In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal ist der SC Sparkasse Enzersfeld/W. gegen den FC Würnitz zu einem klaren 11:1-Heimsieg gekommen. Aus Sicht von Würnitz-Trainer Markus Stroschneider kippte die Partie schon in der Anfangsphase, als seine wegen zahlreicher Ausfälle stark umgestellte Mannschaft früh 0:2 zurücklag. Nach dem 0:3 zur Pause wurde es nach Seitenwechsel noch deutlicher.

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Stroschneider ordnete die Niederlage in einen größeren Zusammenhang ein und sprach von einer Lage, die seinen Verein seit Wochen begleitet. "So einen Negativlauf, wie wir ihn momentan haben, habe ich in meiner ganzen Karriere nicht erlebt", sagte der Trainer und verwies dabei auf weitere Ausfälle unmittelbar vor der Partie. Nach seiner Darstellung musste Würnitz insgesamt sieben Spieler ersetzen, dazu kamen mehrere Umstellungen in beiden Mannschaften des Vereins. Entsprechend holprig war der Start. Enzersfeld nutzte das sofort aus: Emre Ulusoy traf bereits in der 5. und 6. Minute zum schnellen 2:0, ehe derselbe Spieler in der 39. Minute auch das 3:0 zur Pause nachlegte. "Wir brauchten einige Zeit, um uns auf die Umstellungen einzustellen", sagte Stroschneider. "So sind auch relativ schnell die zwei Tore gefallen."
Nach dem frühen Rückstand sah der Würnitz-Coach eine Aktion, die das Spiel aus seiner Sicht vielleicht noch einmal etwas offener hätte machen können. Er berichtete von einem jungen Spieler, der erstmals in der Kampfmannschaft zum Einsatz kam und vor dem Torhüter an den Ball kam. "Meines Erachtens war das ein klarer Elfmeter", sagte Stroschneider. "Wenn es da 2:1 steht, wird es vielleicht enger." Stattdessen blieb es beim Zwei-Tore-Rückstand, und mit dem dritten Treffer noch vor der Pause wurde die Aufgabe schon sehr groß. Direkt nach dem Seitenwechsel legte Enzersfeld weiter nach, als Ulusoy in der 50. und 53. Minute auf 5:0 stellte. Damit wurde die Aufgabe aus Sicht der Gäste endgültig sehr schwer.
In der Schlussphase lief die Partie den Gästen dann endgültig davon. Ulusoy erhöhte in der 70. Minute auf 6:0, Julian Kraml traf in der 76. Minute zum 7:0 und Florian Ivanitsch legte in der 78. Minute das 8:0 nach. Immerhin gelang Würnitz kurz darauf noch der Ehrentreffer: Frederik Maksuti verkürzte in der 79. Minute auf 1:8. Viel ändern konnte das nicht mehr, weil Jonas Salomon in der 85. Minute das 9:1 erzielte und Ulusoy mit zwei weiteren Treffern in der 87. und 88. Minute auch den Endstand herstellte. Stroschneider erklärte die hohe Niederlage mit fehlenden Abläufen und immer neuen Umbauten. "Die Abstimmungen passen dann nicht, weil sie in so einer Zusammensetzung noch nie gespielt haben", sagte er. Enzersfeld habe gemerkt, dass bei Würnitz vor allem über die Seiten etwas zu holen war. "Kämpferisch kann ich ihnen nichts vorwerfen", betonte der Trainer trotzdem. "Alles, was möglich war, haben wir reingehaut."
Dass das Ergebnis am Ende so deutlich ausfiel, machte Stroschneider nicht an einem einzigen Punkt fest. Er sprach von nachlassenden Kräften, von weiteren Spielern aus der Reserve, die kurzfristig in die Kampfmannschaft rücken mussten, und von Fehlern, die in dieser Konstellation kaum zu vermeiden seien. "Vielleicht haben wir uns drei, vier Tore selbst gemacht, weil wir in der Abwehr zu unkonzentriert waren", sagte der Trainer, stellte aber auch klar: "Summa summarum war der Sieg von Enzersfeld verdient." Viel Zeit zum Aufarbeiten bleibt nicht. Würnitz will die nächsten Wochen mit dem kleinen Kader irgendwie überstehen. "Die Mannschaft hält zusammen, die Stimmung ist gut", sagte Stroschneider. "Es wird trotzdem nicht einfacher." Zum Schluss schickte er noch einen persönlichen Gruß mit: Nico Stürzer und Maurizio Tumpach wünschte er eine schnelle Genesung.