In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat FZSV Rußbach den ATSV Hollabrunn mit 6:2 besiegt und schon früh die Richtung vorgegeben. Obmann Philipp Ehrentraud sprach nach dem Heimspiel von einer Partie, die seine Mannschaft „komplett in der Hand gehabt“ habe. Vor allem die erste halbe Stunde war dafür entscheidend, auch wenn der klare Erfolg aus seiner Sicht nicht bedeutet, dass schon alles passt.

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Die Gastgeber waren sofort im Spiel und kamen schon in der 4. Minute zur Führung, als Fadim Bedzeti das 1:0 erzielte. Damit war der Start aus Sicht der Rußbacher gelungen, und es blieb nicht bei diesem frühen Treffer. In der 11. Minute legte Valtrim Veseli das 2:0 nach, nur fünf Minuten später traf Bedzeti erneut zum 3:0. Ehrentraud beschrieb genau diese Phase als Schlüssel zu einem sehr klaren Spielverlauf. „Wir gingen relativ rasch in Führung durch Fadim Bedzeti und haben dann eigentlich das Spiel komplett in der Hand gehabt“, sagte er. Dass seine Mannschaft schon vor der Pause viermal anschreiben konnte, passte auch zu seiner weiteren Einordnung: „In der ersten Halbzeit haben wir im Zehn-Minuten-Takt Tore gemacht. Von dem her war es ein einseitiges Spiel.“
Nach dem 3:0 blieb Rußbach das aktivere Team und kam in der 34. Minute zum nächsten Treffer. Das 4:0 fiel durch ein Eigentor von Andreas Ulram, und spätestens in diesem Moment war die Partie aus Sicht des Heimteams ganz deutlich in eine Richtung gelaufen. Ehrentraud machte nach dem Spiel klar, dass er dort den Punkt sah, an dem die Sache endgültig kippte. Kurz vor der Pause konnte Philipp Holzinger für Hollabrunn zwar noch auf 4:1 verkürzen, am klaren Zwischenstand zur Halbzeit änderte das aber nichts. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Rußbach auf Kurs. Bedzeti stellte in der 66. Minute auf 5:1 und schnürte damit seinen Dreierpack, ehe Marcel Micanovic in der 78. Minute das 6:1 folgen ließ. Das letzte Wort hatte zwar noch einmal Hollabrunn, weil Adnan Musanovic in der 89. Minute zum 6:2 traf, doch am deutlichen Heimsieg rüttelte dieser späte Treffer nicht mehr.
Nach dem Schlusspfiff hob Ehrentraud nicht nur die frühen Tore hervor, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft als Kollektiv auftrat. „Zusammenhalt und auch das Einbringen junger Spieler“ seien für ihn die größten Stärken gewesen, sagte der Rußbacher Obmann. Als Beispiel nannte er dabei ausdrücklich Benedikt Kührer. Mehr wollte Ehrentraud gar nicht groß auseinanderdividieren, weil für ihn der gesamte Auftritt in der Offensive den Unterschied machte. Auf die Frage, welche Aktionen oder Tore ausschlaggebend gewesen seien, antwortete er knapp, aber deutlich: „Eigentlich alle.“ Diese Aussage passt zum Ablauf des Spiels, weil sich der Vorsprung nicht aus einem einzelnen Moment ergab, sondern aus einer sehr frühen und über weite Strecken klaren Überlegenheit. Dass Rußbach am Ende auf sechs Treffer kam und die Tore auf mehrere Schützen verteilt waren, unterstreicht genau dieses Bild.
So zufrieden Ehrentraud mit dem Ergebnis war, so klar sprach er auch an, wo seine Mannschaft noch zulegen soll. „An der Leichtigkeit der Spielzüge, an der Spielfreude und etwas am Defensivverhalten“ sehe er trotz des Sieges Verbesserungspotenzial, sagte er. Gerade dieser Teil macht den klaren Erfolg interessant, weil Rußbach zwar sechs Tore erzielte, hinten aber trotzdem zweimal den Ball aus dem Netz holen musste. Den Gegner erlebte Ehrentraud an diesem Tag „schwach“, und auch rund um den Spielablauf sah er keine Aufreger. „Keine strittigen Situationen und somit auch ein einfaches Spiel für den Schiedsrichter“, hielt er fest. Für die Rußbacher ist dieses 6:2 damit ein deutlicher Schritt in Runde zehn, weil sie in der Tabelle vor Hollabrunn bleiben und sich mit nun zehn Punkten etwas Luft nach hinten verschaffen. Gleichzeitig zeigt die Einordnung des Obmanns, dass der Sieg zwar klar war, intern aber nicht als Anlass genommen wird, sich mit dem Auftritt schon zufriedenzugeben.