Spielberichte

„Wir waren im Kopf für das Spiel nicht bereit“ – Kampner nach dem 1:6

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UFC Hanfthal
Eintr. Pulkautal

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat UFC Hanfthal am 5. Spieltag gegen SV Eintracht Pulkautal eine klare 1:6-Heimniederlage einstecken müssen. Trainer Rainer Kampner redete danach nicht lange um den heißen Brei herum. Der frühe 0:3-Rückstand brachte seine Mannschaft rasch aus dem Tritt, der Treffer zum 1:3 vor der Pause änderte daran wenig. Aus Sicht des Hanfthal-Coachs war sein Team an diesem Tag schlicht nicht bereit.

Fußballspieler mit Ball in Bewegung

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Drei Gegentore in 22 Minuten

Schon nach wenigen Minuten war der Nachmittag für die Gastgeber in eine Richtung gekippt, die Kampner nach dem Schlusspfiff offen ansprach. „Das Spiel hat denkbar schlecht für uns begonnen. Durch Unaufmerksamkeiten in der Defensive waren wir 0:1 hinten“, sagte der Trainer. Jakob Schreder brachte Pulkautal in der 3. Minute voran, danach legte Fabian Wieninger in der 13. und 22. Minute mit einem Doppelpack zum 0:3 nach. Hanfthal kam durch Matthias Leisser in der 31. Minute zwar auf 1:3 heran und ging mit diesem Stand auch in die Pause. Für einen kurzen Moment keimte damit zumindest die Hoffnung auf, wie Kampner schilderte: „Da haben wir gesagt: ‚Okay, probieren wir.‘“

Nach dem 1:3 sofort wieder klare Verhältnisse

Diese kleine Hoffnung hielt aber nicht lange. Schon zehn Minuten nach Wiederbeginn stellte Wieninger mit seinem dritten Treffer auf 1:4 und nahm Hanfthal damit endgültig den Boden unter den Füßen. Kampner beschrieb genau diese Phase als bezeichnend für den gesamten Auftritt seiner Mannschaft. „Dann kriegst du wieder so ein Tor, der Ball springt genau zum Gegner“, sagte er. Danach wurde der Rückstand noch deutlicher: Samuel Alejandro Arteaga Rios erhöhte in der 66. Minute auf 1:5, Joel Rios setzte in der 71. Minute den Schlusspunkt zum 1:6. Dass die Partie am Ende so klar ausging, überraschte den Hanfthal-Coach nach dieser Entwicklung nicht mehr: „Schlussendlich geht so eine Partie dann so deutlich aus.“

Kampner spart nicht mit klaren Worten

Besonders deutlich war, wie Kampner die Niederlage einordnete. Er wollte keinen einzelnen Wendepunkt ausmachen, sondern sprach von einem Auftritt, in dem seine Mannschaft dem Gegner durchgehend unterlegen war. „Es hat eigentlich keinen Knackpunkt gegeben“, sagte er, „wir waren heute nicht konkurrenzfähig. Wir waren in jeder Phase des Spiels schwächer als der Gegner.“ Für den Trainer lagen die Ursachen in individuellen Fehlern, mangelnder Cleverness und auch in der Bereitschaft. „Wir waren im Kopf für das Spiel nicht bereit“, sagte Kampner weiter. Gegen eine Mannschaft wie die Eintracht sei das besonders schwer zu kaschieren gewesen, weil die Gäste „offensiv sehr stark besetzt“ gewesen seien. Entsprechend klar fiel auch sein Resümee aus: „Von Anfang bis zum Schluss müssen wir der Eintracht gratulieren, die hat uns die Grenzen aufgezeigt.“

Wenig Positives und die Hoffnung auf Entlastung

In seiner Analyse sprach Kampner auch die personelle Lage an. „Es ist bitter, dass uns sehr viele Spieler, vor allem Leistungsträger, fehlen. Wir können das einfach nicht mehr kompensieren“, sagte der Hanfthal-Trainer. Er sprach von mehreren Langzeitausfällen und davon, dass man sich derzeit „von einer Runde zur nächsten hantelt“. Positives wollte er direkt nach dem Abpfiff kaum mitnehmen. „Im Moment nehme ich heute nicht viel mit“, meinte er ehrlich. Immerhin stellte er klar, dass die Niederlage nichts mit dem Unparteiischen zu tun hatte: „Der Schiedsrichter hat das tadellos runtergepfiffen.“ Für Hanfthal bleibt damit ein „Sonntag zum Vergessen“, während Pulkautal mit nun zehn Punkten nach fünf Runden den starken Auftritt auch in der Tabelle untermauert. Hanfthal hält bei acht Zählern und hofft nun vor allem darauf, „dass sich unser Lazarett bald lichtet“ und die Mannschaft wieder in die Spur findet.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Hanfthal : Eintr. Pulkautal - 1:6 (1:3)

  • 71
    Joel Rios 1:6
  • 66
    Samuel Alejandro Arteaga Rios 1:5
  • 55
    Fabian Wieninger 1:4
  • 31
    Matthias Leisser 1:3
  • 22
    Fabian Wieninger 0:3
  • 13
    Fabian Wieninger 0:2
  • 3
    Jakob Schreder 0:1