Spielberichte

Beim 3:1 nicht konsequent genug: Obritz / Hadres-M. gibt den Sieg noch aus der Hand

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Obritz / Hadres-M.
SU Grabern

In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat SG Obritz / Hadres-M. gegen SU Grabern nach einer 3:1-Führung nur 3:3 gespielt. Für Obmann Christoph Jordan lag der Grund klar auf der Hand: Die Gastgeber brachten den Gegner mit Eigenfehlern immer wieder zurück ins Spiel und verpassten es sowohl vor als auch nach der Pause, die Partie frühzeitig zuzumachen.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Start reicht nicht für Ruhe

Für die Heimischen begann der Abend eigentlich genau so, wie man sich das vorstellt. Schon in der 4. Minute brachte Denis Frimmel die SG mit 1:0 in Führung, und damit schien das Spiel früh in die richtige Richtung zu laufen. Jordan beschrieb danach aber genau jenen Punkt, der sich durch den ganzen Abend zog: „Wir sind früh in Führung gegangen, haben es aber verabsäumt, das 2:0 zu machen, und haben den Gegner durch Eigenfehler immer wieder zurück ins Spiel gebracht.“ Grabern blieb dadurch in Reichweite und kam in der 20. Minute durch Salih Önsoy zum 1:1. Für Jordan war dieser Ausgleich nicht überraschend, weil seine Mannschaft dem Gegner aus seiner Sicht zu viel anbot. „Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fällt“, sagte der Obmann rückblickend. Mit dem 1:1 zur Pause war aus einer guten Ausgangslage für Obritz ein offenes Spiel geworden.

Höllmüller sorgt für den Vorsprung, Grabern bleibt im Spiel

Nach der Pause schien Obritz die passende Antwort zu finden. Lukas Höllmüller stellte in der 58. Minute auf 2:1 und sorgte wenig später auch noch für das 3:1. Genau diese Phase meinte Jordan, als er davon sprach, dass seine Mannschaft die Partie eigentlich auf ihre Seite hätte ziehen müssen. „Die erste Halbzeit hätte für uns schon klarer ausfallen müssen, aber auch in der zweiten Halbzeit. Beim Stand von 3:1 hätten wir konsequenter bleiben und das fertig spielen müssen“, sagte er. Statt Ruhe hineinzubringen, ließ Obritz Grabern aber wieder heran. In derselben hektischen Phase verkürzte Manuel Proksch auf 2:3, und damit war die Partie plötzlich wieder offen. Jordan sah darin kein einzelnes Missgeschick, sondern ein Muster über 90 Minuten hinweg. „Es war insgesamt nicht unser bester Tag. Wir haben leider nicht an die Leistung von der vorigen Woche anknüpfen können“, ordnete er ein.

Der Ausgleich in letzter Minute passt ins Bild

Dass Grabern in der Schlussphase noch einmal zurückkommen würde, passte aus Sicht der Gastgeber leider zum ganzen Spiel. Jordan machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seiner Mannschaft die letzte Entschlossenheit fehlte. „Wir haben trotzdem drei Tore geschossen, aber leider auch drei Tore bekommen. Es hat die letzte Konsequenz gefehlt und die Entschlossenheit“, sagte er. Vor allem deshalb ärgerte ihn auch der späte Ausgleich in der Nachspielzeit, als Proksch mit seinem zweiten Treffer des Abends zum 3:3 traf. Jordan schilderte die Szene knapp, aber deutlich: „Mit der letzten Aktion aus einem Eckball ist dann noch der Ausgleich gelungen.“ Ausreden suchte er keine. Auch über den Gegner sprach er sachlich: „Vorne waren sie natürlich schon gefährlich, hinten waren Unsicherheiten dabei, und die hätten wir besser ausnützen müssen.“ Als Fazit blieb ein Satz hängen, der den Abend treffend zusammenfasste: „Es war einfach nicht unser Tag.“ In der Tabelle bleibt Obritz damit bei 25 Punkten auf Rang zwei, das Gefühl nach diesem 3:3 dürfte aber trotzdem eines sein: Hier war deutlich mehr drinnen.

2. Klasse Pulkau-/Schmidatal: Obritz / Hadres-M. : Grabern - 3:3 (1:1)

  • 93
    Manuel Proksch 3:3
  • 66
    Manuel Proksch 3:2
  • 66
    Lukas Höllmüller 3:1
  • 58
    Lukas Höllmüller 2:1
  • 20
    Salih Önsoy 1:1
  • 4
    Denis Frimmel 1:0