Spielberichte

„Der nicht gegebene Elfmeter und das 0:1 haben das Spiel gekippt“ – Edelstal konnte danach die defensive Stabilität der ersten Halbzeit nicht halten.

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SC Edelstal
SC Au/Leithagebirge

In der 2. Klasse Ost hielt SC Edelstal gegen SC Au/Leithagebirge eine Halbzeit lang gut mit, musste sich am Ende aber klar mit 0:4 geschlagen geben. Trainer Jürgen Ethofer sah zwei Szenen als Wendepunkt: einen aus seiner Sicht vorenthaltenen Elfmeter vor der Pause und das 0:1 direkt nach Wiederbeginn. Danach, so sein Eindruck, kippte die Partie deutlich zugunsten der Gäste.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Eine ordentliche erste Hälfte ohne Ertrag

Zur Pause war für Edelstal noch alles offen. Das 0:0 passte zu einer ersten Halbzeit, die Ethofer aus Sicht seiner Mannschaft durchaus positiv bewertete. „In der ersten Halbzeit haben wir gut dagegengehalten“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Dazu kam, dass Edelstal nach seiner Einschätzung nicht nur im Spiel war, sondern auch selbst zu Möglichkeiten kam. „Wir hatten auch einige wenige Chancen“, meinte Ethofer. Besonders enttäuschend blieb für ihn eine Szene kurz vor dem Seitenwechsel. „Aus meiner Sicht hätten wir einen klaren Elfmeter bekommen müssen“, sagte er. Wäre dieser Pfiff gekommen und hätte Edelstal daraus Kapital geschlagen, hätte das Spiel nach seiner Überzeugung in eine andere Richtung gehen können. So blieb es beim 0:0, obwohl der Trainer fand, dass sein Team den Matchplan bis dahin ordentlich umgesetzt hatte und auch in den Zweikämpfen präsent war.

Das Spiel kippt direkt nach der Pause

Was vor dem Wechsel noch ausgeglichen war, änderte sich nach Wiederbeginn innerhalb weniger Minuten. In der 49. Minute brachte Stefan Milenkovic die Gäste mit 1:0 in Führung, nur zwei Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Für Ethofer war genau dieser Start in die zweite Hälfte der Moment, in dem seiner Mannschaft die Partie entglitt. „Wir haben gleich nach der Halbzeit das 1:0 bekommen. Da ist das Spiel gekippt“, sagte der Edelstal-Coach. Er schilderte die Entstehung des ersten Treffers als eine Szene, in der sein Team zwar attackierte, aber nicht richtig in die Zweikämpfe kam. Der Ball sei im Strafraum mehrmals bei Spielern von Au gelandet, ehe er schließlich über die Linie gedrückt wurde. Entscheidend war für Ethofer weniger ein einzelner Fehler als die Tatsache, dass Edelstal in dieser Phase keinen Zugriff mehr fand. Nach dem Rückstand bekam Au aus seiner Sicht Überhand, während seine Mannschaft nicht mehr richtig ins Spiel zurückkam.

Au nutzt die Räume, Edelstal verliert den Zugriff

Mit der Führung im Rücken spielte den Gästen genau das in die Karten, was Ethofer als große Stärke des Gegners ausmachte. „Dadurch konnten sie ihre Stärken im Konterspiel gut ausspielen“, sagte er. Das zeigte sich auch im weiteren Verlauf. Das 3:0 durch Bosko Marinkovic in der 67. Minute und später das 4:0 von Milos Stankovic in der 85. Minute ordnete der Trainer in dieses Bild ein. Edelstal rückte auf, wollte selbst wieder nach vorne spielen, verlor dabei aber Bälle und wurde dann in die Tiefe bespielt. „Das zweite und das dritte Tor waren aus Kontersituationen, weil wir aufgerückt waren und dann einen Ballverlust hatten“, erklärte Ethofer. Auch das vierte Tor bezeichnete er als gut herausgespielt. Dass es in der 75. Minute mit der Roten Karte gegen Alexander Schmölzer zusätzlich noch schwerer wurde, kam für die Gastgeber in einer Phase, in der sie bereits mit 0:3 zurücklagen und ohnehin einem deutlichen Rückstand hinterherliefen.

Was fehlte und woran Edelstal anknüpfen will

Ethofer sprach nach der Niederlage klar an, woran es aus seiner Sicht in der zweiten Halbzeit haperte. „Die Zweikämpfe haben nicht so gut funktioniert. Wir waren in der Offensive wenig durchschlagskräftig“, sagte er. Gerade dieser Unterschied zwischen den beiden Hälften fiel ihm auf. Vor der Pause habe Edelstal noch vieles auf den Platz gebracht, was man sich vorgenommen hatte. „Da haben wir den Matchplan gut umsetzen können und waren gut in den Zweikämpfen“, so der Trainer. Nach dem 0:1 sei davon aber zu wenig übrig geblieben. Auch zur Linie des Schiedsrichters verlor Ethofer einige Worte. Er meinte, manche Szenen seien ihm zu ruppig gewesen und der Schiedsrichter habe vieles laufen lassen. Im Mittelpunkt seiner Analyse stand aber nicht allein das, sondern die Reihenfolge der Dinge: zuerst der aus seiner Sicht klare Elfmeter für Edelstal, dann das schnelle 0:1 und in der Folge ein Spiel, in dem Au immer mehr Kontrolle bekam. Für Edelstal bleibt damit die Erkenntnis, dass eine ordentliche erste Halbzeit gegen einen starken Gegner nicht gereicht hat, weil die Partie nach der Pause innerhalb weniger Minuten wegkippte.

2. Klasse Ost: Edelstal : SC Au - 0:4 (0:0)

  • 85
    Milos Stankovic 0:4
  • 67
    Bosko Marinkovic 0:3
  • 51
    Stefan Milenkovic 0:2
  • 49
    Stefan Milenkovic 0:1