In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SV Langenzersdorf am Samstag mit 5:2 bei SV Ravelsbach gewonnen, auch wenn Trainer Andreas Fitz mit dem Auftritt nur teilweise zufrieden war. Sein Team sei zwar von Beginn an tonangebend gewesen, habe in der ersten Halbzeit aber nicht alles so auf den Platz gebracht, wie er sich das vorstellte. Das wichtige 2:1 unmittelbar vor der Pause wurde für die Gäste zum Schlüssel.

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Fitz machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihn vor allem die erste Hälfte nicht voll überzeugt hat. „Wir waren von der ersten Minute an tonangebend, haben unser Spiel in der ersten Halbzeit aber nicht so auf den Platz gebracht, wie wir wollen“, sagte der Langenzersdorf-Coach. Zu oft habe seine Mannschaft die Tiefe gesucht, obwohl sie schon in dieser Phase genug Möglichkeiten hatte. Nach 21 Minuten brachte Luca Haferl die Gäste zwar in Führung, doch Rupert Kaltenböck glich nur zwei Minuten später zum 1:1 aus. Umso wichtiger war aus Sicht von Fitz, dass Julian Küssler noch in Minute 45 das 2:1 nachlegte. „Ganz wichtig war natürlich das 2:1 in der 45. Minute“, sagte er und sprach damit genau den Moment an, der das Spiel in die gewünschte Richtung schob.
Mit diesem Treffer im Rücken übernahm Langenzersdorf nach der Pause endgültig die Kontrolle. Justin Osmancevic erhöhte in der 49. Minute zunächst auf 3:1 und legte fünf Minuten später auch das 4:1 nach. Fitz hatte dabei nie den Eindruck, dass seine Mannschaft die Partie aus der Hand geben könnte. „Wir haben von der ersten Minute an das Heft in der Hand gehabt. In der zweiten Halbzeit waren wir mega tonangebend“, erklärte er. Nach seiner Einschätzung lagen die Gäste in dieser Phase bei „80, wenn nicht 85 Prozent Ballbesitz“ und spielten sich Chance um Chance heraus. Daran änderte auch nichts, dass Ronny Schmidt für Ravelsbach in der 74. Minute noch auf 2:4 verkürzte. Den Schlusspunkt setzte Adrian Wilfing mit dem 5:2 in Minute 82.
Trotz des deutlichen Ergebnisses wollte Fitz den Auftritt nicht schöner reden, als er war. Er sprach von einer „mittelmäßigen Leistung“, weil seine Mannschaft im Aufbau Luft nach oben hatte und aus seiner Sicht deutlich mehr aus dem Spiel machen hätte können. „Wir haben sechs, sieben ganz große Chancen gehabt und leider nur zwei Tore daraus gemacht“, sagte er mit Blick auf die erste Halbzeit. Insgesamt formulierte er es sogar noch schärfer: „Am Ende des Tages hätten wir eigentlich zehn Tore schießen müssen.“ Gleichzeitig verwies er darauf, wie effizient der Gegner war. „Sie sind zweimal vors Tor gekommen und haben zwei Tore gemacht“, meinte Fitz. Gerade deshalb habe ihm gefallen, dass seine Elf nicht aufgehört habe und weiter versucht habe, Fußball zu spielen.
Auch personell sah Fitz einen Punkt, den seine Mannschaft künftig besser auffangen muss. Mit Emanuel Thoma und Ronald Birnbauch fehlten zwei wichtige Spieler, doch für den Trainer war das ausdrücklich keine Ausrede. „Wenn zwei wichtige Spieler fehlen, sollten wir das trotzdem kompensieren können“, stellte er klar. Verbesserungspotenzial sieht er vor allem im Spielaufbau. „Wenn wir da wieder stärker werden und den Ball besser anbringen und das Tempo nach vorne mitnehmen, wird es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen.“ Den Dreier nahm er natürlich gerne mit, das Spiel soll nun rasch abgehakt werden. Positiv blieb für ihn auch der faire Rahmen der Partie. Nach dem Schlusspfiff sei man noch nett mit den Ravelsbachern beisammengestanden. In der Tabelle bleibt Langenzersdorf nach Runde zehn damit an der Spitze.