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„Wir können keine sechs Spieler ersetzen“ – Würnitz erlebt in Hausleiten einen schweren Nachmittag

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SV Hausleiten
FC Würnitz

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal wurde SV Hausleiten gegen FC Würnitz seiner Favoritenrolle beim 8:0 voll gerecht. Für Würnitz-Trainer Markus Stroschneider war die Ausgangslage schon vor dem Anpfiff schwierig, nach dem frühen Ausfall seines einzigen Stürmers noch mehr. „Wir können einfach keine sechs Spieler ersetzen“, sagte er nach dem Spiel und lieferte damit die Erklärung für einen Nachmittag, an dem seine Elf lange leiden musste.

Spieler legt Ball für einen Freistoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach 20 Minuten kippt die Partie

Stroschneider schilderte die Partie aus seiner Sicht als Spiel, das zunächst noch offen wirkte. „Wir haben zwanzig Minuten sehr gut dagegengehalten“, sagte der Würnitz-Trainer, der schon seit Donnerstag wusste, dass er gleich sechs Spieler der Kampfmannschaft ersetzen muss. Dann aber kam der Moment, den er im Rückblick als besonders einschneidend bezeichnete. Sein einziger Stürmer musste nach rund zwanzig Minuten raus, weil er laut Stroschneider „im Rasen hängen geblieben ist“. Damit fehlte den Gästen nach vorne jede Entlastung, Hausleiten übernahm immer mehr das Kommando und belohnte sich noch vor der Pause gleich dreimal: Luca Sgarabottolo traf in der 24. Minute zum 1:0, Christian Edelmaier erhöhte in Minute 28 und Sgarabottolo stellte in der 39. Minute auf den 3:0-Pausenstand.

Nach der Pause wird der Druck noch größer

Mit dem 3:0 zur Halbzeit war die Richtung bereits klar, nach dem Seitenwechsel zog Hausleiten weiter davon. Aaron Sebastian Red sorgte in der 49. Minute für das 4:0, ehe Luca Sgarabottolo mit seinem dritten Treffer des Tages auf 5:0 stellte. Nur eine Minute später erhöhte Konrad Passler bereits auf 6:0. Für Stroschneider passte dieses Bild genau zu dem, was sich nach dem Ausfall seines Angreifers entwickelt hatte. „Dann war für uns die Entlastung nach vorne nicht mehr gegeben und wir sind hinten dermaßen unter Druck gestanden“, erklärte er. Dass Sgarabottolo in Minute 74 noch das 7:0 nachlegte und Aaron Sebastian Red in der 81. Minute den 8:0-Endstand besorgte, war aus Sicht des Würnitz-Coachs deshalb keine überraschende Wendung mehr, sondern die Folge eines immer stärker werdenden Drucks.

Kein Vorwurf an die eigene Mannschaft

Der Trainer machte seiner Mannschaft trotz des klaren Resultats keinen Vorwurf. Im Gegenteil: Stroschneider betonte mehrfach, dass seine Elf alles versucht habe, was an diesem Tag möglich war. „Ich kann kämpferisch meiner Mannschaft gar nichts vorhalten. Sie haben alles reingeschmissen“, sagte er. Gerade weil mehrere Spieler aus der Reserve einspringen mussten, wollte er die Leistung nicht nur am nackten Ergebnis messen. „Die, die von der Reserve in die Kampfmannschaft gekommen sind, haben alles reingehaut. Ich kann ihnen überhaupt keinen Vorwurf machen.“ Gleichzeitig erklärte er auch, warum die Lage nicht mit einem einzelnen schlechten Tag zu tun habe. Neben den Ausfällen durch das Bundesheer sprach er auch von verletzten und gesperrten Spielern. „Das können wir einfach nicht kompensieren“, sagte Stroschneider sehr klar.

Trotz 0:8 bleibt der Blick ruhig

Positiv blieb für Würnitz aus Sicht des Trainers trotzdem etwas zurück. Stroschneider hob die Stimmung in der Mannschaft hervor und sprach davon, dass der Verein lebe und die Gruppe zusammenhalte. „Die kämpferische Einstellung, die Motivation meiner Spieler war hervorragend. Sie haben von Anfang bis zum Schluss alles reingehaut, was möglich ist“, sagte er. Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte. Hausleiten habe „von Anfang an das Zepter übernommen“, sehr gut über die Flügel gespielt und den Druck konsequent erhöht. Selbst die Leistung des Unparteiischen strich der Würnitz-Coach noch heraus: „Der Schiedsrichter war ausgezeichnet.“ Für die nächsten Wochen rechnet Stroschneider weiter mit schwierigen Aufgaben, zugleich blieb er im Ton ruhig. Wenn wieder mehr Spieler an Bord seien, könne sich seine Mannschaft „Schritt für Schritt weiterentwickeln“.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Hausleiten : Würnitz - 8:0 (3:0)

  • 81
    Aaron Sebastian Red 8:0
  • 74
    Luca Sgarabottolo 7:0
  • 58
    Konrad Passler 6:0
  • 57
    Luca Sgarabottolo 5:0
  • 49
    Aaron Sebastian Red 4:0
  • 39
    Luca Sgarabottolo 3:0
  • 28
    Christian Edelmaier 2:0
  • 24
    Luca Sgarabottolo 1:0