In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat sich die SG Korneuburg/Stetten II am Sonntag beim SV Stetteldorf am Wagram mit 1:0 durchgesetzt. Trainer Stefan Molzer sprach danach von einem über die gesamten 90 Minuten kontrollierten Auftritt, bei dem seine Mannschaft allerdings viel zu wenig aus ihren Chancen machte. Dass es am Ende nur beim knappen Auswärtssieg blieb, lag aus seiner Sicht vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung und der viel zu komplizierten Spielweise.

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Aus Sicht der Gäste war die Richtung der Partie früh klar. Molzer sagte: "Wir haben das Spiel eigentlich 90 Minuten im Griff gehabt, haben aber trotzdem aus den Chancen viel zu wenig gemacht." Genau das zog sich durch den Nachmittag. Die SG hatte laut ihrem Trainer, der das Spiel aufgrund seiner Sperre von der Tribüne aus verfolgen musste, deutlich mehr vom Spiel, nahm das Heft in die Hand und arbeitete sich immer wieder Möglichkeiten heraus, ohne daraus früh genug Kapital zu schlagen. So blieb die Partie trotz der Überlegenheit eng. Dass am Ende dennoch drei Punkte mitgenommen wurden, stand für Molzer nicht zur Debatte: "Summa summarum sind es verdiente drei Punkte, allerdings ist das Ergebnis zu niedrig." Gerade diese Mischung aus Kontrolle und fehlender Effizienz zog sich durch den Auftritt der Gäste.
Die entscheidende Szene fiel in der 41. Minute und passte aus Molzers Sicht genau ins Bild der Begegnung. Der Trainer erinnerte sich an eine Balleroberung, an schnelles Umschalten und an einen Ball in die Tiefe. Dort blieb Sefa Aydemir vor dem Tor ruhig und traf zum 1:0, das zugleich auch den Halbzeitstand bedeutete. "Zum Glück haben wir vor der Pause noch das 1:0 gemacht", sagte Molzer, weil seine Mannschaft davor und danach zahlreiche gute Möglichkeiten ungenützt ließ. Der Treffer war damit nicht bloß das einzige Tor des Tages, sondern auch die Belohnung für eine Phase, in der die SG zwar viel richtig machte, sich aber lange nicht ausreichend dafür bezahlte. Dass es nur bei diesem einen Treffer blieb, störte den Trainer im Rückblick nicht wirklich, da am Ende 3 Punkte auf dem Konto der Gäste landeten.
Während vorne die letzte Konsequenz fehlte, gefiel Molzer vor allem die Arbeit gegen den Ball. "Wie schon in den letzten Wochen waren ganz klar die Defensive rund um unseren Torwart und die Viererkette sowie die zentralen defensiven Mittelfeldspieler stark. Wir haben eigentlich wieder nichts zugelassen", sagte der Trainer. Stetteldorf versuchte nach seiner Wahrnehmung zwar, selbst ins Spiel zu finden und Lösungen mit Ball zu suchen, wirklich gefährlich wurde der Gastgeber aber kaum. Auch deshalb fiel das Urteil des Gästetrainers über den Gegner eher zurückhaltend aus. Wichtig war ihm ein anderer Punkt: "Es war eine faire Partie. Es gab keine Nickeligkeiten." Dazu passte auch seine Einschätzung zur Leitung des Spiels. Für Diskussionen habe es nichts gegeben, weil es "nicht wirklich eine spielentscheidende Situation" gegeben habe.
Unter dem Strich blieb für Korneuburg/Stetten II also ein Auswärtssieg, den Molzer sehr klar einordnete. "Wir haben ganz deutlich das Heft in die Hand genommen, haben nach vorne gespielt und deutlich mehr fürs Spiel gemacht als Stetteldorf", sagte er nach dem Schlusspfiff. Mit nun 15 Punkten nach sieben Runden bleibt die SG damit im oberen Bereich der Tabelle. Zufrieden war der Trainer dennoch nicht in allen Bereichen. "Wenn man so viele Torchancen hat, dann sollte man doch das ein oder andere Tor mehr erzielen", sagte Molzer und brachte damit den einzigen echten Makel dieses Nachmittags auf den Punkt. Hinten ließ seine Mannschaft wenig zu, vorne war sie das aktivere Team, nur der letzte Ertrag fiel zu klein aus. Genau deshalb wirkte das 1:0 verdient, aber eben knapper, als es der Spielverlauf aus Sicht der Gäste eigentlich hergegeben hätte.