In der 2. Klasse Pulkau-/Schmidatal hat UFC Hanfthal das Heimspiel gegen SV Stetteldorf am Wagram mit 3:1 gewonnen und laut Trainer Rainer Kampner vor allem nach der Pause den längeren Atem bewiesen. Nach gutem Beginn, einer ausgelassenen Chance auf das 2:0 und dem Ausgleich der Gäste war für ihn vor allem das 2:1 jener Moment, in dem die Partie auf die Seite der Gastgeber kippte.

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Hanfthal war von Beginn an gut in der Partie und fand nach Einschätzung von Rainer Kampner schnell ins Spiel. „Wir haben eigentlich gut begonnen, gute Chancen kreiert und sind meiner Meinung nach verdient in Führung gegangen“, sagte der Trainer nach dem 3:1-Erfolg. Diese Führung fiel in der 14. Minute, als Haris Voloder eine laut Kampner „super ausgespielte Situation“ über die rechte Seite zum 1:0 abschloss. Gerade deshalb ärgerte den Hanfthal-Coach die Phase danach umso mehr, denn seine Mannschaft verpasste es, gleich nachzulegen. „Wir haben dann die große Chance auf das 2:0 ausgelassen. Dann ist irgendwie der Faden gerissen“, meinte Kampner. Aus seiner Sicht fehlte in dieser Phase genau das, was zuvor noch da war: Präsenz in den Zweikämpfen und der Mut im eigenen Spiel. „Wir waren in den Zweikämpfen nicht so präsent und haben uns zu wenig getraut“, brachte er diese Minuten auf den Punkt. Stetteldorf nutzte das aus und kam in der 33. Minute durch Ryan Adamek zum 1:1. Kampner sprach dabei von einer unübersichtlichen Situation in der Abwehr, die seiner Mannschaft nicht gutgetan habe. Mit dem 1:1 ging es dann auch in die Pause.
Die zweite Halbzeit entwickelte sich dann so, wie es sich der Hanfthal-Trainer nach dem Seitenwechsel vorgestellt hatte. Schon in der 51. Minute brachte Maximilian Kober die Gastgeber wieder nach vorne, und genau dieses Tor hob Kampner im Gespräch besonders heraus. „Der wichtigste Moment war ganz klar das 2:1. Max Kober hat einen super Kopfball gesetzt, da haben wir uns endlich für unseren Aufwand belohnt“, sagte er. Gleichzeitig war dieses Tor für ihn mehr als nur die neuerliche Führung. „Mit dem 2:1 ist das Spiel in die richtige Richtung gelaufen“, so Kampner, der danach wieder mehr Sicherheit und Kontrolle bei seiner Mannschaft sah. Stetteldorf kam nach seiner Wahrnehmung in der zweiten Hälfte offensiv kaum noch zur Geltung, während Hanfthal am Drücker blieb. Dass der Sieg am Ende erst in der 89. Minute endgültig abgesichert wurde, änderte für den Trainer nichts am Gesamteindruck. Roman Gugenberger stellte mit dem 3:1 den Endstand her, nachdem Hanfthal die Aktion laut Kampner noch einmal schön zu Ende gespielt hatte. Gerade weil zuvor schon Möglichkeiten da gewesen seien, sprach der Trainer sogar davon, dass das Ergebnis am Ende auch deutlicher hätte ausfallen können.
Neben dem Spielverlauf legte Kampner nach dem Schlusspfiff vor allem Wert auf die Einordnung der eigenen Mannschaftsleistung. Der Hanfthal-Coach musste schon vor dem Anpfiff umstellen und schickte eine sehr junge Elf aufs Feld. „Wir waren heute sehr jung aufgestellt“, sagte er, und hob dabei besonders die letzte Linie hervor: „Die Viererkette mit einem Schnitt von 20 Jahren hat trotzdem tadellos verteidigt.“ Für Kampner war das ein wesentlicher Punkt, weil seine Mannschaft nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel, sondern sich nach der Pause wieder fing. Er sah zudem spielerisch mehr von dem, was im Training einstudiert wird. „In der zweiten Halbzeit waren wir spielerisch schon mehr okay. Das war das, was wir eigentlich im Training probieren“, meinte der Trainer. Dass aus dieser Phase heraus mit Kober und Gugenberger noch zwei Tore fielen, passte für ihn ins Bild. Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. „Kritikpunkt ist einfach die mangelnde Chancenverwertung, wir müssen vor dem Tor effizienter werden“, sagte Kampner klar. Den Gegner sah er als bemüht, gerade vor der Pause auch durchaus unangenehm, nach dem Seitenwechsel aber mit weniger Zugriff. „In der zweiten Halbzeit hat man bei Stetteldorf eine gewisse Unsicherheit gemerkt“, sagte der Hanfthal-Trainer. Unter dem Strich wertete er den Heimsieg deshalb als verdient, weil seine Mannschaft nach dem 1:1 wieder die Kontrolle übernahm und das Spiel bis zum Ende auf ihre Seite zog. Nach zehn Runden hält Hanfthal damit bei 17 Punkten und bleibt im oberen Mittelfeld der Liga.