In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal musste sich SC Guntersdorf am Samstag vor eigenem Publikum SC Sparkasse Enzersfeld/W. mit 0:1 geschlagen geben. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied Constantin Gamperl die Partie in der 73. Minute. Obmann Franz Kurzweil sprach danach von einem zerfahrenen Auftritt, in dem seine Mannschaft "nie ins Spiel gefunden" habe, während die Gäste die besseren Chancen hatten und den Sieg aus seiner Sicht verdient mitnahmen.

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Kurzweil machte gleich nach dem Spiel deutlich, dass ihn weniger das nackte Ergebnis als die Art des Auftritts störte. "Von Beginn an war es eher ein zerfahrenes Fußballspiel auf niedrigem fußballerischen Niveau", sagte der Guntersdorfer Obmann. Gerade die Gastgeber seien nie in einen sauberen Rhythmus gekommen. Statt Ruhe am Ball habe man "das Heil in weiten Bällen gesucht" und sich immer wieder auf Einzelaktionen verlassen. Dazu kamen viele Ballverluste, die nach seiner Einschätzung verhinderten, dass überhaupt ein richtiges Spiel entstand. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, was gut zum Bild der ersten Hälfte passte. Viel Spielfluss war nicht da, echte Torchancen blieben zunächst auf beiden Seiten eher überschaubar.
Auch wenn bis zur Halbzeit wenig Zwingendes passiert war, sah Kurzweil die besseren Möglichkeiten schon früh bei den Gästen. "Der Gegner hat von Anfang an eigentlich die besseren Torchancen gehabt", meinte er und verwies dabei vor allem auf den Guntersdorfer Schlussmann, der seine Mannschaft mehrfach im Spiel hielt. "Wenn wir unseren Tormann nicht gehabt hätten, wären wir schon früher in Rückstand geraten." Nach dem Seitenwechsel wurde Enzersfeld dann klarer in seinen Aktionen nach vorne. Kurzweil erklärte, dass die Gäste "besser ins Spiel gekommen" seien und vor allem über Standardsituationen sowie Flanken gefährlich wurden. In der 73. Minute fiel dann die Entscheidung: Constantin Gamperl traf zum 0:1.
Für Guntersdorf blieb damit ein Heimauftritt zurück, mit dem der Obmann klar nicht zufrieden war. "Es war keine gute Leistung vom gesamtheitlichen Mannschaftskollektiv", sagte Kurzweil. Den jungen Spielern wollte er dabei ausdrücklich "weniger Vorwurf machen", weil sie sich zumindest bemüht hätten. Mehr erwartet hätte er sich von den routinierteren Kräften, die "vor heimischer Kulisse überhaupt nicht ins Spiel gefunden" hätten. Positiv strich er noch einmal den kämpferischen Willen und den eigenen Tormann hervor, der "drei, vier gute Möglichkeiten vereitelt hat". Enzersfeld machte es aus seiner Sicht besser, auch weil dort "zwei sehr gute, herausragende Einzelspieler" im Aufbau und im Offensivspiel den Unterschied ausmachten. Diskussionen neben dem Platz gab es laut Kurzweil keine, der Schiedsrichter habe ein "leichtes Wirken" gehabt, alles sei in Ordnung gewesen.
Viel größer machen wollte Kurzweil diese Niederlage trotzdem nicht. Für ihn geht es nun darum, das Spiel rasch einzuordnen und den Blick wieder nach vorne zu richten. "Hoffentlich hakt man das Spiel sehr schnell ab und findet beim nächsten Auswärtsspiel wieder zu einer besseren Mannschaftsleistung", sagte er zum Abschluss. Seine Schlussfolgerung fiel nüchtern aus: "Es ist kein Beinbruch. Diesmal ist halt nicht alles geglückt." Genau so wirkte dieser Nachmittag aus Guntersdorfer Sicht auch insgesamt: wenig Spielfluss, kaum eigene Linie, ein Gegentor in der 73. Minute und am Ende ein 0:1, mit dem die Gastgeber leben mussten, weil sie über weite Strecken nie wirklich in diese Partie fanden.