Spielberichte

„Nach dem Ausgleich hatten wir vorne Vorteile“ – Guntersdorf dreht frühes 0:1 in Hollabrunn

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ATSV Hollabrunn
SC Guntersdorf

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat der SC Guntersdorf beim ATSV Hollabrunn mit 4:2 gewonnen und nach frühem Rückstand noch klar die Richtung vorgegeben. Obmann Franz Kurzweil sah den Knackpunkt nach dem raschen Ausgleich: „Nach dem Ausgleich hatten wir im offensiven Bereich mit unseren schnellen Spielern vorne Vorteile.“ Genau daraus entwickelte sich eine Partie, die Guntersdorf bis zur Pause deutlich auf seine Seite zog.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückstand, dann dreht Guntersdorf die Partie

Dabei begann die Begegnung für Guntersdorf alles andere als angenehm. Schon in der 9. Minute brachte Yakubu Shaibu die Hausherren mit 1:0 in Führung, und Kurzweil sagte dazu offen: „Der Beginn war für uns nicht so toll, weil wir relativ rasch 1:0 in Rückstand geraten sind.“ Die Antwort ließ aber nicht lange auf sich warten. Petr Krivanek stellte in der 11. Minute auf 1:1, und genau dieses Tor veränderte aus Sicht der Gäste die Partie. Dominik Riedmayer legte in der 18. Minute das 2:1 nach, ehe Krivanek kurz vor der Pause mit seinem zweiten Treffer auch noch das 3:1 besorgte. Aus einem schlechten Start machte Guntersdorf damit innerhalb einer guten halben Stunde eine klare Ausgangslage.

Der Ausgleich als Wendepunkt

Für Kurzweil war ziemlich klar, ab welchem Moment das Spiel in die Richtung seiner Mannschaft kippte. „Nach dem Ausgleichstreffer haben wir im offensiven Bereich mit unseren schnellen Spielern vorne Vorteile gehabt“, sagte der Obmann, der gerade in der Vorwärtsbewegung den Unterschied sah. Auch seine Einschätzung des Gegners fiel in dieser Phase deutlich aus: „Hollabrunn hat eigentlich nur mehr im Mittelfeld und im Spiel nach vorne relativ wenig gemacht.“ Dazu kam, dass Guntersdorf seine guten Minuten konsequent nutzte. „Das Tor zum 2:1 und zum 3:1 waren ausschlaggebend“, hielt Kurzweil fest. Ab diesem Zeitpunkt habe er nicht mehr das Gefühl gehabt, dass Hollabrunn noch einmal richtig zulegen und die Gäste ernsthaft unter Druck setzen könne.

Junge Offensivspieler sorgen für Gefahr

Ein zentrales Thema in Kurzweils Analyse war die Entwicklung der jungen Spieler. Er betonte, dass sich diese Gruppe immer besser finde und gerade in der Offensive zunehmend Wirkung entfalte. „Man muss sagen, dass unsere fünf jungen Spieler immer besser ins Spiel finden“, sagte er. Besonders hob er Filip Durda, Felix Windisch und Lorenz Lehner hervor. Über Lehner und Windisch meinte Kurzweil: „Das sind eigene junge Spieler, die mit ihrer Schnelligkeit nach vorn schon eine Waffe sind, wodurch wir immer offensiv gefährlich sind.“ Dass Durda am Ende auch noch selbst traf, passte ins Bild. Guntersdorf lebte an diesem Abend nicht nur von der Wende nach dem frühen Rückstand, sondern auch davon, dass die jungen Kräfte dem Spiel nach vorne Tempo und Tiefe gaben.

Hollabrunn kommt noch einmal heran, Guntersdorf antwortet sofort

Ganz erledigt war die Partie nach dem 3:1 zur Pause aber noch nicht. Kurzweil sprach von einer zweiten Halbzeit, in der sich seine Mannschaft deutlich schwerer tat. „Da war das Spiel lang offen hin und her, wobei wir zwei dicke Chancen vergeben haben“, sagte er. Weil Guntersdorf also den vierten Treffer zunächst liegen ließ, blieb Hollabrunn in Reichweite. In der 83. Minute verkürzte erneut Yakubu Shaibu auf 2:3 und brachte damit noch einmal Spannung in die Schlussphase. Die Gäste ließen sich den Sieg aber nicht mehr nehmen. Nur vier Minuten später stellte Filip Durda auf 4:2 und machte damit endgültig alles klar. So blieb unter dem Strich ein Auswärtserfolg, der nach der starken ersten Halbzeit verdient war, auch wenn die Partie nach dem Seitenwechsel länger offen blieb, als es Guntersdorf lieb sein konnte.

Zufrieden mit der Ausbeute, aber ohne große Ansagen

Entsprechend positiv fiel das Fazit der Gäste aus. „Wir sind jetzt rundum zufrieden mit der Punkteausbeute im bisherigen Verlauf“, sagte Kurzweil nach dem Schlusspfiff. Gleichzeitig blieb er mit Blick auf die Saison bewusst bodenständig. „Wir haben keine Titelambitionen. Wir wollen uns mit den jungen Spielern weiterentwickeln, und wenn wir stabil unter den ersten fünf dabei bleiben, sind wir sehr zufrieden“, so der Guntersdorfer Obmann. Auch den Gegner ordnete er respektvoll ein und verwies vor allem auf Shaibu: „Hollabrunn hat zwei, drei sehr gute Einzelspieler, vor allem der Torschütze ist natürlich immens gefährlich und spielstark.“ Abseits davon sei es zudem ein faires Spiel gewesen. „Es hat überhaupt nichts gegeben, was man dem Schiedsrichter ankreiden kann“, sagte Kurzweil. Für Guntersdorf stehen damit nach acht Runden 18 Punkte zu Buche und das Gefühl, mit der Mischung aus Erfahrung und jungen Offensivspielern auf einem sehr ordentlichen Weg zu sein.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Hollabrunn : Guntersdorf - 2:4 (1:3)

  • 87
    Filip Durda 2:4
  • 83
    Yakubu Shaibu 2:3
  • 45
    Petr Krivanek 1:3
  • 18
    Dominik Riedmayer 1:2
  • 11
    Petr Krivanek 1:1
  • 9
    Yakubu Shaibu 1:0