In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal feierte SC Sparkasse Enzersfeld/W. am Sonntag gegen SV Ravelsbach einen 2:1-Heimsieg. Aus Sicht der Gäste lag der Knackpunkt unmittelbar vor der Pause. Walter Marek sprach von einer „zu harmlosen“ ersten Halbzeit und davon, dass das 0:2 für Ravelsbach das Spiel deutlich schwerer machte, obwohl nach der Pause eine klare Reaktion zu sehen war.

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Walter Marek musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wo die Niederlage ihren Anfang genommen hatte. „Wir haben nicht so gut ins Spiel hineingefunden“, sagte der Sektionsleiter des SV Ravelsbach, und genau das zeigte sich aus seiner Sicht vor allem in den ersten 45 Minuten. Die Partie war laut Marek zwar phasenweise ausgeglichen, dennoch hatte Enzersfeld in dieser Phase mehr vom Spiel und war die stärkere Mannschaft. In der 30. Minute brachte Timo Enzi die Gastgeber mit einem Treffer nach einem Angriff über die rechte Seite in Führung, der Ball landete flach im Eck. Noch schwerer wog für Ravelsbach aber das 0:2 kurz vor der Pause. Nach einem eigenen Fehler im Bereich vor dem Strafraum verlor Ravelsbach den Ball, David Lang traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:0. „Die erste Halbzeit war zu harmlos“, brachte es Marek deutlich auf den Punkt.
Dass die Gäste trotzdem noch einmal zurückkamen, lag für Marek vor allem an der Reaktion nach dem Seitenwechsel. In der Halbzeit sei nicht nur Negatives angesprochen worden, sondern auch das, worauf sich aufbauen ließ. Dazu kam eine Umstellung des Trainers, der Sebastian Schober in die Sturmspitze beorderte. „Das hat mit dem Schober Sebastian sehr gut funktioniert“, sagte Marek. Ravelsbach war nun die aktivere Mannschaft, blieb am Drücker und hatte nach seiner Einschätzung die Kontrolle. „In der zweiten Halbzeit waren wir eigentlich die dominante Mannschaft“, so Marek. Der Anschlusstreffer in der 70. Minute passte genau zu diesem Bild. Sebastian Schober bekam einen Pass in die Mitte auf Höhe des Sechzehners, nahm den Ball in der Drehung mit und schob ihn ins untere linke Eck. Von da an erhöhte Ravelsbach den Druck weiter, während sich Enzersfeld nach Mareks Eindruck tiefer zurückzog und vor allem verteidigte.
So positiv Marek die zweite Halbzeit auch bewertete, die entscheidende Szene sah er weiterhin vor dem Pausenpfiff. „Die Unachtsamkeit in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, dass wir da vom Sechzehner rausdribbeln, den Ball verlieren und dann das 2:0 bekommen – das war die Entscheidung“, sagte er. Ohne diesen zweiten Gegentreffer wäre die Partie aus seiner Sicht offen geblieben. Gleichzeitig machte Marek auch klar, worin für ihn der Unterschied zwischen beiden Mannschaften lag: „Sie waren in der ersten und zweiten Halbzeit fokussiert und wir nur in der zweiten.“ Dazu kam aus seiner Sicht auch das nötige Spielglück auf Seiten der Gastgeber. Diskussionen rund um den Unparteiischen gab es hingegen keine, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter war sehr souverän, da gibt es nichts zu bemängeln.“ Trotz der Niederlage klang bei Marek am Ende keine Resignation durch. Weil Ravelsbach nach der Pause zulegen konnte, will man genau das in die nächste Aufgabe mitnehmen. „Wenn wir das mitnehmen können auf das nächste Match, bin ich guter Dinge, dass es besser wird und dass es auch gute Erfolge geben wird“, sagte er.