In der 2. Klasse Ost hat SC Rohrau/Gerhaus gegen SG Stixneusiedl/Sarasdorf trotz einer starken Aufholjagd 2:3 verloren. Nach 0:2 und 1:2 zur Pause kämpften sich die Gastgeber mit zwei Eigentoren zurück, ehe Jakub Hoffmann die Partie in der 86. Minute noch entschied. Trainer Mario Kopsa machte vor allem die Schlussphase dafür verantwortlich: „Schade, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat.“

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Viel hat in Rohrau nicht gefehlt, und genau das machte Mario Kopsa nach dem Schlusspfiff auch deutlich. Aus seiner Sicht war seine Mannschaft zunächst sogar die bessere. Er erinnerte an einen Kopfball von Philipp Steiner, den der Tormann der Gäste stark hielt, und an eine Kontersituation, in der Johannes Windholz nach Kopsas Meinung selbst hätte abschließen sollen. Statt einer möglichen Führung kippte das Spiel dann aber in die andere Richtung. In der 23. Minute traf Dominik Pajducak zum 0:1, nachdem Rohrau den Ball hinten nicht entscheidend klären konnte. Nur neun Minuten später erhöhte Oliver Honemann auf 0:2. Dass Rohrau noch vor der Pause durch ein Eigentor von Felix Eichinger in der 38. Minute auf 1:2 verkürzte, hielt die Partie aber offen und gab den Gastgebern neue Hoffnung.
Nach dem Seitenwechsel blieb Rohrau dran und belohnte sich in der 75. Minute mit dem Ausgleich. Wieder half ein Eigentor der Gäste mit, diesmal wurde Stefan Müllner das 2:2 zugerechnet. Damit war die Partie wieder völlig offen, und genau dieses Comeback strich Kopsa besonders heraus. „Wir sind super ins 2:2 zurückgekommen“, sagte der Trainer, der seine Mannschaft über weite Strecken auf Augenhöhe sah. Umso bitterer war für ihn, dass die Aufholjagd am Ende doch ohne Punkte blieb. In der 86. Minute traf Jakub Hoffmann zum 2:3, und Kopsa legte danach den Finger in die Wunde: „Leider haben wir die letzten fünf Minuten nicht konsequent genug verteidigt.“ Für ihn war klar, was in dieser Phase entscheidend war: „Dass Jakub Hoffmann allein zum Schuss gekommen ist und keiner draufgegangen ist, das war aus meiner Sicht spielentscheidend.“
Ganz vorbei war die Partie mit dem 2:3 aus Rohrauer Sicht noch nicht, weil laut Kopsa sogar noch die Möglichkeit auf das 3:3 da war. „Die Chance war auf jeden Fall noch da“, sagte er mit Blick auf Philipp Steiner, der den Ball aber nicht im Tor unterbringen konnte. Gerade deshalb blieb nach dem Abpfiff das Gefühl, dass gegen einen offensiv sehr starken Gegner mehr möglich gewesen wäre. Kopsa betonte mehrfach, dass seine Mannschaft gut Paroli geboten habe. Er wollte trotz der Niederlage nicht den Eindruck entstehen lassen, dass seine Elf klar unterlegen gewesen sei. Vielmehr habe Rohrau dem Gegner „das Leben nicht leicht gemacht“ und ihm „die Segel aus dem Wind genommen, so gut es gegangen ist“. Dass es am Ende trotzdem nicht reichte, machte die Niederlage aus seiner Sicht umso ärgerlicher.
Was dem Rohrau-Trainer besonders gefiel, war die Haltung seiner Mannschaft. „Jeder Spieler von Rohrau hat das Herz am Platz gelassen. Sie haben gekämpft wie Löwen. Ich kann ihnen nichts vorwerfen“, sagte Kopsa. Umso höher bewertete er die Leistung, weil seine Mannschaft auch zwei verletzungsbedingte Ausfälle verkraften musste. Bei Patrik Brieska und Elias Schekulin hofft er, „dass die Verletzungen nicht ganz so schlimm sind und sie bald wieder zurückkommen“. Auch die Leistung des Schiedsrichters ordnete er nüchtern ein und sagte, sie sei „okay“ gewesen. So blieb unter dem Strich zwar wieder nichts Zählbares für Rohrau, der Auftritt gegen einen Gegner aus der Spitzengruppe lieferte Kopsa aber genug Argumente, um seiner Mannschaft trotz der 2:3-Niederlage den Rücken zu stärken.