In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SV Langenzersdorf den UFC Hanfthal klar mit 5:0 besiegt. Für Hanfthal-Trainer Rainer Kampner war der Spielverlauf damit früh vorgezeichnet. Seine Mannschaft lag schon nach einer Viertelstunde 0:3 zurück, zur Pause stand es 0:4. Trotzdem hob er hervor, dass seine junge Elf nach dem Seitenwechsel dagegenhielt und den Schaden noch einigermaßen begrenzte.

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Für Kampner war der Knackpunkt schnell gefunden. "Wir sind denkbar schlecht in die Partie gestartet", sagte der Hanfthal-Coach unmittelbar nach dem Schlusspfiff, und die ersten Minuten gaben seiner Analyse recht. Schon in der 2. Minute brachte Emanuel Thoma die Gastgeber nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. Gerade dieses frühe Gegentor ärgerte Kampner besonders, weil der Plan für den Beginn eigentlich klar gewesen war. "Wir haben gesagt, wir wollen so lange wie es geht die Null halten", erklärte er. Stattdessen legten Julien Noel Eggers in der 13. Minute und Thomas Jackel in der 15. Minute rasch nach. Damit war der Rückstand schon sehr früh deutlich, und Kampner brachte es auf den Punkt: "Mit einem 0:3 nach fünfzehn Minuten in Langenzersdorf ist es dann extrem schwer." Als Johannes Mandl in der 33. Minute auch noch auf 4:0 stellte, war die Richtung der Partie schon vor der Pause klar vorgegeben.
Der Hanfthal-Trainer wollte die Niederlage aber nicht nur an einzelnen Gegentoren festmachen. Für ihn war der wesentliche Unterschied über weite Strecken die spielerische Qualität des Tabellenführers. "Langenzersdorf war einfach spielerisch zu stark für uns, vor allem für unsere junge Mannschaft", sagte Kampner. Er sprach sogar von einem "Lehrspiel", wenn es um Bewegung in die Räume, Passspiel und technische Qualität gehe. Schon im Sommer habe er Langenzersdorf hoch eingeschätzt, nun sei die Mannschaft zusätzlich mit Spielern aus höheren Klassen verstärkt worden. Deshalb fiel sein Urteil auch ungewöhnlich deutlich aus: "Das ist eigentlich nicht für die zweite Klasse. Von der Qualität her sind wir da eher bei oberer erster Klasse beziehungsweise Gebietsliga." Dazu kam aus seiner Sicht, dass Hanfthal personell nicht ideal besetzt war. Kampner verwies auf Verletzte und darauf, dass gerade in solchen Spielen Routiniers und Unterschiedsspieler besonders fehlen.
Nach dem 0:4 zur Halbzeit ging es aus Sicht der Gäste vor allem darum, die Partie geordnet fertigzuspielen. Kampner sagte offen, seine Mannschaft sei in der zweiten Hälfte "um Schadensbegrenzung bemüht" gewesen. Genau das gelang deutlich besser als noch in der Anfangsphase. Zwar erhöhte Daniel Fitz in der 72. Minute noch auf 5:0, mehr ließ Hanfthal danach aber nicht mehr zu. Gerade diesen Abschnitt wollte der Trainer trotz des klaren Endstands nicht untergehen lassen. "Positiv war die zweite Halbzeit, dass sich die jungen Burschen und die ganze Mannschaft dagegengestellt haben", sagte er. Er sprach von "irrsinniger Laufarbeit" und nannte das Spiel für seine Mannschaft im Grunde "ein Lauftraining", weil fast ständig gegen den Ball gearbeitet werden musste. Auch der tiefe Boden sei schwer zu bespielen gewesen, doch Kampner stellte gleichzeitig klar, dass das für beide Teams gegolten habe. Der Unterschied sei gewesen, dass Langenzersdorf diese Bedingungen technisch viel besser gelöst habe.
So deutlich das Ergebnis am Ende auch ausfiel, Kampner suchte nach dem Spiel nicht nach Nebenschauplätzen. Strittige Szenen wollte er nicht groß machen. Beim Elfmeter meinte er nur, man könne ihn geben, müsse aber nicht, und auch die Leistung des Unparteiischen bewertete er positiv. Viel wichtiger war ihm der Blick auf die eigene Mannschaft. "Wir müssen einfach weitermachen, weiterarbeiten", sagte der Hanfthal-Trainer. Gleichzeitig sprach er seiner Elf für den zweiten Durchgang ausdrücklich ein Kompliment aus, weil sich jeder "reingehaut", gegen den Ball gearbeitet und ein noch höheres Ergebnis verhindert habe. Genau darin lag für ihn nach diesem Abend auch der Auftrag für die nächsten Wochen: aus so einem Spiel lernen, Trainingsinhalte besser auf den Platz bringen und die junge Mannschaft Schritt für Schritt stabiler machen.