In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal musste sich SG Korneuburg/Stetten II bei SG Obritz / Hadres-M. mit 1:4 geschlagen geben. Trainer Stefan Molzer sah seine Mannschaft zunächst ordentlich im Spiel, ehe die Partie nach dem 1:1 aus seiner Sicht komplett kippte. Vor allem die fehlende Kompaktheit nach dem Ausgleich und mehrere ähnlich entstandene Gegentreffer waren für ihn der Grund, warum die Niederlage am Ende so klar ausfiel.

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Molzer fand nach dem Schlusspfiff klare Worte und machte keinen Versuch, das Ergebnis schönzureden. „Obritz hat verdient gewonnen“, sagte der Trainer der Gäste gleich zu Beginn seines Fazits. Dabei begann die Partie aus seiner Sicht noch brauchbar, weil Korneuburg/Stetten II in der Anfangsphase gut ins Pressing kam und dem Gegner früh Räume nahm. Die Gastgeber gingen dennoch durch Lukas Höllmüller in der 29. Minute in Führung. Nikola Aleksandropulos stellte sechs Minuten später auf 1:1. „Das 1:1 war der Wendepunkt in dem Spiel“, sagte Molzer. Kurz darauf brachte Höllmüller die Heimischen in Führung, fünf Minuten später legte er das 3:1 nach. Aus einem zwischenzeitlich offenen Spiel war damit schon vor der Pause eine klare Angelegenheit geworden.
Besonders unzufrieden war Molzer mit der Art, wie seine Mannschaft die Gegentreffer verteidigte. „Wir haben im Prinzip dreimal das gleiche Tor bekommen, lange Bälle über die Viererkette hinweg“, erklärte er. Genau dort sah er den größten Unterschied an diesem Abend. Obritz habe diese Situationen konsequent genutzt und sei in diesen Momenten „eiskalt“ gewesen. Dass Lukas Höllmüller am Ende alle vier Treffer der Gastgeber erzielte, passte zur Einschätzung des Trainers. Molzer sprach von einem sehr starken Gegner und wurde dabei deutlich: „Sie waren spritziger, giftiger, hatten mehr Tempo und waren zielstrebiger.“ Auch nach dem Seitenwechsel blieb dieses Bild aus seiner Sicht bestehen, ehe Höllmüller in der 72. Minute mit dem 4:1 endgültig den Deckel draufmachte. Molzer sagte offen, dass Obritz sogar noch Chancen auf weitere Tore hatte und seine Mannschaft nach dem Ausgleich „nur mehr wenige Chancen hatte“.
Trotz der klaren Niederlage wollte Molzer die Anfangsphase seiner Mannschaft nicht unter den Tisch fallen lassen. „Die ersten zwanzig Minuten waren wirklich gut von unserer Seite“, sagte er. Das Pressing habe funktioniert, seine Mannschaft habe früh Druck gemacht und Bälle erobert, auch der Treffer zum 1:1 durch Aleksandropulos sei ordentlich herausgespielt gewesen. Danach aber sei der Faden komplett gerissen. „Bis zu unserem Treffer hat eigentlich alles gut ausgeschaut. Danach hat die Kompaktheit komplett gefehlt, wir haben den Zugriff verloren“, so Molzer. Dass er dem Gegner trotzdem Respekt zollte, zog sich durch das ganze Gespräch. Er sprach von der „bis jetzt besten Mannschaft“ und nannte besonders Tempo, Spielwitz und die läuferische Qualität der Gastgeber. Diskussionen über den Unparteiischen gab es für ihn keine: „Der Schiedsrichter hatte keinen Einfluss auf das Spiel.“ Für Korneuburg/Stetten II bleibt damit eine klare Niederlage, die den Klub bei 15 Punkten auf Rang fünf belässt, während Obritz mit 21 Zählern vorne dranbleibt.