In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SU Grabern am Freitag gegen SV Langenzersdorf mit 1:8 verloren. Für Trainer Andreas Fitz war der klare Auswärtssieg kein Ergebnis eines einzelnen Moments, sondern die Folge eines durchgehend starken Auftritts. „Vom Platz bis zur Einstellung meiner Mannschaft hat alles gepasst“, sagte er nach einer Partie, in der seine Elf früh die Richtung vorgab und auch nach der Pause nicht nachließ.

Foto von Emma Benedict auf Unsplash
Langenzersdorf war von Beginn an auf das Spiel eingestellt und brachte diese Überlegenheit auch rasch auf die Anzeigetafel. In der 15. Minute traf Simon Reisek zum 0:1 und brachte die Gäste damit früh auf Kurs. Nach einer halben Stunde legte Daniel Fitz das 0:2 nach, ehe Julian Küssler kurz vor der Pause mit dem 0:3 in der 44. Minute bereits für einen deutlichen Zwischenstand sorgte. Damit war die Partie zur Halbzeit klar in Richtung der Gäste gekippt. Nach dem Seitenwechsel blieb Langenzersdorf am Drücker. Küssler erhöhte in der 57. Minute auf 0:4, Emanuel Thoma machte in Minute 65 das 0:5. Grabern kam durch Oliver Schinagl zwei Minuten darauf zwar noch zum 1:5, doch auch dieser Treffer änderte am Bild des Abends nichts mehr. In der Schlussphase schraubten Küssler mit seinem dritten Tor in der 87. Minute sowie Adrian Wilfing 60 Sekunden später und Thomas Jackel in der letzten Spielminute das Ergebnis noch auf 1:8.
Andreas Fitz legte nach dem Schlusspfiff großen Wert darauf, den Sieg nicht an einem einzelnen Treffer oder einer kurzen Phase festzumachen. „Kein einzelner Moment war entscheidend“, sagte der Trainer, und genau so hatte sich die Partie aus seiner Sicht auch entwickelt. Vielmehr sei seine Mannschaft über die gesamten 90 Minuten das aktivere und bessere Team gewesen. „Wir waren die dominantere Mannschaft, haben viele Chancen bekommen und Tore gemacht. Wir haben auch wirklich probiert, Fußball zu spielen, und das ist uns sehr gut gelungen“, fasste Fitz zusammen. Dass Langenzersdorf schon vor der Pause dreimal traf und nach dem Seitenwechsel sofort weiter nachlegte, passte genau zu dieser Einschätzung. Auch die Art, wie sich seine Mannschaft immer wieder Möglichkeiten herausspielte, hob er hervor. „Wir haben Chance um Chance herausgespielt. Wenn man acht Tore erzielt, war kein einzelnes Tor ausschlaggebend“, sagte Fitz. Für ihn lag der Unterschied deshalb weniger in einer Szene als in der Gesamtheit des Auftritts.
Besonders zufrieden war Fitz mit der mannschaftlichen Geschlossenheit. „Die Teamleistung war heute sehr, sehr stark. Wir haben sehr guten Kombinationsfußball gespielt“, meinte der Langenzersdorf-Coach. Gleichzeitig schob er nach, dass selbst bei acht erzielten Treffern nicht alles perfekt gewesen sei. „Wir waren sicher effektiv, aber wir haben halt die Hälfte der Torchancen verwertet und nicht alle. Da kann man noch ansetzen“, sagte er. Der klare Sieg fiel also deutlich aus, ohne dass Fitz daraus schon den Endpunkt ableiten wollte. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein. „Grabern hat nie aufgegeben, aber nach zwanzig, dreißig Minuten gemerkt, dass es an diesem Tag sehr schwer wird. Das ist keine schlechte Mannschaft, aber wir waren an dem Tag besser.“ Entscheidend blieb für ihn, dass Langenzersdorf als Tabellenführer der Liga mit 22 Punkten nach acht Spielen einen Auftritt hingelegt hat, der den Anspruch der Mannschaft klar unterstrich.