In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat ATSV Hollabrunn gegen SV Langenzersdorf zur Pause zwar noch ein 2:2 gehalten, am Ende gingen die Punkte aber mit einem 4:2 an die Gäste. Trainer Andreas Fitz sprach nach dem vierten Sieg im vierten Spiel von zwei ganz unterschiedlichen Phasen: einem schwachen Beginn und einer langen, klar besseren Phase seiner Mannschaft.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste alles andere als nach Wunsch. Hollabrunn stellte früh auf 1:0, Yakubu Shaibu legte wenig später auch das 2:0 nach und bestätigte damit genau das Bild, das Fitz nach dem Schlusspfiff zeichnete. „Wir sind leider nicht so gut gestartet. Da haben wir ein bisschen was vermissen lassen: Zweikämpfe, zweite Bälle, und auch der Spielaufbau war von uns in den ersten zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten nicht so gut“, sagte der Trainer. Langenzersdorf geriet damit früh unter Druck, fand in dieser Phase wenig Zugriff und musste erst einmal damit umgehen, dass der Gegner das Spiel von Beginn an auf seine Seite gezogen hatte.
Spätestens mit dem 1:2 durch Julian Küssler kippte die Partie langsam. Fitz ordnete genau diesen Moment als Beginn der Aufholjagd ein: „Ab da waren wir tonangebend. Die erste Hälfte war unsere schwächste Hälfte in dieser Saison bis jetzt, aber wir haben uns in diese Partie reingekämpft und es ist von Minute zu Minute besser geworden.“ Noch vor der Pause stellte Justin Osmancevic auf 2:2, und damit war das Spiel endgültig wieder offen. Nach Seitenwechsel blieb Langenzersdorf das aktivere Team. Küssler brachte die Gäste in Minute 61 erstmals an diesem Abend in Führung, ehe Daniel Fitz in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 4:2 setzte. Der Trainer sah den Schlüssel vor allem darin, dass seine Mannschaft danach ihre spielerischen Mittel viel konsequenter auf den Platz brachte: „Wir haben unsere Stärke ausgespielt, haben die Breite, die Tiefe gesucht und Kombinationsfußball gespielt. Da hat der Gegner eigentlich nicht mitgekonnt.“ Gleichzeitig betonte er aber auch, dass Hollabrunn vorne immer gefährlich geblieben sei und mit seinen schnellen Angreifern durchaus unangenehm war.
So zufrieden Fitz mit der Reaktion auf das frühe 0:2 war, ganz ohne Mahnung wollte er diesen Abend nicht abhaken. „Dass wir nach einem 0:2 und einer fehlerbehafteten Anfangsphase sehr gut zurückgekommen sind und uns nicht beirren lassen haben, war unsere größte Stärke“, sagte er, schob aber sofort nach, wo er noch Verbesserungspotenzial sieht. Nach dem 10:0 aus der Vorwoche sei diesmal womöglich „nicht der letzte Nachdruck von Anfang an drinnen“ gewesen. Genau das dürfe seiner Mannschaft nicht noch einmal passieren. „Das müssen wir verbessern, und das darf uns nächste Woche gegen Enzersfeld nicht passieren, sonst wird es sicher einen anderen Ausgang haben.“ Trotz der makellosen Bilanz und Platz eins bleibt die Botschaft damit klar. Langenzersdorf hat in Hollabrunn zwar erneut vier Tore gemacht und den nächsten Sieg eingefahren, der Trainer nimmt aus diesem 4:2 aber auch eine Erinnerung mit: „Es gibt keinen schwachen Gegner.“