eigentlich schon die Vorentscheidung“. Seine Mannschaft hatte danach, so die Einschätzung des Trainers, das Geschehen im Griff. „Über die gesamte Spielzeit waren wir das bessere Team, klar spielbestimmend“, sagte er. Gerade nach dem dritten Treffer sei Hainburg das klar bessere Team gewesen, der Sieg gehe deshalb „völlig in Ordnung“.
Neben dem Ergebnis hob Owesny vor allem die Art hervor, wie seine Mannschaft den Abend angegangen ist. „Wir waren sehr spielfreudig und spielerisch sehr aktiv. Die ganze Mannschaft hatte richtig Lust auf Fußball“, sagte der Trainer. Nach der Niederlage gegen Hof sei es für Hainburg wichtig gewesen, sofort wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren, und genau deshalb ordnete er die drei Punkte auch höher ein als einen normalen Heimsieg. Gleichzeitig stellte Owesny dem Gegner ein gutes Zeugnis aus. Petronell sei trotz personeller Ausfälle „ein sehr, sehr unangenehmer Gegner“, dazu „sehr gut organisiert“ und „für jeden sehr unangenehm, da sie einige richtig gute Spieler in den Reihen haben“. Auch deshalb wollte der Hainburg-Coach den 3:1-Erfolg nicht als Selbstläufer verstanden wissen. „Man gewinnt in dieser Liga kein Spiel einfach im Vorbeigehen. Die Liga ist so eng, dass jeder jeden schlagen kann“, sagte er und sprach von einem „Arbeitssieg“, der völlig verdient gewesen sei und der seiner Mannschaft in der aktuellen Situation „richtig guttut“. Ganz nebenbei wäre der Erfolg aus seiner Sicht sogar noch deutlicher möglich gewesen, weil Hainburg gegen Ende weitere Chancen liegen ließ. Einen Punkt sprach Owesny aber ebenfalls an: „Ich hätte mir schon gewünscht, dass der Schiedsrichter in der einen oder anderen Situation ein bisschen härter durchgreift.“ Ein konsequenteres Eingreifen bei harten Fouls hätte er sich also gewünscht. Am Ende überwog für den Hainburg-Trainer aber klar das Positive: drei Punkte, eine frühe Richtung im Spiel und die Reaktion, die er nach der letzten Niederlage sehen wollte.