Spielberichte

„In Wahrheit war’s eine typische 0:0-Partie“ – Guntersdorf nimmt das glückliche 1:0 trotzdem mit

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SG Korneuburg/Stetten II
SC Guntersdorf

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SG Korneuburg/Stetten II am Samstag ein spätes 0:1 gegen SC Guntersdorf hinnehmen müssen. Lange sah alles nach einer torlosen Partie aus, ehe Lorenz Lehner in der 89. Minute doch noch den Unterschied machte. Guntersdorfs Obmann Franz Kurzweil sprach danach offen von einem glücklichen Sieg und einer Begegnung, die fußballerisch über weite Strecken nur wenig hergab.

Ball auf Rasen nahe der Eckfahne

Foto: Pixabay

Ein Hin und Her ohne den letzten Ball

Wer auf klare Linien oder längere Druckphasen einer Mannschaft gehofft hatte, bekam in dieser Partie wenig davon zu sehen. Kurzweil beschrieb die erste Hälfte sehr nüchtern: „Die erste Halbzeit war ein Hin und Her mit Chancen auf beiden Seiten, aber weder wir noch die Heimmannschaft haben unsere drei, vier Torchancen genutzt.“ Genau so stellte sich auch das Bild zur Pause dar, denn mit dem 0:0 zur Halbzeit war der Spielstand passend zum Verlauf. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich laut dem Guntersdorf-Obmann wenig am Charakter der Begegnung. „In der zweiten Halbzeit ist das in der Art und Weise weitergegangen“, sagte er. Es blieb also ein offenes Spiel, in dem beide Seiten zu Möglichkeiten kamen, sich aber im Abschluss nicht belohnten.

Die Entscheidung fällt erst in Minute 89

Je länger die Partie dauerte, desto mehr deutete alles auf eine Punkteteilung hin. Gerade deshalb fiel die Entscheidung spät und aus Sicht der Gäste auch mit einer Portion Glück. „Die Heimischen hätten genauso gewinnen können“, stellte Kurzweil fair fest und traf damit den Kern des Nachmittags. Erst in der 89. Minute brachte Lorenz Lehner Guntersdorf doch noch zum 1:0. Kurzweil schilderte die Szene so: „Im Strafraum war ein Hin und Her, und unser junger Spieler Lorenz Lehner hat dann die Situation erkannt und abgeschlossen.“ Viel mehr brauchte es an diesem Tag auch nicht. Für Guntersdorf war es der eine Treffer, der in einer engen und zähen Partie die drei Punkte brachte, obwohl der Funktionär selbst klar meinte: „In Wahrheit war’s kein gutes Fußballspiel und eine typische 0:0-Partie.“

Klare Worte trotz wichtiger Punkte

Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff vor allem die Offenheit, mit der Kurzweil den Auftritt seiner Mannschaft einordnete. Von großer Zufriedenheit war trotz des Auswärtssiegs wenig zu hören. „Wir tun uns heuer im Herbst schwer, dass wir ins Spiel finden und eine spielerische Linie finden. Wir leben im Moment von weiten Bällen und von Einzelaktionen“, sagte er. Auch deshalb ordnete er das 1:0 eher als Ergebnis denn als starken Auftritt ein. Dazu kam, dass Korneuburg/Stetten II nach seiner Einschätzung über das ganze Match sogar „ein bissl ein Plus an Torchancen“ und die „effektiveren Chancen“ gehabt habe. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er ausdrücklich keine aufkommen lassen: „Man darf dem Schiedsrichter keinen Vorwurf machen.“ Die größere Sorge galt vielmehr Valerian Mayer, der sich bei einem unglücklichen Sturz auf die Schulter verletzte. Für Guntersdorf zählen unter dem Strich dennoch drei wichtige Punkte, auch weil man laut Kurzweil nach der Heimniederlage in der Vorwoche unbedingt wieder anschreiben wollte. In der Tabelle bleibt der SC damit mit 21 Punkten im vorderen Mittelfeld und auf Rang vier gut dabei.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: SG Korneuburg/Stetten II : Guntersdorf - 0:1 (0:0)

  • 89
    Lorenz Lehner 0:1