Spielberichte

„Wir brauchen scheinbar immer ein Gegentor“ – Korneuburg/Stetten II dreht 0:1 noch in ein 3:1

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SV Ravelsbach
SG Korneuburg/Stetten II

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SV Ravelsbach gegen SG Korneuburg/Stetten II trotz Pausenführung noch 1:3 verloren. Die Gäste lagen früh zurück, fanden laut Trainer Stefan Molzer danach aber klar besser ins Spiel und drehten die Partie nach der Pause. Ganz zufrieden war er trotzdem nicht, weil seine Mannschaft erneut erst nach einem Gegentor richtig wach wurde.

Fußball beim Schuss

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Nach dem frühen Rückstand kam die SG immer besser hinein

Für die Gäste begann die Partie alles andere als nach Wunsch. Bereits in der 13. Minute brachte Maurice Lukestik Ravelsbach mit 1:0 in Führung, und Molzer sprach danach von einem „denkbar schlechten Start“. Gleichzeitig machte der Trainer aber auch klar, dass seine Mannschaft auf diesen Rückschlag rasch reagierte. „Direkt nach dem Gegentor ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen. Das hat man dann auch am Spiel gesehen“, sagte er. Aus seiner Sicht wurde die SG danach deutlich bissiger, griffiger in den Zweikämpfen und zielstrebiger nach vorne. Nur im Abschluss fehlte vorerst noch die Belohnung. Deshalb hielt Ravelsbach die Führung bis zur Pause, obwohl die Gäste das Spiel nach dem Rückstand nach und nach mehr an sich zogen.

Thomas Klaus stellt die Partie auf den Kopf

Nach dem Seitenwechsel bekam die Druckphase der Gäste dann auch Zahlen auf die Anzeigetafel. In der 51. Minute gelang Thomas Klaus der Ausgleich zum 1:1, neun Minuten später legte derselbe Spieler das 1:2 nach und drehte die Begegnung endgültig. Für Molzer war vor allem das 1:1 der Schlüsselmoment. „Auf jeden Fall der Ausgleichstreffer“, sagte der Trainer, der damit den Start in die zweite Hälfte als entscheidende Phase sah. Mit der Führung im Rücken habe Ravelsbach dann ein wenig aufmachen müssen, und genau das spielte der SG in die Karten. In der 87. Minute sorgte schließlich Sefa Aydemir mit dem 1:3 für die Entscheidung, die Molzer als klare Vorentscheidung wertete.

Körperlich stärker, aber beim Start noch mit Luft nach oben

Dass das Spiel am Ende an die Gäste ging, führte Molzer vor allem auf den körperlichen Bereich zurück. „Wir haben deutlich mehr zulegen können als Ravelsbach. Wir waren für mein Dafürhalten die fittere Mannschaft“, sagte er. Aus dieser körperlichen Überlegenheit sei dann auch die fußballerische Qualität stärker zur Geltung gekommen. Gleichzeitig verteilte der Trainer Respekt an den Gegner. Ravelsbach sei „sehr schwer zu bespielen“, spiele körperbetont, aber fair, arbeite viel mit langen Bällen und habe schnelle Spieler. Auch deshalb misst Molzer dem Auswärtssieg einiges bei. Ganz ohne Mahnung kam sein Resümee aber nicht aus. „Wir müssen von Start weg voll fokussiert auf das Match sein. Das gelingt uns in letzter Zeit nicht immer“, sagte er. Immer wieder brauche seine Mannschaft erst ein Gegentor, „bis wir munter werden“ – genau das wolle man in den nächsten Einheiten abstellen. So überwog nach einem harten, aus seiner Sicht aber fairen Spiel zwar die Freude über drei Punkte, im Detail blieb für den Tabellenzweiten mit nun elf Zählern nach fünf Runden aber noch genug Arbeit liegen.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Ravelsbach : SG Korneuburg/Stetten II - 1:3 (1:0)

  • 87
    Sefa Aydemir 1:3
  • 60
    Thomas Klaus 1:2
  • 51
    Thomas Klaus 1:1
  • 13
    Maurice Lukestik 1:0